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Bundesliga - Sammelthread

  • Ersteller Ersteller Samoti
  • Erstellt am Erstellt am
und was ist mit Napoli oder meinetwegen die Roma? Und in Spanien mit Valencia, Sevilla?

Neapel oder Roma sind doch immer recht früh draußen. Es geht nicht darum, welche Mannschaften tolle Spieler haben, sondern wie sie sich in Europa schlagen und komm mir bitte nicht wieder mit dieser "sie nehmen es nicht ernst in der EL", denn das entpuppte sich oft genug als Blödsinn. Da könnt ich auch sagen, dass Leverkusen rotiert weil sie 2-3 Spieler immer einsetzen für die Rotation. (vor allem unter Heynckes)

Valencia oder Sevilla kommen auch nie besonders weit und das seit Jahren. Wieder ein gutes Team, qualitative Spieler, aber in Sachen Europa sind sie keine Macht (mehr).

Es ging nicht darum, was diese Teams international reissen, es ging darum, dass Teams wie Cagliari sich nie und nimmer mit 1:9 abschlachten lassen wie ein HSV, der um die internationalen Plätze spielt, während Cagliari im Mittelfeld der Liga beheimatet ist. Es ging nur um die taktische Ausrichtung und die ist bei vielen Bundesligisten Mangelhaft, so sehe ich das nunmal

Ja natürlich nicht, weil es in Italien keine Offensivfeuerwerke gibt. Die einzigen die in den letzten Jahren wirklich offensiv spielten waren AC Milan und hier und da Roma (vor allem wo jetzt Zeman ihr Trainer war). Inter ist sowieso seit dem CL-Sieg im Sonderzustand, Juventus spielt auch Minimalfußball. Taktisch natürlich hervorragend, aber darum gehts ja nicht, denn Offensiv bleibt immt dann immer eher Mau, wenn es um Tore geht. Dinarski Vuk hats schon angesprochen: In der Premier League oder auch in der Primera Division hast du auch jährlich (vor allem von Barcelona aus) solche Abschlachtungen. Dieses 9:2 war eher Hamburgs total passives Spiel. Solche Gegner hat Bayern nicht oft und HSV schlug sich in vorherigen Spielen recht gut, wenn ich auch an den Sieg gegen Dortmund erinnern darf.

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@Palladino



Das sind sehr interessante Ansätze die ihr nennt und auf die will ich eingehen. Palladino gegen Esseker, ein Klassiker von dem man im Sportforum noch in zehn Jahren reden wird :D

Palladino mein Freund, Fakt ist, dass die deutschen Teams, bzw. die Bundesliga als ganzes in den letzten 3-4 Jahren gerade International viel Boden gut gemacht hat und den Abstand zur Weltspitze verkürzt hat (in den 90er Jahren war die BuLi international gesehen, ein Witz). Im Gegenzug haben die italienischen Vereine (mit Aussnahmen) Boden verloren, wenn man die Vergleiche mit den glorreichen 80- und 90er Jahren zieht. Jedoch würde ich nun nicht so weit gehen zu sagen, dass die BuLi in der "Spitze" absolut deutlich besser sind als Serie A Klubs.

Klar, die pro BuLi-Liga argumentieren richtig, dass sie die besseren Stadien, mehr Talente (wobei sich Italien nicht verstecken muss) und zurzeit besser wirtschaften, jedoch gibt es einen entscheidenden Nachteil für michl: nämlich, die Serie A hat konstantere und bessere Spitzen Teams, also ist in der "Top 5 - 6" einfach besser und breiter aufgestellt, wenn man sich die letzten paar Jahre zurück anschaut. Ich behaupte sogar, dass in der Bundeslige mittlerweile die besseren Spieler spielen, also mehr Stars als in der Serie A, jedoch sind diese zu breit über alle Vereine verstreut. Das liegt einerseits mit den Möglichkeiten der Vergangenheit (die Umsätze von Serie A Vereinen waren früher mit die höchsten weltweit, was ja mittlerweise nicht mehr so ist) und auch an der "Finanzmoral", dass ital. Vereine in höchstem Masse überschuldet (genau wie die spanischen) sind und trotzdem teilweise mehr Geld für Ablöse und Gehalt ausgeben als deutsche Vereine.

Nicht falsch verstehen Palladino, die haben zwar mit Bayern die absolut beste Mannschaft (da kommt Milan und auch Inter nicht ran, Juventus eher noch), jedoch ist dahinter lediglich Dortmund zu nennen, die man aktuell als "deutsches Top" Team werten kann. Schalke 04 sehe ich eher auf der Stufe von Leverkusen. Zwar ist in Deutschland der Anfang mit Dortmund als 2. bestes Top Team gemacht, jedoch bauchen die "zwingend" zwei weitere Vereine, die in diese Riege aufsteigen.

