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3,5 Millionen Muslime auf ihrem heiligen Berg
Scharen von weiss gekleideten Pilgern feierten den Höhepunkt ihrer Wallfahrt auf den Berg Arafat in Saudi-Arabien - meditierend. Hier soll der Prophet Mohammed seine letzte Predigt gehalten haben.
Mit Gebeten und Meditation haben am Donnerstag rund 3,5 Millionen Muslime in Saudi-Arabien den Höhepunkt des Hadsch gefeiert, der Wallfahrt nach Mekka. Die ganz in Weiss gekleideten Pilger versammelten sich am Donnerstag am Berg Arafat.
Dort baten sie mit dem immer wiederholten Ruf «Hier bin ich, mein Gott» um Vergebung. Auf dem Berg rund 25 Kilometer ausserhalb von Mekka soll der Prophet Mohammed der Überlieferung nach seine letzte Predigt gehalten haben.
Nach Angaben der saudischen Behörden sind unter den Wallfahrern auch mehr als 1,7 Millionen Pilger aus dem Ausland. Sie seien aus 189 Ländern angereist. Zehntausende Sicherheitskräfte sind im Einsatz.
Für die Wallfahrer steht am Freitag die symbolische Steinigung des Teufels an. Die Pilger werfen in der Stadt Mina auf dem Rückweg nach Mekka Kieselsteine auf Steinwände. Zum Abschluss der grossen jährlichen Pilgerfahrt umkreisen die Wallfahrer schliesslich den riesigen schwarzen Steinwürfel Kaaba im Hof der Grossen Moschee in Mekka.
Politik soll draussen bleiben
In Mekka werde der Syrien-Konflikt keine Rolle spielen, hatte das saudische Innenministerium vor Beginn des Hadsch betont. Wie schon nach dem Arabischen Frühling 2011 legt die Öl-Monarchie - auf deren Staatsgebiet die heiligen Stätten des Islam liegen - Wert darauf, dass sich die Pilger auf religiöse Themen konzentrieren und die Politik aussen vor lassen.
Massnahmen gegen Massenpanik hat Saudi-Arabien in den vergangenen Jahren getroffen. Nachdem 2006 mehr als 350 Menschen im Gedränge starben, ist inzwischen der gefährlichste Teil der Wallfahrtsstrecke, die Brücke bei Mina, ausgebaut worden.
Der Hadsch ist eine der fünf Säulen des Islams. Jeder fromme Muslim, der gesund ist und es sich leisten kann, sollte einmal im Leben nach Mekka pilgern.
Viertägiges Opferfest
An diesem Freitag begehen nicht nur die Wallfahrer, sondern 1,4 Milliarden Muslime weltweit das viertägige Opferfest Eid al-Adha. Zum Eid al-Adha (türkisch: Kurban Bayrami) erinnern die Muslime an die Opferbereitschaft Abrahams (arabisch: Ibrahim).
In der Türkei begannen die Feiern schon einen Tag vorher. Auf den Strassen der Metropole Istanbul herrschte am Donnerstag festliche Ruhe, während sich Familien auf die religiösen Feierlichkeiten einstimmten.
Die türkischen Behörden warnten vor dem Fest vor der privaten Schlachtung von Tieren ohne Anleitung durch einen Metzger, wie türkische Medien berichteten. Jedes Jahr werden Hunderte Menschen verletzt, die sich - ungeübt im Umgang mit dem Messer - selber schneiden oder von den Opfertieren attackiert werden.
Die Istanbuler Veterinärbehörde wollte zudem zehn Teams mit Betäubungsgewehren auf die Strassen schicken, die entlaufene Tiere einfangen sollen.
Zum Opferfest schlachtet jede fromme muslimische Familie, die es sich leisten kann, ein Tier. Beliebtestes Opfertier ist das Schaf. Es werden aber auch Rinder geschlachtet.
Auch mit Hinweis auf die Fleischhygiene versuchen die Behörden in der Türkei, wie auch in den arabischen Ländern, Schlachtungen auf Strassen und in Grünanlagen weitgehend zu unterbinden. Seit einigen Jahren drängen Supermärkte in das Geschäft mit Opfertieren und ermuntern dazu, das Ritual durch eine Spende an Hilfsorganisationen zu ersetzen.
