200 Serben möchten bei der Kosovo Polizei arbeiten Montag, 22. Juni 2009 um 12:13 Uhr
Nach der Unabhängigkeitsverkündung des Kosovo, boykottierten rund 300 serbische Polizisten ihre Arbeit bei der kosovarischen Polizei. Ihre Löhne wurden jedoch weiterhin bezahlt in der Hoffnung, dass sie doch noch ihre Arbeit aufnehmen werden. Als diese Bemühungen nicht ihren gewünschten Effekt erzielten, wurde ihnen eine Frist bis zum 30. Juni gesetzt. Bis zu dieser Frist haben die serbischen Polizisten noch die Möglichkeit an ihren alten Arbeitsplätzen zurück zu kehren. Sollte dies nicht eintreffen, so könnten schon bald 200 "neue" serbische Polizisten ihre Plätze einnehmen.
Die kosovarische Regierung und Polizei haben bereits angekündigt, dass es keine Fristverlängerung mehr geben werde. Nun bleibt den serbischen Polizisten noch eine Woche Zeit zu entscheiden, ob sie der kosovarischen Polizei beitreten möchten. Im Falle dass sie nicht an ihre alten Arbeitsplätze zurück kehren, werden die Stellen bei der Polizei für neue Angehörige der serbischen Minderheit im Kosovo ausgeschrieben.
"Das ist die letzte Entscheidung des Innenministers Zenun Pajaziti. Wir hoffen, dass unsere serbischen Kollegen während der noch verbliebenen Tage positiv antworten werden und zu den Kosovo Polizeieinheiten zurück kehren," erklärte Shpend Maxhuni, stellvertretender Generaldirektor der Kosovo Polizei.
Seit der Fristsetzung haben nur 50 serbische Polizisten ihre Arbeit bei der kosovarischen Polizei wieder aufgenommen. Mehrheitlich kamen diese aus Prishtina und Gjilan. In Graçanica hingegen, das mehrheitlich von Serben bewohnt wird, ist bisher kein Fall bekannt.
Der Chef der Polizeistation in Graçanica, Nebojsa Popovic, erklärte, dass bisher kein einziger der suspendierten Polizisten zurück gekehrt sei, bis auf drei zivile Mitarbeiter.
"Bis heute ist keiner der suspendierten serbischen Polizeibeamten zu der Polizeistation in Graçanica zurück gekehrt, abgesehen von drei zivilen Mitarbeitern. Wir haben diese Personen kontaktiert und die meisten von ihnen sagten, dass sie bis zum letzten Tag warten, nämlich den 30. Juni."
In der Polizeistation in Graçanica sind bisher 31 Polizeibeamte und 3 zivile Mitarbeiter suspendiert. In ganz Kosovo sind es ingesamt 250 Serben, die noch nicht entschieden haben, ob sie ihre Arbeitsplätze bei der Polizei des Kosovo wieder aufnehmen oder nicht.
Der Innenminister des Kosovo, Zenun Pajaziti, erklärte, dass nach erfolglosem Fristablauf eine Rekrutierung neuer Mitglieder der serbischen Volksgruppe bei der Polizei des Kosovo beginnen werde. Insgesamt sollen es 200 Serben sein, die bei der kosovarischen Polizei eingestellt sein wollen und auch werden, wenn die ehemaligen serbischen Polizeibeamten nicht ihre alten Arbeitsplätze aufnehmen.
In Prishtina ist man davon überzeugt, dass der Grund für die Suspendierung und den Boykott der Arbeitsplätze bei der kosovarischen Polizei seitens der ehemaligen serbischen Polizeibeamten, auf einen starken Druck aus Belgrad zurück zu führen ist. Eine Aufnahme des Polizeidienstes werde als indirekte Anerkennung des Kosovo als Staat gesehen.
200 Serben möchten bei der Kosovo Polizei arbeiten
Nach der Unabhängigkeitsverkündung des Kosovo, boykottierten rund 300 serbische Polizisten ihre Arbeit bei der kosovarischen Polizei. Ihre Löhne wurden jedoch weiterhin bezahlt in der Hoffnung, dass sie doch noch ihre Arbeit aufnehmen werden. Als diese Bemühungen nicht ihren gewünschten Effekt erzielten, wurde ihnen eine Frist bis zum 30. Juni gesetzt. Bis zu dieser Frist haben die serbischen Polizisten noch die Möglichkeit an ihren alten Arbeitsplätzen zurück zu kehren. Sollte dies nicht eintreffen, so könnten schon bald 200 "neue" serbische Polizisten ihre Plätze einnehmen. Die kosovarische Regierung und Polizei haben bereits angekündigt, dass es keine Fristverlängerung mehr geben werde. Nun bleibt den serbischen Polizisten noch eine Woche Zeit zu entscheiden, ob sie der kosovarischen Polizei beitreten möchten. Im Falle dass sie nicht an ihre alten Arbeitsplätze zurück kehren, werden die Stellen bei der Polizei für neue Angehörige der serbischen Minderheit im Kosovo ausgeschrieben.
"Das ist die letzte Entscheidung des Innenministers Zenun Pajaziti. Wir hoffen, dass unsere serbischen Kollegen während der noch verbliebenen Tage positiv antworten werden und zu den Kosovo Polizeieinheiten zurück kehren," erklärte Shpend Maxhuni, stellvertretender Generaldirektor der Kosovo Polizei.
Seit der Fristsetzung haben nur 50 serbische Polizisten ihre Arbeit bei der kosovarischen Polizei wieder aufgenommen. Mehrheitlich kamen diese aus Prishtina und Gjilan. In Graçanica hingegen, das mehrheitlich von Serben bewohnt wird, ist bisher kein Fall bekannt.
Der Chef der Polizeistation in Graçanica, Nebojsa Popovic, erklärte, dass bisher kein einziger der suspendierten Polizisten zurück gekehrt sei, bis auf drei zivile Mitarbeiter.
"Bis heute ist keiner der suspendierten serbischen Polizeibeamten zu der Polizeistation in Graçanica zurück gekehrt, abgesehen von drei zivilen Mitarbeitern. Wir haben diese Personen kontaktiert und die meisten von ihnen sagten, dass sie bis zum letzten Tag warten, nämlich den 30. Juni."
In der Polizeistation in Graçanica sind bisher 31 Polizeibeamte und 3 zivile Mitarbeiter suspendiert. In ganz Kosovo sind es ingesamt 250 Serben, die noch nicht entschieden haben, ob sie ihre Arbeitsplätze bei der Polizei des Kosovo wieder aufnehmen oder nicht.
Der Innenminister des Kosovo, Zenun Pajaziti, erklärte, dass nach erfolglosem Fristablauf eine Rekrutierung neuer Mitglieder der serbischen Volksgruppe bei der Polizei des Kosovo beginnen werde. Insgesamt sollen es 200 Serben sein, die bei der kosovarischen Polizei eingestellt sein wollen und auch werden, wenn die ehemaligen serbischen Polizeibeamten nicht ihre alten Arbeitsplätze aufnehmen.
In Prishtina ist man davon überzeugt, dass der Grund für die Suspendierung und den Boykott der Arbeitsplätze bei der kosovarischen Polizei seitens der ehemaligen serbischen Polizeibeamten, auf einen starken Druck aus Belgrad zurück zu führen ist. Eine Aufnahme des Polizeidienstes werde als indirekte Anerkennung des Kosovo als Staat gesehen.
200 Serben möchten bei der Kosovo Polizei arbeiten