Die Definition für ein Top Team ist natürlich schwierig, jedoch sind meine Kriterien folgende:
- Traditionsverein mit grossen Erfolgen und somit grosse Fanbasis und (int.) Bekanntheit
- Grosse Stadt und grosses Einzugsgebiet
- Grosses Stadion
- wirtschaftlich starke Möglichkeiten

Wenn man beispielsweise die Vereine in Deutschland (Bayern, Dortmund, Schalke, Leverkusen, Hannover, Stuttgart) und Italien im oberen drittel Vergleicht (Milan, Inter, Juve, AS Rom, Lazio Rom, Neapel) treffen (meine) 4 Kriterien nur bedingt auf auf die Deutschen Teams zu, jedoch eher auf die italienischen. Vor allem der 2. Punkt, spricht für Italien, denn alle aufgezählten Vereine kommen aus Millionenstädten und somit aus den 4 grössten Städten in Italien wohingegen in Deutschland von den Top 4 Städten (Berlin, Hamburg, München, Köln) lediglich München dabei ist.

Gut, auf der anderen Seite kann man sagen, sind Städte wie Stuttgart, Dortmund und Hannover mit um den 500-600.000 Einwohnern nicht viel kleiner, jedoch trifft gerade der erste und vierte Punkt nicht auf Hannover und Stuttgart zu. Leverkusen hat ganz einfach nicht die Infrastruktur (Stadion, Fans, eher kleine Stadt und grosse regionale Konkurenz Köln ^^) dazu. Schalke (Stadt Gelsenkirchen) ist zwar relativ klein, hat aber eine gigantische treue Fan-Basis, mit international grosser Bekanntheit, bzw. entsprechend grosse finanzielle Möglichkeiten. Bei Stuttgart verstehe ich bis heute nicht, warum die so wenig aus Ihren Möglichkeiten machen (wirtschaftlich einer der reichsten Gebiete in ganz Europa, grosse Fanbasis, keine regionale Konkurenz, grosses Einzugsgebiet, tolle Jugendarbeit). Schwaben halt ^^

Fakt ist, die Deutschen brauchen neben Bayern und Dortmund 2 weitere Big Player. Am ehesten traue ich dies Schalke, Stuttgart und Hamburg zu, aber noch sind sie nicht so weit. Und man darf nicht vergessen, dass in den letzten 10 Jahren Deutschland als konkurrenzfähige Mannschaft in der CL nur den FC Bayern zu bieten hatte, während stets mindestens eine Mannschaft aus dem italienischen Triumvirat Juve, Milan und Inter zumindest als Mitfavorit auf den CL-Sieg gehandelt werden konnte.

Dinarski Vuk, die deutschen Vereinsführungen haben ein klares Motto: "Nicht mehr Geld ausgeben, wie man kann" und das ist bei italienischen oder spanischen und vor allem englischen Mannschaften nicht der Fall. Seit je und eh waren die deutschen Vereine "die Geizigen". FC Bayern war immer ein finanzstarker Verein gab aber erst die letzten Jahre viel Geld für Ribery, Robben, Gomez oder Martinez aus mit Ablösesummen worüber Barcelona und Co. lachen würden. Die Bundesliga war eben nie eine geldausgebende Liga für Spieler, sondern konzentrierte sich immer für Qualität in den Stadien und Sicherheit und erst jetzt wollte der FC Bayern mal viel Geld ausgeben.
Man sah es ja bei AC Milan schon kommen. Das Geld wurde knapp, auch mit einem reichen Mann wie Berlusconi, und man musste verkaufen. Sowohl Kaka, als auch Silva oder Ibrahimovic und musste auf Talente und ligainterne Spieler setzen. Alles kommt einfach zurück, diese Schulden, diese Millionenausgaben und genau da sehe ich in Zukunft auch die deutschen Vereine im Vorteil, denn sind nicht verschuldet (die meisten), haben zwar keinen Investor, setzen aber dafür wie sonst keine Liga auf Talente (vergleichsweise, wenn man die Anzahl der jungen Spieler betrachtet in allen deutschen Vereinen). Das dürfte dann wieder auftrund des Finanzreglement der UEFA die Zukunft sein und darauf baute die Bundesliga seit Jahren.

Das beste Ergebnis war letztendlich Dortmund. Die ersten Jahre in Europa verliefen überhaupt nicht gut, okay, aber Spieler reiften und punkteten auch. Man hatte eine große Anzahl an Talenten, die nicht viel Gehalt kosten und mit Real Madrid oder Manchester City mithalten konnten und Dortmund ist längst kein One-Hit-Wonder wie Stuttgart oder Wolfsburg. Darauf kann man also bauen.
 
