Die Frau ist ein Witz. Ihre Hassmails hat sie schon entfernt.
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Rassistische und menschenverachtende Hetzparolen haben keinen Platz in unserer Gesellschaft – Wir fordern den Rücktritt von Madlen Vartian und eine klare Distanzierung des CAF
Der kontroverse Diskurs über die auf Facebook veröffentlichten Statements und Kommentare von der Anwältin Madlen Vartian, langjährige Sprecherin des Christlich-Alevitischen Freundeskreises, ist im Fokus der Öffentlichkeit und schlägt gegenwärtig hohe Wellen in den sozialen Medien.
Viele Leser sind empört und zugleich erschüttert über die diffamierenden und hasserfüllten Worte der Anwältin. Binnen Stunden wurde ihr Beitrag geteilt, um auf ihre rassistischen Äußerungen aufmerksam zu machen. Noch am selben Tag hat Madlen Vartian den Beitrag gelöscht.
Diverse User, Leser und Politiker attestieren eine unmissverständlich rassistische Äußerung von Vartian gegen Muslime, aber auch gegen eine armenischstämmige Facebook-Userin, die ihre kritische und differenzierte Sichtweise einbringt. Prompt wird sie als „Pseudo-Armenierin“ gebrandmarkt und zutiefst verunglimpft.
Man könnte meinen, Vartian hätte die Rhetorik der NPD und AfD zu eigen gemacht. „Dreck“, „Pack“ und „Hunde“ scheinen zu ihrem festen sprachlichen Repertoire zu gehören. Plakative Parolen gepaart mit islamophoben Äußerungen, insbesondere gegen Sunniten, dominieren in ihrem Beitrag. Ihre verbalen Entgleisungen erreichen einen volksverhetzenden Charakter und kreieren ein Feindbild, das nicht zwischen verfassungstreuen, demokratischen Muslimen und gewaltbereiten Islamisten differenziert. Alle werden über einen Kamm geschert.
Nach enormen Druck zur öffentlichen Stellungnahme kündigt der Christlich-Alevitische Freundeskreis an, dass sie zu dem vorliegenden Sachverhalt Stellung beziehen. In der Stellungnahme heißt es wie folgt:
„Sehr geehrte Damen und Herren,
anlässlich eines persönlichen Statements von Frau Madlen Vartian sehen wir uns veranlasst, als Christlich-Alevitischer Freundeskreis der CDU (CAF) Position zu beziehen.
Hierzu stellen wir zunächst fest, dass die von Frau Vartian getätigte Äußerung ausschließlich auf ihrem persönlichen Facebook-Profil erfolgte. Anlass hierfür war ein religiös motivierter Brandanschlag auf ein Kloster in Bethlehem.
Einen Zusammenhang mit ihrer CAF- oder CDU-Mitgliedschaft gab es dabei nicht. Nur als Privatperson ist Frau Vartian in Erscheinung getreten. Die gegen den CAF oder die CDU geführten Beschuldigungen sind objektiv nicht gerechtfertigt, da es sich ausschließlich um eine private Meinung handelt. Eine vorherige Anfrage hätte dies jedenfalls klären können, stattdessen sahen wir uns vorverurteilenden Berichterstattungen und Statements ausgesetzt.
Frau Vartian hatte seit Februar 2015, aufgrund ihrer anderweitigen ehrenamtlichen Tätigkeit in der armenischen Gemeinschaft, freiwillig ihr Amt als CAF - Sprecherin ruhend gestellt. In die Funktion als Sprecherin wird sie einvernehmlich nicht mehr zurückkehren.
Zur Klarstellung:
Der CAF setzt sich für den friedlichen Austausch der Religionen und Gemeinschaften in Deutschland ein. Für ein friedliches Miteinander ist eine zielorientierte Kontroverse unerlässlich. Die Zielstellung des CAF bleibt weiterhin Konfliktlösungsmechanismen insbesondere zwischen den Zugewanderten zu entwickeln und auszubauen.
Dazu zählt die offene Ansprache von Problemfeldern, wie die Zusammenarbeit mit integrationsfeindlichen Strukturen in der Migrationsgesellschaft oder die fehlende Erinnerungs- und Gedenkkultur um einen gemeinsamen europäischen Wertekonsens zu finden.
Der CAF wünscht sich mir mehr Bemühen um Ausgleich und Respekt. Wir rufen daher auf, dass alle Seiten zu einer sachlichen Diskussion zurückkehren.
Mit freundlichen Grüßen
Ass. jur.
Ali Yildiz Sprecher des CAF der CDU“
Kein Bedauern, keine offizielle Entschuldigung. Keine Konsequenzen und keine inhaltliche Distanzierung zu dem rassistischen Feldzug von Madlen Vartian. Stattdessen legte Frau Vartian nach und kündigte an, ein Statement zu verfassen, das wortwörtlich übernommen „nichts für zartbesaitete, dünnhäutige Seelen“ sein werde. Dabei stellen wir fest, dass der Sprecher des CAF, Alı Yıldız, diesen Beitrag mit einem „Like“ versehen hat und damit für Unmut sorgt. Diese Ankündigung wurde mehrfach kommentiert. Erschreckend ist, dass Madlen Vartian für ihre hetzerischen Äußerungen auch Zustimmung erfährt und wirft demnach die Frage auf, ob diese Personen Mitglieder des CAF sind. Falls dies zutrifft, würde es suggerieren, dass grundsätzlich ein hasserfülltes und rassistisches Menschenbild existiert. Dadurch wäre der Sachverhalt alarmierend.
Dtj
Frau Vartian hat nun nachgelegt und die Reaktionen einiger CDU-Politiker auf ihren hetzerischen Post als „eigentlichen Skandal“ bezeichnet.