Yusuf Demir ist leider ähnlich wie Arda Güler in den Himmel gelobt worden.
Die Wandlung des Wunderkinds: Warum Yusuf Demir bei Rapid wieder aufblüht
Nach schwierigen Jahren geigt der 23-Jährige in Österreich auf. Rapid-Sportchef Katzer: "Ihm war extrem bewusst, dass das die Chance seines Fußballerlebens ist"
Manchmal entscheiden im Sport Millimeter. Über Sieg oder Niederlage, über Triumph oder Tränen. Oder über den Start einer großen Karriere. Rapids Yusuf Demir hatte die Millimeter nicht immer auf seiner Seite.
23. November 2021. Der FC Barcelona empfängt in der Gruppenphase der Champions League Benfica Lissabon. In der Startelf: ein 18-jähriger Wiener, der als Leihspieler des SK Rapid bei einem der größten Fußball-Klubs der Welt aufgeigt und sich kurz vor der Pause ein Herz nimmt. Aus 15 Metern zieht Demir mit seinem starken linken Fuß ab, zirkelt den Ball aufs lange Eck – und trifft die Latte. Benfica-Goalie Odisseas Vlachodimos wäre chancenlos gewesen. Doch das Spiel endet 0:0. Ein Sieg hätte Barça ins Achtelfinale gebracht. Und Demir wäre der gefeierte Held gewesen. Ein paar Millimeter haben gefehlt.
Später verlor Barcelona 0:3 gegen die Bayern und musste in die Europa League absteigen. Es war Demirs neunter Einsatz für die hochverschuldeten Katalanen, ab dem zehnten hätte er für zehn Millionen Euro fix verpflichtet werden müssen. Dazu kam es nicht. Nach einem halben Jahr ging es zurück nach Wien – und danach bergab. Das Wunderkind konnte die von ihm erhofften, ja fast schon erwarteten Wunder nicht vollbringen. Nach drei erfolglosen Jahren in der Türkei und der Schweiz galt Demir schon als gescheitert. "Absturz von Ex-Barça-Juwel immer schlimmer", titelte die Bild-Zeitung noch im Februar 2026. Doch er ist wieder da. Und wie. Das ist seine Geschichte.
"Austrian Messi"
Rapid marschiert aktuell durch die österreichische Bundesliga. Elf Spiele, zehn Siege, 33:9 Tore. Die Hütteldorfer sind Tabellenführer, drei Punkte vor Salzburg. Dem Stadtrivalen ist man enteilt, nach dem 2:0-Erfolg im Wiener Derby liegt Rapid 23 Punkte vor der Austria.
www.derstandard.at
Die Wandlung des Wunderkinds: Warum Yusuf Demir bei Rapid wieder aufblüht
Nach schwierigen Jahren geigt der 23-Jährige in Österreich auf. Rapid-Sportchef Katzer: "Ihm war extrem bewusst, dass das die Chance seines Fußballerlebens ist"
Manchmal entscheiden im Sport Millimeter. Über Sieg oder Niederlage, über Triumph oder Tränen. Oder über den Start einer großen Karriere. Rapids Yusuf Demir hatte die Millimeter nicht immer auf seiner Seite.
23. November 2021. Der FC Barcelona empfängt in der Gruppenphase der Champions League Benfica Lissabon. In der Startelf: ein 18-jähriger Wiener, der als Leihspieler des SK Rapid bei einem der größten Fußball-Klubs der Welt aufgeigt und sich kurz vor der Pause ein Herz nimmt. Aus 15 Metern zieht Demir mit seinem starken linken Fuß ab, zirkelt den Ball aufs lange Eck – und trifft die Latte. Benfica-Goalie Odisseas Vlachodimos wäre chancenlos gewesen. Doch das Spiel endet 0:0. Ein Sieg hätte Barça ins Achtelfinale gebracht. Und Demir wäre der gefeierte Held gewesen. Ein paar Millimeter haben gefehlt.
Später verlor Barcelona 0:3 gegen die Bayern und musste in die Europa League absteigen. Es war Demirs neunter Einsatz für die hochverschuldeten Katalanen, ab dem zehnten hätte er für zehn Millionen Euro fix verpflichtet werden müssen. Dazu kam es nicht. Nach einem halben Jahr ging es zurück nach Wien – und danach bergab. Das Wunderkind konnte die von ihm erhofften, ja fast schon erwarteten Wunder nicht vollbringen. Nach drei erfolglosen Jahren in der Türkei und der Schweiz galt Demir schon als gescheitert. "Absturz von Ex-Barça-Juwel immer schlimmer", titelte die Bild-Zeitung noch im Februar 2026. Doch er ist wieder da. Und wie. Das ist seine Geschichte.
"Austrian Messi"
Rapid marschiert aktuell durch die österreichische Bundesliga. Elf Spiele, zehn Siege, 33:9 Tore. Die Hütteldorfer sind Tabellenführer, drei Punkte vor Salzburg. Dem Stadtrivalen ist man enteilt, nach dem 2:0-Erfolg im Wiener Derby liegt Rapid 23 Punkte vor der Austria.
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