Dinarski Vuk, die deutschen Vereinsführungen haben ein klares Motto: "Nicht mehr Geld ausgeben, wie man kann" und das ist bei italienischen oder spanischen und vor allem englischen Mannschaften nicht der Fall. Seit je und eh waren die deutschen Vereine "die Geizigen". FC Bayern war immer ein finanzstarker Verein gab aber erst die letzten Jahre viel Geld für Ribery, Robben, Gomez oder Martinez aus mit Ablösesummen worüber Barcelona und Co. lachen würden. Die Bundesliga war eben nie eine geldausgebende Liga für Spieler, sondern konzentrierte sich immer für Qualität in den Stadien und Sicherheit und erst jetzt wollte der FC Bayern mal viel Geld ausgeben.
Man sah es ja bei AC Milan schon kommen. Das Geld wurde knapp, auch mit einem reichen Mann wie Berlusconi, und man musste verkaufen. Sowohl Kaka, als auch Silva oder Ibrahimovic und musste auf Talente und ligainterne Spieler setzen. Alles kommt einfach zurück, diese Schulden, diese Millionenausgaben und genau da sehe ich in Zukunft auch die deutschen Vereine im Vorteil, denn sind nicht verschuldet (die meisten), haben zwar keinen Investor, setzen aber dafür wie sonst keine Liga auf Talente (vergleichsweise, wenn man die Anzahl der jungen Spieler betrachtet in allen deutschen Vereinen). Das dürfte dann wieder auftrund des Finanzreglement der UEFA die Zukunft sein und darauf baute die Bundesliga seit Jahren.

Absolut richtig mein Freund. Deswegen bewundere ich auch die Bundesliga so sehr, dass sie nicht den gleichen Weg einschlägt wie die PL in so hohem Masse. Seit der Jahrtausendwende hat sich auch so einiges im deutschen Fussball verändert, und heute ernten sie die Früchte ihrer Arbeit. Dein Beispiel mit dem AC Milan ist sehr passend gewählt, gibt kein geeigneteres Beispiel als dieser Klub. Jeder von uns weiss, dass für Milan Berlusconi über die Jahre hinweg mehrere hundert Millionen in Milan investiert hat. Gleiches gilt für Moratti und die Agnelli-Familie, gleiches System, nur andere Präsidenten. Das war nun mal das italienische System, wenn man so will. "Fussballverrückte" (denn das sind/waren sie wirklich) Mäzenen deckten jahrelang die Defizite der Vereine, und voila, trifft das Szenario ein, von dem du redest.

Und dann schauen alle dumm aus der Wäsche, bzw. in den letzten 5-10 Jahren haben die Defizite aber immer grössere Dimensionen angenommen und alle sind "ratlos". Aha. Die italienischen Vereine versuchten mit den englischen und spanischen Topklubs mitzuhalten und blähten ihre Gehalts-Strukturen extrem auf (gab auf Rai Uno eine grosse Debatte diesbezüglich). Gut, aber gleichzeitig blieben die Einnahmen mehr oder weniger konstant (im Gegensatz zu den Topklubs in Spanien und England). Der AC Milan konnte bsp. seit 2006 keine schwarzen Zahlen mehr präsentieren. Und selbst in den Jahren, wo vergleichsweise kleine Verluste zu Buche standen, war dies vorwiegend aufgrund von Transfereinnahmen der Fall (z.B. Sheva, Kaka etc.).

Tja, und jetzt das grosse Jammern in Italien, mittlerweile ist dieses System am Zusammenbrechen. Womit dies genau zu tun hat, ist mMn schwierig zu sagen oder einfach nicht in eingen Sätzen zu erklären. Möglich, dass es mit dem wirtschaftlichen Umfeld zu tun hat (die Berlusconis und Morattis können/wollen nicht mehr Jahr für Jahr gewaltige Defizite tragen, alles nimmt auch mal ein Ende - Verkäufe von Ibra und Thiago Silva waren nicht zufällig gewählt) oder aber die Aussicht auf das FFP bewirkt einen Druck. Für mich ist es schon kein Zufall, dass z.B. Milan und Inter ausgerechnet in der Phase den Umbruch einleiten, wo das FFP langsam zu zählen beginnt, merkt euch das.

Aber ich bin der Meinung, dass die Serie A ihre "Flaute" überwunden hat und sich überall neu aufgestellt hat. Jugendarbeit ist voll im Gange, zum Teil Infrastruktur, offensivere Taktiken (danke Prandelli).

