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RS General Ratko Mladić verstorben

Die Verherrlichung eines verurteilten Völkermörders wie Mladic ist absolut beschämend und verhöhnt die Opfer des Völkermordes von Srebrenica. Wer mit Fackeln und Parolen auf die Straße geht, um einen Massenmörder zu feiern, hält die Region bewusst im Hass von gestern gefangen. Wahre historische Verantwortung zeigt sich in der Aufarbeitung von Gräueltaten, nicht in ihrer schamlosen Inszenierung. 🤮
Man stelle sich vor in Kroatien würde man Ante Pavelić öffentlich auf der Straße feiern und ihm huldigen !!??!! Da würde aber Vučić den Goebbels rauf und runter im serbischen TV spielen !
 
Man stelle sich vor in Kroatien würde man Ante Pavelić öffentlich auf der Straße feiern und ihm huldigen !!??!! Da würde aber Vučić den Goebbels rauf und runter im serbischen TV spielen !
Würde dies passieren, ich würde eine Gegendemo organisieren. So eine Huldigung hat in einer "normalen" Gesellschaft absolut nichts verloren. Weder war Pavelic ein Retter des Kroatentums, noch die Cetniks Beschützer von Serben und ein Mladic und Kumpane absolut keine Helden des Serbentums. Sie waren allesamt ekelhafte Massen- und Volksmörder.
 
Da gab es letztens ein Konzert mit 500.000 Teilnehmern in Zagreb ...
Ah, jetzt wird es ja richtig feierlich. Wer kennt sie nicht, die lupenreinen Helden des Antifaschismus, wie zum Beispiel Momcilo Djujic?
Es ist schon eine beachtliche kognitive Meisterleistung, sich über die faschistische Symbolik bei einem Thompson-Konzert zu empören, während man gleichzeitig einen Cetnik-Kommandanten als Helden verehrt, dessen Truppen im Zweiten Weltkrieg ganz offiziell und harmonisch mit den italienischen Faschisten und Nazi-Besatzern kollaboriert haben.
Aber klar, die Morde und Vertreibungen von Kroaten und Muslimen durch Djujics Einheiten waren wahrscheinlich nur "patriotische Brauchtumspflege“. Dass er 1989 kurz vor dem Zerfall Jugoslawiens auch noch Seselj zum Cetnik-Führer ernannt hat, war sicher auch nur ein Akt der Nächstenliebe.
Sich über kroatischen Nationalismus aufzuregen, während man selbst Djujic huldigt, ist genau der Humor, wegen dem die Vergangenheitsbewältigung in der Region seit Jahrzehnten so fantastisch funktioniert.
Abgesehen davon, weil ein überteuertes Rockkonzert mit historisch verwirrten Fans und juristischen Grauzonen absolut dasselbe ist wie das offizielle, staatlich gedeckte Abfeiern eines UN-verurteilten Völkermörders.
Glückwunsch zu diesem genialen Vergleich. Wer kennt sie nicht, die exakte Parallele zwischen einem umstrittenen Sänger, den ich ständig als Faschisten bezeichne, dessen Texte sich hinter dem Deckmantel des "90er-Jahre-Patriotismus verstecken" und dem systematischen Abschlachten von über 8.000 Menschen in Srebrenica, für das Mladic im Gefängnis saß?
Natürlich ist Thompson ein massives Problem für die kroatische Vergangenheitsbewältigung. Aber der feine Unterschied ist, wenn in Zagreb jemand mit dem echten Pavelic-Plakat durch die Straßen zieht, rückt die Polizei an. Wenn in der Republika Srpska oder in Serbien, Mladic gefeiert wird, klatscht die politische Führung im Festzelt Beifall.
Aber Hauptsache, das serbische Staatsfernsehen hat wieder genug Material, um vom eigenen, staatlich verordneten Geschichtsrevisionismus abzulenken. Am besten spielen wir das Spiel "Wer hat die schlimmeren Extremisten“ einfach ewig weiter, dann muss sich praktischerweise niemand mit den eigenen Kriegsverbrechen auseinandersetzen und du weiterhin den Massenmörder Djujic als Helden abfeiern.
 
In Belgrad erleuchteten auf der Brankov-Brücke über der Save zahlreiche Fackeln den Abend – zu Ehren von Ratko Mladić.



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Zeigt gut dass bestimmte Bereiche des West-Balkans immer noch ein stinkendes Loch ohne Zukunft sind.

"Ratko hat 8000 Männer in Srebrenica umbringen lassen." "Ja, was ein geiler Typ !"
 
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