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Anonymous stellt Neonazis an den Netz-Pranger
"Blitzkrieg"
02.01.2012, 21:23
Hacktivisten aus dem Umfeld der Anonymous- Gruppe haben ein gegen Neonazis gerichtetes Enthüllungsportal gestartet. Auf der Website nazi- leaks.net veröffentlichten sie unter anderem eine Liste mit angeblichen Spendern an die rechtsextreme deutsche Partei NPD.
Das Portal ist nach Angaben der anonymen Betreiber Teil der "Operation Blitzkrieg", mit der Anonymous seit mehreren Monaten dazu aufruft, die Web- Auftritte rechter Organisationen anzugreifen.
Die Deutsche Presse- Agentur konnte die Echtheit der veröffentlichten Informationen vorerst nicht überprüfen. Die NPD erklärte am Montag, sie prüfe die veröffentlichten Daten noch. Er wisse nicht, ob sie authentisch seien, sagte Parteisprecher Frank Franz. Die Partei werde wahrscheinlich in "allen denkbaren Bereichen" Strafanzeige stellen. Alles, was mit Hacking zu tun habe, betrachte die NPD als kriminell.
Nutzer können per E- Mail Informationen bereitstellen
Bei nazi- leaks.net handelt es sich um einen technisch einfachen Blog, bei dem Nutzer per E- Mail Informationen einreichen können. Auf der Seite standen am Montag unter anderem Listen mit Kunden rechter Versandhäuser, Autoren der Zeitschrift "Junge Freiheit" sowie interne E- Mails der NPD, aus denen bereits im vergangenen Februar mehrere deutsche Medien berichtet hatten. Die Domain war am 18. Dezember 2011 registriert worden. Am Montag war die Website aber teilweise nicht zu erreichen - wohl wegen der vielen Seitenaufrufe.
Die Zeitschrift "Junge Freiheit" erklärte, die auf nazi- leaks.net veröffentlichte Liste mit Kontakten der Redaktion sei bereits im Juli publiziert worden - damals auf der Website Indymedia. Der Verlag habe Strafanzeige gegen unbekannt gestellt. "Es handelt sich eindeutig um einen kriminellen Akt", sagte Felix Krautkrämer, Redakteur der Zeitschrift. Er betonte, dass die in der Liste aufgeführten Personen nicht allesamt Autoren seien, sondern teils auch Interview- Partner, die selbst nicht für die "Junge Freiheit" aktiv seien.
Rechte Gruppierungen beliebtes Ziel von Hacktivisten
Die Websites rechter Gruppierungen sind in der Hacker- Szene ein beliebtes Ziel, immer wieder kommt es zu Angriffen. So legte eine Gruppe namens "No- Name Crew" im Mai rund 25 Websites der NPD lahm und lud dabei interne Informationen herunter. Nach anderen Aktionen wurden die Hacker von der Polizei gefasst. Auf den Jahreskongressen des Chaos Computer Clubs werden regelmäßig die Präsenzen rechter Organisationen attackiert.
Bei der Benennung der Operation greifen die Anonymous- Aktivisten einen Begriff auf, den die Nationalsozialisten geprägt haben: Als "Blitzkrieg" bezeichneten sie überfallartige Angriffe, etwa beim Feldzug gegen Polen im September 1939.
Anonymous stellt Neonazis an den Netz-Pranger - "Blitzkrieg" - Digital - krone.at
#OpBlitzkrieg
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Anonymous stellt Neonazis an den Netz-Pranger
"Blitzkrieg"
02.01.2012, 21:23
Hacktivisten aus dem Umfeld der Anonymous- Gruppe haben ein gegen Neonazis gerichtetes Enthüllungsportal gestartet. Auf der Website nazi- leaks.net veröffentlichten sie unter anderem eine Liste mit angeblichen Spendern an die rechtsextreme deutsche Partei NPD.
Das Portal ist nach Angaben der anonymen Betreiber Teil der "Operation Blitzkrieg", mit der Anonymous seit mehreren Monaten dazu aufruft, die Web- Auftritte rechter Organisationen anzugreifen.
Die Deutsche Presse- Agentur konnte die Echtheit der veröffentlichten Informationen vorerst nicht überprüfen. Die NPD erklärte am Montag, sie prüfe die veröffentlichten Daten noch. Er wisse nicht, ob sie authentisch seien, sagte Parteisprecher Frank Franz. Die Partei werde wahrscheinlich in "allen denkbaren Bereichen" Strafanzeige stellen. Alles, was mit Hacking zu tun habe, betrachte die NPD als kriminell.
Nutzer können per E- Mail Informationen bereitstellen
Bei nazi- leaks.net handelt es sich um einen technisch einfachen Blog, bei dem Nutzer per E- Mail Informationen einreichen können. Auf der Seite standen am Montag unter anderem Listen mit Kunden rechter Versandhäuser, Autoren der Zeitschrift "Junge Freiheit" sowie interne E- Mails der NPD, aus denen bereits im vergangenen Februar mehrere deutsche Medien berichtet hatten. Die Domain war am 18. Dezember 2011 registriert worden. Am Montag war die Website aber teilweise nicht zu erreichen - wohl wegen der vielen Seitenaufrufe.
Die Zeitschrift "Junge Freiheit" erklärte, die auf nazi- leaks.net veröffentlichte Liste mit Kontakten der Redaktion sei bereits im Juli publiziert worden - damals auf der Website Indymedia. Der Verlag habe Strafanzeige gegen unbekannt gestellt. "Es handelt sich eindeutig um einen kriminellen Akt", sagte Felix Krautkrämer, Redakteur der Zeitschrift. Er betonte, dass die in der Liste aufgeführten Personen nicht allesamt Autoren seien, sondern teils auch Interview- Partner, die selbst nicht für die "Junge Freiheit" aktiv seien.
Rechte Gruppierungen beliebtes Ziel von Hacktivisten
Die Websites rechter Gruppierungen sind in der Hacker- Szene ein beliebtes Ziel, immer wieder kommt es zu Angriffen. So legte eine Gruppe namens "No- Name Crew" im Mai rund 25 Websites der NPD lahm und lud dabei interne Informationen herunter. Nach anderen Aktionen wurden die Hacker von der Polizei gefasst. Auf den Jahreskongressen des Chaos Computer Clubs werden regelmäßig die Präsenzen rechter Organisationen attackiert.
Bei der Benennung der Operation greifen die Anonymous- Aktivisten einen Begriff auf, den die Nationalsozialisten geprägt haben: Als "Blitzkrieg" bezeichneten sie überfallartige Angriffe, etwa beim Feldzug gegen Polen im September 1939.
Anonymous stellt Neonazis an den Netz-Pranger - "Blitzkrieg" - Digital - krone.at
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