Mittel- und längerfristig bin ich aber ziemlich optimistisch (vor allem als grosser Fan der Serie A), dass italienische Vereine gesunden können und werden. Einnahmeseitig sind mehrere Vereine sehr gut aufgestellt (in der deloitte-Rangliste sind immerhin 5 italienische Klubs vertreten, kein schlechtes Zeichen wenn man mich fragt). Mit den nun reduzierten Gehalts-Strukturen werden Milan, Juve und Inter wohl ausgeglichen wirtschaften, bzw. die Betonung sollte eher auf "müssen" liegen.

Wenn die zahlreichen Stadionprojekte (Udinese, Roma (traumhafte Planung), mit Abstrichen Inter) in den nächsten Jahren erfolgreich verfolgt werden, dann wird man auch in diesem Bereich wieder zur europäischen Spitze aufschliessen können. Gerade da liegt in Italien nämlich enormes Potential. Im Bereich der TV-Vermarktung ist man bereits gut bis sehr gut aufgestellt und im Bereich des Marketing liegt wohl bei mehreren Vereinen noch mehr drin (Milan ist da z.B. bereits relativ gut aufgestellt) - darf man eben nicht ausser Acht lassen.

Die Serie A findet weltweit grosse Beachtung (Lateinamerika und Asien) und ist weiterhin sehr beliebt, auch wenn noch die letzte Spitze wie in den 90er Jahren fehlt. Das sieht man auch am weiterhin existierenden Interesse von Investoren (aus den USA bei der Roma oder die Chinesen bei Inter). Mit Juve, Inter und Milan hat die Liga drei Vereine, die globale Marken sind. Da ist man sehr gut aufgestellt und ich glaube so schnell werden Inter oder Milan ihr Renomee auch nicht verlieren - der Glanz bleibt, ähnlich wie bei Real Madrid, trotz Jahrzehnte langer Durststrecke. Bei allem Respekt vor Dortmund oder Schalke aber um dahin zu kommen, fehlt mMn dann doch noch ein ganzes Stück weg. Mit der Roma und Napoli sind dahinter zwei Vereine mit grossem Potential. Dazu kommen dann mMn noch die Fiorentina, Lazio und Udinese, die sehr vielversprechende Tendenzen aufweisen. Dortmund muss sich konzentrieren sich da oben ganz zu festigen, nicht das man wieder für viele Jahre in eine Bedeutungslosigkeit abfällt, wie Gladbach nach den 70er Jahren.
 
Habe aber auch gehört, dass Berluconi sich nach dem FFP orientieren will für die Zukunft, somit mussten Verkäufe her von teuren Leistungsträgern. Von einem Jahr ins andere aber auf so viele Spieler verzichten zu müssen ist natürlich eine Schwierigkeit, womit die deutschen Vereine wieder im Vorteil sind, denn sowas müssen sie nicht durchleben, da sie von Anfang an danach orientiert waren. Ich bin auch davon überzeugt, dass sich die italienischen Vereine schnell erholen werden, vor allem ACM machte einen richtigen Schritt. Juventus ist sowieso ein Paradebeispiel. Keine absurd hohen Millionen transfers, fehlt nur noch dass sie wie ACM auf Talente setzen.
Für England wirds eng. Bei Spanien bleibe ich neugierig.
 
@Palladino



Das sind sehr interessante Ansätze die ihr nennt und auf die will ich eingehen. Palladino gegen Esseker, ein Klassiker von dem man im Sportforum noch in zehn Jahren reden wird :D

Palladino mein Freund, Fakt ist, dass die deutschen Teams, bzw. die Bundesliga als ganzes in den letzten 3-4 Jahren gerade International viel Boden gut gemacht hat und den Abstand zur Weltspitze verkürzt hat (in den 90er Jahren war die BuLi international gesehen, ein Witz). Im Gegenzug haben die italienischen Vereine (mit Aussnahmen) Boden verloren, wenn man die Vergleiche mit den glorreichen 80- und 90er Jahren zieht. Jedoch würde ich nun nicht so weit gehen zu sagen, dass die BuLi in der "Spitze" absolut deutlich besser sind als Serie A Klubs.

Klar, die pro BuLi-Liga argumentieren richtig, dass sie die besseren Stadien, mehr Talente (wobei sich Italien nicht verstecken muss) und zurzeit besser wirtschaften, jedoch gibt es einen entscheidenden Nachteil für michl: nämlich, die Serie A hat konstantere und bessere Spitzen Teams, also ist in der "Top 5 - 6" einfach besser und breiter aufgestellt, wenn man sich die letzten paar Jahre zurück anschaut. Ich behaupte sogar, dass in der Bundeslige mittlerweile die besseren Spieler spielen, also mehr Stars als in der Serie A, jedoch sind diese zu breit über alle Vereine verstreut. Das liegt einerseits mit den Möglichkeiten der Vergangenheit (die Umsätze von Serie A Vereinen waren früher mit die höchsten weltweit, was ja mittlerweise nicht mehr so ist) und auch an der "Finanzmoral", dass ital. Vereine in höchstem Masse überschuldet (genau wie die spanischen) sind und trotzdem teilweise mehr Geld für Ablöse und Gehalt ausgeben als deutsche Vereine.

