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Nix da mit Kosova Republik

(den titel nicht so ernst nehmen :toothy2: )



New York (Reuters) - Die Chefanklägerin des UN-Kriegsverbrechertribunals in Den Haag, Carla del Ponte, hat sich für einen Aufschub der Entscheidung über den zukünftigen Status des Kosovo ausgesprochen.

Eine unmittelbare Entscheidung über eine Unabhängigkeit der südserbischen Provinz drohe die Fahndung nach mutmaßlichen Kriegsverbrechern aus den Balkan-Kriegen der 90er Jahre zu erschweren, sagte Del Ponte am Montag in New York. Grund sei der politische Wirbel in Serbien, der von dem Streit ausgehe. Zuvor hatte sie letztmals vor ihrem Mandatsende Mitte September den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen informiert.

Im UN-Sicherheitsrat wird derzeit über einen Vorschlag des finnischen Vermittlers Martti Ahtisaari beraten, nach dem das mehrheitlich von Albanern bewohnte Kosovo unabhängig werden soll. Die Regierung in Belgrad lehnt dies strikt ab und hat den Kosovo-Albanern eine weitgehende Autonomie in Aussicht gestellt. Die Provinz steht seit 1999 unter UN-Verwaltung. Zuvor hatte die Nato mit Luftangriffen serbische Übergriffe auf die albanisch-stämmige Bevölkerung beendet.

"Es wäre besser, wenn die Entscheidung zum Kosovo nicht jetzt fallen würde", sagte Del Ponte. Sie könnte die Kooperation der serbischen Behörden beeinträchtigen. Del Ponte würdigte die Zusammenarbeit mit der neuen serbischen Regierung, nachdem zuletzt zwei mutmaßliche Kriegsverbrecher festgenommen und an das Tribunal überstellt wurden. Zugleich stellte sie aber klar, die Ergreifung der beiden meistgesuchten mutmaßlichen Kriegsverbrecher, der frühere Anführer der bosnischen Serben, Radovan Karadzic und dessen Armeechef Ratko Mladic, sei unverzichtbar.

Das Tribunal in Den Haag solle denn auch so lange weiter arbeiten, wenn auch in verkleinerter Form, bis die verbliebenen vier Hauptverdächtigen verurteilt seien, sagte Del Ponte. Neben Karadzic und Mladic zählen dazu der Ex-Polizeichef von Banja Luka und spätere Karadzic-Berater, Stojan Zupljanin, und der Ex-Präsident der zeitweise abgespaltenen kroatischen Serben-Region Krajina, Goran Hadzic.
 
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