20 Minuten Online - 3,5 Millionen Muslime auf ihrem heiligen Berg - News
Scharen von weiss gekleideten Pilgern feierten den Höhepunkt ihrer Wallfahrt auf den Berg Arafat in Saudi-Arabien - meditierend. Hier soll der Prophet Mohammed seine letzte Predigt gehalten haben.
Mit Gebeten und Meditation haben am Donnerstag rund 3,5 Millionen Muslime in Saudi-Arabien den Höhepunkt des Hadsch gefeiert, der Wallfahrt nach Mekka. Die ganz in Weiss gekleideten Pilger versammelten sich am Donnerstag am Berg Arafat.
Dort baten sie mit dem immer wiederholten Ruf «Hier bin ich, mein Gott» um Vergebung. Auf dem Berg rund 25 Kilometer ausserhalb von Mekka soll der Prophet Mohammed der Überlieferung nach seine letzte Predigt gehalten haben.
Nach Angaben der saudischen Behörden sind unter den Wallfahrern auch mehr als 1,7 Millionen Pilger aus dem Ausland. Sie seien aus 189 Ländern angereist. Zehntausende Sicherheitskräfte sind im Einsatz.
Für die Wallfahrer steht am Freitag die symbolische Steinigung des Teufels an. Die Pilger werfen in der Stadt Mina auf dem Rückweg nach Mekka Kieselsteine auf Steinwände. Zum Abschluss der grossen jährlichen Pilgerfahrt umkreisen die Wallfahrer schliesslich den riesigen schwarzen Steinwürfel Kaaba im Hof der Grossen Moschee in Mekka.
Politik soll draussen bleiben
In Mekka werde der Syrien-Konflikt keine Rolle spielen, hatte das saudische Innenministerium vor Beginn des Hadsch betont. Wie schon nach dem Arabischen Frühling 2011 legt die Öl-Monarchie - auf deren Staatsgebiet die heiligen Stätten des Islam liegen - Wert darauf, dass sich die Pilger auf religiöse Themen konzentrieren und die Politik aussen vor lassen.
Massnahmen gegen Massenpanik hat Saudi-Arabien in den vergangenen Jahren getroffen. Nachdem 2006 mehr als 350 Menschen im Gedränge starben, ist inzwischen der gefährlichste Teil der Wallfahrtsstrecke, die Brücke bei Mina, ausgebaut worden.
Der Hadsch ist eine der fünf Säulen des Islams. Jeder fromme Muslim, der gesund ist und es sich leisten kann, sollte einmal im Leben nach Mekka pilgern.
Viertägiges Opferfest
An diesem Freitag begehen nicht nur die Wallfahrer, sondern 1,4 Milliarden Muslime weltweit das viertägige Opferfest Eid al-Adha. Zum Eid al-Adha (türkisch: Kurban Bayrami) erinnern die Muslime an die Opferbereitschaft Abrahams (arabisch: Ibrahim).
In der Türkei begannen die Feiern schon einen Tag vorher. Auf den Strassen der Metropole Istanbul herrschte am Donnerstag festliche Ruhe, während sich Familien auf die religiösen Feierlichkeiten einstimmten.
Die türkischen Behörden warnten vor dem Fest vor der privaten Schlachtung von Tieren ohne Anleitung durch einen Metzger, wie türkische Medien berichteten. Jedes Jahr werden Hunderte Menschen verletzt, die sich - ungeübt im Umgang mit dem Messer - selber schneiden oder von den Opfertieren attackiert werden.
Die Istanbuler Veterinärbehörde wollte zudem zehn Teams mit Betäubungsgewehren auf die Strassen schicken, die entlaufene Tiere einfangen sollen.
Zum Opferfest schlachtet jede fromme muslimische Familie, die es sich leisten kann, ein Tier. Beliebtestes Opfertier ist das Schaf. Es werden aber auch Rinder geschlachtet.
Auch mit Hinweis auf die Fleischhygiene versuchen die Behörden in der Türkei, wie auch in den arabischen Ländern, Schlachtungen auf Strassen und in Grünanlagen weitgehend zu unterbinden. Seit einigen Jahren drängen Supermärkte in das Geschäft mit Opfertieren und ermuntern dazu, das Ritual durch eine Spende an Hilfsorganisationen zu ersetzen.
20 Minuten Online - 3,5 Millionen Muslime auf ihrem heiligen Berg - News