Nicht falsch verstehen Palladino, die haben zwar mit Bayern die absolut beste Mannschaft (da kommt Milan und auch Inter nicht ran, Juventus eher noch), jedoch ist dahinter lediglich Dortmund zu nennen, die man aktuell als "deutsches Top" Team werten kann. Schalke 04 sehe ich eher auf der Stufe von Leverkusen. Zwar ist in Deutschland der Anfang mit Dortmund als 2. bestes Top Team gemacht, jedoch bauchen die "zwingend" zwei weitere Vereine, die in diese Riege aufsteigen.

Die Definition für ein Top Team ist natürlich schwierig, jedoch sind meine Kriterien folgende:
- Traditionsverein mit grossen Erfolgen und somit grosse Fanbasis und (int.) Bekanntheit
- Grosse Stadt und grosses Einzugsgebiet
- Grosses Stadion
- wirtschaftlich starke Möglichkeiten

Wenn man beispielsweise die Vereine in Deutschland (Bayern, Dortmund, Schalke, Leverkusen, Hannover, Stuttgart) und Italien im oberen drittel Vergleicht (Milan, Inter, Juve, AS Rom, Lazio Rom, Neapel) treffen (meine) 4 Kriterien nur bedingt auf auf die Deutschen Teams zu, jedoch eher auf die italienischen. Vor allem der 2. Punkt, spricht für Italien, denn alle aufgezählten Vereine kommen aus Millionenstädten und somit aus den 4 grössten Städten in Italien wohingegen in Deutschland von den Top 4 Städten (Berlin, Hamburg, München, Köln) lediglich München dabei ist.

Gut, auf der anderen Seite kann man sagen, sind Städte wie Stuttgart, Dortmund und Hannover mit um den 500-600.000 Einwohnern nicht viel kleiner, jedoch trifft gerade der erste und vierte Punkt nicht auf Hannover und Stuttgart zu. Leverkusen hat ganz einfach nicht die Infrastruktur (Stadion, Fans, eher kleine Stadt und grosse regionale Konkurenz Köln ^^) dazu. Schalke (Stadt Gelsenkirchen) ist zwar relativ klein, hat aber eine gigantische treue Fan-Basis, mit international grosser Bekanntheit, bzw. entsprechend grosse finanzielle Möglichkeiten. Bei Stuttgart verstehe ich bis heute nicht, warum die so wenig aus Ihren Möglichkeiten machen (wirtschaftlich einer der reichsten Gebiete in ganz Europa, grosse Fanbasis, keine regionale Konkurenz, grosses Einzugsgebiet, tolle Jugendarbeit). Schwaben halt ^^

Fakt ist, die Deutschen brauchen neben Bayern und Dortmund 2 weitere Big Player. Am ehesten traue ich dies Schalke, Stuttgart und Hamburg zu, aber noch sind sie nicht so weit. Und man darf nicht vergessen, dass in den letzten 10 Jahren Deutschland als konkurrenzfähige Mannschaft in der CL nur den FC Bayern zu bieten hatte, während stets mindestens eine Mannschaft aus dem italienischen Triumvirat Juve, Milan und Inter zumindest als Mitfavorit auf den CL-Sieg gehandelt werden konnte.

CL-Sieg 97 Borussia Dortmund, 96 Uefa-Cup Sieg Bayern, 97 Uefa-Cup Sieg Schalke.

Nationalspieler aus Brasilien Jorginho, Carlos Dunga, Paulo Sergio, Elber, Emerson, Ze Roberto
Argentinien Basualdo, Rodriguez
Portugal: Paulo Sousa
Frankreich Lizarazu, Djorkaeff
Niederlande: Mulder, Jan Wouters

Also ich bin der Meinung unter dem Begriff Witz stelle ich mir etwas anderes vor, es war nur eben so, dass anstatt der Premier League die Serie A Nr.1 gewesen ist und dann kam die spanische Liga und die Bundesliga war in etwa auf einem Level mit der PL wobei diese dabei gewesen ist ab der Jahrtausendwende die Bundesliga zu überholen.
Dazu muss man sagen, dass die französische Liga mit Monaco, Marseille und Paris zwischenzeitlich gut in Europa dabei gewesen ist und natürlich nicht zu vergessen Ajax die ebenso die CL gewannen.

