Kardinal Kasper erläutert in Interview "Informationsdienst der serbisch-orthodoxen Kirche in Mitteleuropa", warum der Vatikan den Kosovo bisher nicht als Staat anerkannt hat
12.04.2010
Vatikanstadt, 12.04.2010 (KAP) Der Heilige Stuhl hat den Kosovo u.a. deshalb bis heute nicht offiziell als Staat anerkannt,
weil er Rücksicht auf die serbisch-orthodoxe Kirche nehmen will. Das hat Kurienkardinal Walter Kasper in einem Interview mit dem "Informationsdienst der serbisch-orthodoxen Kirche in Mitteleuropa" (SOK) betont. Wörtlich sagte Kasper: "Wir wissen natürlich, dass der Kosovo für die serbische orthodoxe Kirche eine schwere Wunde und ein Schmerz ist. Wir wissen auch, dass die Wiege und das Zentrum der serbischen Orthodoxie im Kosovo liegen. Wir verstehen das und wollen darauf Rücksicht nehmen."
Darüber hinaus sei der Vatikan sehr beunruhigt über "gewisse kulturelle Brutalitäten", so Kasper: "Im Kosovo werden wichtige historische, kulturelle und auch religiöse Denkmäler zerstört. Das darf nicht sein. Man kann die Geschichte nicht auf diese Weise auslöschen." Der Heilige Stuhl setze sich auch für den Schutz dieser Denkmäler, Klöster und Kirchen ein, so der Kardinal.
Kasper sprach sich in dem Interview auch für eine stärkere Aussöhnung von Serben und Kroaten aus. "Wir befürworten sehr, dass sich das serbische orthodoxe Episkopat und das kroatische katholische Episkopat treffen. Es muss zu Begegnungen untereinander kommen, das kann man nicht von Rom aus machen", so der Kardinal wörtlich. Er regte in diesem Zusammenhang gemeinsame Wallfahrten an.
Kasper: "Die Überwindung der historischen Erfahrungen muss über Begegnungen gehen: Einen anderen Weg sehe ich da nicht." Beide Völker müssten "ihre Schuld eingestehen und um Vergebung bitten". Jedes Volk habe seine Schuldgeschichte, betonte der Kardinal: "Das muss man aussprechen und dann muss man verzeihen. Man kann nicht ewig Sachen aus der Vergangenheit einander nachtragen. Das führt nicht weiter und ist vor allem nicht christlich." Er habe den Eindruck, "dass zwischen Serben und Kroaten inzwischen tatsächlich Einiges in Bewegung gekommen ist", zeigte sich Kasper zuversichtlich.
kathweb Nachrichten .:. Katholische Presseagentur Österreich
Sehr gut! Gute Nachricht.
Ich hoffe, er setzt was in Bewegung. Weil Christen müssen zusammenhalten, die Muslime halten auch sehr zusammen.
Serbien muss sich mit Kroatien wieder verstehen, weil es beide christliche Länder sind. Sonst werden sie eines Tages untergehen..
über gewisse "kulturelle brutalitäten" sind sie beunruhigt, aber über die "menschlichen tragödien" die dass serbische regime verursacht hat scheint dieser pedopriester kein wort zu verlieren....elender heuchler.
so das war meine meinung was meint ihr liebe landsleute?