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Warum ist für euch Kreuzigung wichtiger als Auferstehung?

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Ostern (lateinisch pascha, von hebräisch pessach) ist im Christentum die jährliche Gedächtnisfeier der Auferstehung Jesu Christi, der nach dem Neuen Testament als Sohn Gottes den Tod überwunden hat.

Der Karfreitag (althochdeutsch kara, „Klage, Kummer, Trauer“) ist der Freitag vor Ostern. Er folgt auf den Gründonnerstag und geht dem Karsamstag voraus. Christen gedenken an diesem Tag des Kreuzestodes Jesu Christi.
 
Evangelisch:

..........In der evangelischen Kirche ist der Karfreitag einer der höchsten Feiertag, denn der Tod Jesu gilt als entscheidendes Heilshandeln Gottes. Deshalb heißt dieser Feiertag im angelsächsichen Raum "Good Friday", guter Freitag...........

............ Der Karfreitag (ein "stiller" Feiertag) galt früher für die evangelischen Christen als strenger Bußtag und ist heute höchster kirchlicher Feiertag. Vor allem im Tod Jesu sahen die Reformatoren die Erlösung aus Sünde und Schuld...........

Karfreitag-Ostern
 
Warum ist für euch Christen Kreuzigung (Tod) wichtiger als Auferstehung (Leben)?

Ich finde die Eingangsfrage eigentlich ganz interessant und verstehe sie so in Richtung halb-leer/halb-volles Glas-Denken. Also warum hat die Kreuzigung einen so hohen Stellenwert, wenn man sich doch mehr über die Auferstehung freuen müsste. So jedenfalls kommt die Frage bei mir an.

Also beim Katholizismus ist mir schon als Kind das Morbide bzw. Nekrophile an der ganzen Sache aufgefallen. In unserer Kirche zum Beispiel hing ein Kreuz, das war geschätzt vier Meter lang, mit einem blutüberströmten Christus dran. Weil die Gottesdienste für mich sehr langweilig waren, musste ich immer wieder dieses Kreuz anstarren, also ich fand es echt gruselig.b

Da das Kreuzsymbol im Katholizismus allgegenwärtig ist und sowohl in Kirchen als auch im Religionsunterricht ständig auf die Unvollkommenheit, Sündhaftigkeit usw. der Menschen verwiesen wurde, für die sich Jesus geopfert hat, fand ich den dunklen Aspekt des Christentums immer sehr überbetont. Man sollte ja zudem auch regelmässig zur Beichte gehen. Da kann ich mich auch noch dran erinnern, dass ich Ereignisse und "Sünden" bisweilen erfunden habe, nur um die Erwartungshaltung zu erfüllen, dass ich ein schlechter Mensch bin ;°).

Jedoch, Auferstehung ohne vorheriges Leiden wäre nicht so "beeindruckend", nicht wahr. Auferstehung ohne Kreuzigung macht wenig Sinn.

Daher ist Ostern natürlich sehr bedeutend:
Karfreitag - Kreuzigung und Tod Jesu
Ostersonntag - Auferstehung Jesu

(Wobei, ich persönlich komme mit dem Ostersonntag nicht ganz klar, strenggenommen müsste die Auferstehung doch erst am Ostermontag erfolgt sein? Heisst doch in der Bibel: "am dritten Tag ...." also Freitag tot, dann wäre Karsamstag der erste Tag, Ostersonntag der zweite, und am dritten Tag wäre dann Montag. Aber die zählen wohl den Abend vom Karfreitag zum ersten Tag mit oder wie.)

Symbolisch gesehen ist natürlich die Auferstehung als Höhepunkt zu werten, daher Ostersonntag als höchster kirchlicher Feiertag. Es wird somit aus einer dramatischen Geschichte ein Happy-End, das den Gläubigen Mut machen soll.

Aber auch hier wieder ein Aber: Das "erlösende" Gefühl des Ostersonntags wird m.E. wieder etwas zunichte gemacht mit dem Finale, dem Jüngsten Gericht. Auch hier wird den Menschen wieder Angst gemacht bzw. Druck ausgeübt.

Mich persönlich kümmerts zwar nicht mehr, aber ich finde die Betonung des, soweit mir bekannten und von mir selbst so erlebten, Katholizismus auf die negativen Seiten, Schwächen usw. grundsätzlich doch etwas too much.

in diesem Sinne, das war mein vorgezogenes Wort zum Sonntag ;°)
Virtus
 
Ich finde die Eingangsfrage eigentlich ganz interessant und verstehe sie so in Richtung halb-leer/halb-volles Glas-Denken. Also warum hat die Kreuzigung einen so hohen Stellenwert, wenn man sich doch mehr über die Auferstehung freuen müsste. So jedenfalls kommt die Frage bei mir an.
freuen schon aber auch feiern, warum wird der Tod gefeiert bei den Evangelisten?
 
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