Vor allem was brasilianische Spieler angeht war die Bundesliga in den 90er Jahren viel besser als heutzutage, da Bayer Leverkusen diesbezüglich nicht mehr so aktiv ist auf diesem Markt wie noch vor einigen Jahren.
 
Die Serie A findet weltweit grosse Beachtung (Lateinamerika und Asien) und ist weiterhin sehr beliebt, auch wenn noch die letzte Spitze wie in den 90er Jahren fehlt. Das sieht man auch am weiterhin existierenden Interesse von Investoren (aus den USA bei der Roma oder die Chinesen bei Inter). Mit Juve, Inter und Milan hat die Liga drei Vereine, die globale Marken sind. Da ist man sehr gut aufgestellt und ich glaube so schnell werden Inter oder Milan ihr Renomee auch nicht verlieren - der Glanz bleibt, ähnlich wie bei Real Madrid, trotz Jahrzehnte langer Durststrecke. Bei allem Respekt vor Dortmund oder Schalke aber um dahin zu kommen, fehlt mMn dann doch noch ein ganzes Stück weg. Mit der Roma und Napoli sind dahinter zwei Vereine mit grossem Potential. Dazu kommen dann mMn noch die Fiorentina, Lazio und Udinese, die sehr vielversprechende Tendenzen aufweisen. Dortmund muss sich konzentrieren sich da oben ganz zu festigen, nicht das man wieder für viele Jahre in eine Bedeutungslosigkeit abfällt, wie Gladbach nach den 70er Jahren.


Dortmund oder Schalke werden nie auf einer Stufe mit Inter Mailand oder dem AC Mailand sein, das sind weltbekannte Großklubs, auf jedem Teil der Welt kennt man diese Vereine, ähnlich verhält es sich mit Real Madrid, Barcelona oder Manchester United. Solche Klubs haben überall ihre Anhänger. Zumal Inter und AC nicht Ewigkeiten in einer Umbruchphase stecken werden (ja momentan ist man vielleicht etwas schwächer als Bayern, das wird aber nicht Ewigkeiten dauern, darauf kannst du dich verlassen, Juventus ist es ganz gewiss nicht). Wir werden ja sehen, wie Milan nächstes Jahr in der Champions League sein wird. Inter Mailand hat ebenfalls einen Umbruch vollzogen, sowas braucht eben Zeit, man hat aber sich ein sehr gutes Gerüst aufgebaut. Aber es geht ja wie gesagt auch um Merchandiseverkauf und vieles mehr und da können weder der BVB noch Schalke noch ein HSV je auf dauerhafter Basis mithalten. Ähnlich verhält es sich aber auch mit der Qualität solcher Mannschaften, Dortmund wird irgendwann wieder verschwinden (bzw. sind sie ja nur in dieser einen Saison in einem Viertelfinale, wer weiss wie es nächstes Jahr aussieht) und auch Schalke hat immer wieder schlechte Jahre in europäischen Wettbewerben. Milan und Inter hingegen werden sich irgendwann wieder an die Spitze orientieren können, wie es auch Juventus nach einigen Jahren Durststrecke tat. Napoli etabliert sich jetzt seit ein paar Jahren regelmäßig in den Top 6 der Liga und Esseker, deine Aussage mit Napoli ist eben nicht ganz richtig, man schied letztes Jahr im Achtelfinale nur sehr unglücklich aus, gegen Chelsea. Vuk, aber ich glaube fast, dass Milan oder Inter global gesehen auch beliebter sind als Bayern, nein ich weiss es sogar. Aber darum geht es ja auch nicht, der Grundstein dieses Beitrages ist, dass diese aufgezählten Mannschaften von dir zwar nette Teams und Vereine sein mögen, aber eben einfach nicht auf einem Level mit genannten Klubs sind (auf Dauer betrachtet), selbst ein Team wie der AS Rom hat eine unwarscheinlich gute Popularität.

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CL-Sieg 97 Borussia Dortmund, 96 Uefa-Cup Sieg Bayern, 97 Uefa-Cup Sieg Schalke.

Nationalspieler aus Brasilien Jorginho, Carlos Dunga, Paulo Sergio, Elber, Emerson, Ze Roberto
Argentinien Basualdo, Rodriguez
Portugal: Paulo Sousa
Frankreich Lizarazu, Djorkaeff
Niederlande: Mulder, Jan Wouters

Also ich bin der Meinung unter dem Begriff Witz stelle ich mir etwas anderes vor, es war nur eben so, dass anstatt der Premier League die Serie A Nr.1 gewesen ist und dann kam die spanische Liga und die Bundesliga war in etwa auf einem Level mit der PL wobei diese dabei gewesen ist ab der Jahrtausendwende die Bundesliga zu überholen.
Dazu muss man sagen, dass die französische Liga mit Monaco, Marseille und Paris zwischenzeitlich gut in Europa dabei gewesen ist und natürlich nicht zu vergessen Ajax die ebenso die CL gewannen.

