Wenn ein Kommunistenopfer Arik, der sich Kemalist und Nationalist nennt, was er ganz bestimmt nicht ist, als Freiheitskämpfer darstellt, dann ist man sich klar im BF zu sein,ü. Lube von Tag zu Tag kommst du mir dümmer vor.
Woher willst du wissen, dass er Kommunist ist? Er hat sich in seinen Interviews zum Thema Kemalismus positiv auf den türkischen Laizismus berufen. Desweiteren hat er von der modernen Türkei gesprochen, in der er sich positiv auf die Demokratie bezogen hat.
Er ist ein befürworter der Demokratie und der Menschenrechte. Das ist sein Standpunkt und den hat er unmißverständlich zum Ausdruck gebracht.
[h=3]Die Republik[/h]Das Verhältnis des Staates zur islamischen Religion hat sich unter dem ersten türkischen Präsidenten
Mustafa Kemal Atatürk grundlegend geändert. Es wurde der
Laizismus (
türkisch laîklik) eingeführt mit strikter
Trennung von Religion und Staat, was zur Folge hatte, dass die
Kemalisten unter Mustafa Kemal Atatürk die Religionsausübung vollständig kontrollierten. Die Reformen Atatürks gewährleisteten den
Aleviten Religionsfreiheit, die Sufi-Orden jedoch wurden verboten. Ebenso erging es den
Bektaschi, deren heutiges Zentrum nun in Albanien liegt. Zum ersten Mal jedoch wurde explizit jeder Staatsbürger unabhängig von seiner Religion als gleichwertiger Bürger betrachtet.
Durch den
Vertrag von Lausanne von 1923 erhielten auch die griechisch-orthodoxen und armenisch-apostolischen Christen sowie die Juden in der Türkischen Republik gewisse Kollektivrechte. 1928 ließ Atatürk die Stellung des Islam als Staatsreligion aus der Verfassung streichen und den Laizismus als politischen Grundsatz des türkischen Staates einführen. Im Zuge des Modernisierungsprozesses wurden nach und nach religiöse Kleidung (
Kopftuch,
Turban,
Fès und
Schleier) aus dem Alltag verbannt und europäische Kleidung propagiert (siehe auch
Hutreform). Auch wurden Mann und Frau rechtlich gleichgestellt, was auf die Zurückdrängung des starken religiösen Einflusses auf Staat und Gesellschaft abzielte. Bereits 1925 wurde die
Scharia, das islamische Recht, in der Türkei vollständig abgeschafft.
Nach dem Tode Atatürks wurden einige gesellschaftspolitische Reformen rückgängig gemacht. Seit den 1970er Jahren breitet sich zudem in der Türkei ein konservativer und puritanischer Islam aus, Islamisten erhalten seither immer größeren Einfluss.[SUP]
[24][/SUP] Nach mehreren Gewaltakten gegen
Christen in der Türkei (siehe
Christenverfolgung), wie dem
Pogrom von Istanbul, sowie der Auswanderung der Juden nach
Israel kam hingegen das kulturell einst reiche christliche und jüdische Leben in der Türkei praktisch bis heute zum Erliegen. Des Weiteren waren und sind
Aleviten häufig Angriffsziele für konservative Muslime und Opfer von Diskrimierungen vom türkischen Staat.[SUP]
[25][/SUP] Auch Pogrome (
Pogrom von Maras,
Pogrom von Corum) und Anschläge (
Brandanschlag von Sivas) sind hier zu erwähnen.