Vor allem was brasilianische Spieler angeht war die Bundesliga in den 90er Jahren viel besser als heutzutage, da Bayer Leverkusen diesbezüglich nicht mehr so aktiv ist auf diesem Markt wie noch vor einigen Jahren.


wenn man nach den Titel geht hast du eigentlich absolut recht und damals gehörte Dortmund wirklich zu den besten Teams in Europa, bzw. stellten sie das jahrelang unter beweis, als man immer recht weit vorstieß, das sieht heute meiner Meinung nach schon anders aus. Auch mit der Qualität der Einzelspieler stimme ich dir zu, die war damals um einiges besser. Ich meine Carlos Dunga wurde immerhin Weltmeister und spielte damals meines Wissens nach eine wichtige Rolle Vorallem waren das, wenn man von 2001 absieht die letzten Titel, die die BL geholt hat.
 
Es geht ja nicht um Beliebtheit, Palladino, sondern um den jetzigen und zukünftigen Erfolg.
 
Es geht ja nicht um Beliebtheit, Palladino, sondern um den jetzigen und zukünftigen Erfolg.


Die Beliebtheit ist ein Garant für Erfolg in der Vergangenheit, in der Gegenwart und besonders in der Zukunft mein Freund und momentan machen das Inter und Milan schon recht geschickt, ich mach mir da überhaupt keine Sorgen in der Zukunft. Und wenn es um die Zukunft geht, Weder Schalke noch der BVB können ihre Spieler bei ernsthaften Angeboten halten, Milan oder Inter könnten das finanziell gesehen sehr wohl, klar, Milan verkaufte Silva und Ibrahimovic, nun halte dir aber mal folgendes vor Augen: Ibrahimovic 31 und Silva 27, für beide zusammen gab es weit über 60 Millionen Euro Ablöse und gerade für einen 31 jährigen, wie genial er als Spieler auch sein mag, ist das mehr als viel Geld.
 
Dortmund oder Schalke werden nie auf einer Stufe mit Inter Mailand oder dem AC Mailand sein, das sind weltbekannte Großklubs, auf jedem Teil der Welt kennt man diese Vereine, ähnlich verhält es sich mit Real Madrid, Barcelona oder Manchester United. Solche Klubs haben überall ihre Anhänger. Zumal Inter und AC nicht Ewigkeiten in einer Umbruchphase stecken werden (ja momentan ist man vielleicht etwas schwächer als Bayern, das wird aber nicht Ewigkeiten dauern, darauf kannst du dich verlassen, Juventus ist es ganz gewiss nicht). Wir werden ja sehen, wie Milan nächstes Jahr in der Champions League sein wird. Inter Mailand hat ebenfalls einen Umbruch vollzogen, sowas braucht eben Zeit, man hat aber sich ein sehr gutes Gerüst aufgebaut. Aber es geht ja wie gesagt auch um Merchandiseverkauf und vieles mehr und da können weder der BVB noch Schalke noch ein HSV je auf dauerhafter Basis mithalten. Ähnlich verhält es sich aber auch mit der Qualität solcher Mannschaften, Dortmund wird irgendwann wieder verschwinden (bzw. sind sie ja nur in dieser einen Saison in einem Viertelfinale, wer weiss wie es nächstes Jahr aussieht) und auch Schalke hat immer wieder schlechte Jahre in europäischen Wettbewerben. Milan und Inter hingegen werden sich irgendwann wieder an die Spitze orientieren können, wie es auch Juiventus nach einigen Jahren Durststrecke tat. Napoli etabliert sich jetzt seit ein paar Jahren regelmäßig in den Top 6 der Liga und Esseker, deine Aussage mit Napoli ist eben nicht ganz richtig, man schied letztes Jahr im Achtelfinale nur sehr unglücklich aus, gegen Chelsea. Vuk, aber ich glaube fast, dass Milan oder Inter global gesehen auch beliebter sind als Bayern.

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wenn man nach den Titel geht hast du eigentlich absolut recht und damals gehörte Dortmund wirklich zu den besten Teams in Europa, bzw. stellten sie das jahrelang unter beweis, als man immer recht weit vorstieß, das sieht heute meiner Meinung nach schon anders aus. Auch mit der Qualität der Einzelspieler stimme ich dir zu, die war damals um einiges besser. Ich meine Carlos Dunga wurde immerhin Weltmeister und spielte damals meines Wissens nach eine wichtige Rolle

Und Dunga spielte nur bei Stuttgart, früher hat die Bundesliga viel bessere Spieler aus Südamerika gekauft als heute und damals gab es neben Bayern eben noch Dortmund danach noch Leverkusen die zumindest mal ins CL-Finale gekommen sind, heutzutage ist schon das Viertelfinale oder Halbfinale ein Erfolg für deutsche Teams ebenso bei der Nationalmannschaft das hat man früher eben nicht gefeiert.

Früher hatten die deutschen Teams eine andere Moral sie waren spielerisch zwar nicht auf dem Level wie die spanischen Topteams oder die italienischen aber die Einstellung war eine andere nur deswegen konnten Dortmund und Schalke dementsprechend gegen Juventus und Inter 1997 gewinnen.

Heutzutage spielen halt in der Bundesliga mehr Niederländer oder Kroaten beispielsweise als früher aber man kann jetzt darüber streiten ob die niederländische Nationalmannschaft so viel besser zur Zeit ist als früher.

Ich sehe was Stars angeht die Serie A und Bundesliga gleichauf, weil die Serie A gerade diese Saison viele Stars verloren hat vor allem Milan mit Silva und Ibrahimovic.

Taktisch sieht das bei den Bundesligavereinen tatsächlich sehr oft durcheinander aus, man spielt eben schnell und offensiv nach vorne, das ist in der Serie A anders, da ist das Spieltempo teilweise niedriger bei den Teams im Mittelfeld aber dafür taktisch besser und geordneter.

Deswegen ist auch das Spiel Juventus gegen Bayern diesbezüglich ein guter Vergleich inwiefern die deutschen Spitzenteams die Cleverness und taktische Fähigkeiten besitzen ebenbürtige Gegner zu besiegen, denn genau diese taktischen Defizite waren es weshalb Chelsea beispielsweise letztes Jahr noch den Ausgleich im CL-Finale geschafft hat und Bayern das Spiel nicht gewonnen hat bzw. es kommt noch hinzu dass sie Angst hatten das Spiel zu gewonnen sprich die Moral und das war in den 90er Jahren bei deutschen Mannschaften anders.
 
Die Beliebtheit ist ein Garant für Erfolg in der Vergangenheit, in der Gegenwart und besonders in der Zukunft mein Freund und momentan machen das Inter und Milan schon recht geschickt, ich mach mir da überhaupt keine Sorgen in der Zukunft. Und wenn es um die Zukunft geht, Weder Schalke noch der BVB können ihre Spieler bei ernsthaften Angeboten halten, Milan oder Inter könnten das finanziell gesehen sehr wohl, klar, Milan verkaufte Silva und Ibrahimovic, nun halte dir aber mal folgendes vor Augen: Ibrahimovic 31 und Silva 27, für beide zusammen gab es weit über 60 Millionen Euro Ablöse und gerade für einen 31 jährigen, wie genial er als Spieler auch sein mag, ist das mehr als viel Geld.

Naja, nicht wirklich. Sevilla oder Liverpool sind auch beliebt und dennoch sind sie nicht erfolgreich, Shakhtar und Zenit sind wiederum nicht so beliebt und dennoch erfolgreich (zumindest gewesen). Und das mit den Finanzen ist ja eben so ne Sache. Die deutschen Vereine sind im Kommen, Gehälter können durch jahrelang geschickter Finanzführung angepasst werden, auch ohne Investor und Talente hat man dank bundesweiter Förderung mehr als nur genug, womit man eigentlich auch nur zusehen muss, dass die Bundesliga attraktiv genug bleibt, was Qualität angeht um diese Spieler halten zu können.
 
Tut mal nicht so, als wäre die Bundesliga und deren Vereine außerhalb Europas nicht angesehen und beliebt.

Das Eröffnungsspiel der Bundesliga zwischen Dortmund und Hamburg wurde in 202 Ländern übertragen und erreichte Rekordquoten. Ich bin auf diversen internationalen Foren angemeldet (Redcafe.net = Manchester Utd. Forum ; insidehoops.com = NBA-Forum), wo Engländer und Amis die Bundesliga und den BVB mit Lobeshymnen überrannten. Ein Freund aus Kalifornien hat sich damals ein Bayern-Klose-Trikot gekauft!

Es gibt einfach zwei Tendenzen, die romantischen Nostalgiker, die Vereinen wie Juventus, AC und Inter erlegen sind, und die neuen fussballbegeisterten, die die Bundesliga und die attraktiven Spielweisen von Bayern und BVB feiern. Letztere werden nach meiner Beobachtung immer mehr, die Bundesliga hat gelernt sich zu vermarkten!
 
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