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Brexit und News aus GB

Sollen die Briten die EU verlassen?


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„Brexit“-Spätfolge
Marmelade hat ihren Namen zurück
Ab Sonntag darf Marmelade jeder Sorte im heimischen Handel wieder so heißen. Weil es sich Großbritannien in seinen Beitrittsverhandlungen in den 1970er Jahren ausbedungen hatte, durften in der EU nur Produkte aus Zitrusfrüchten als Marmelade bezeichnet werden. Mit dem Brexit 2020 war der Weg frei für eine Änderung. Mit der nun in Österreich umgesetzten „EU-Frühstücksrichtlinie“ gibt es Änderungen bei anderen Produkten und Erfreuliches für Menschen mit Laktoseintoleranz.

In Großbritannien gilt die dort hochgeschätzte „marmalade“ aus Orangen und maximal anderen Zitrusfrüchten als einzige, die dieses Namens würdig ist. Alles andere firmiert unter der Bezeichnung „jam“. Die Konvention in anderen Ländern, Fruchtaufstriche aller Art im Handel als Marmelade zu bezeichnen, wurde 1979 per EU-Recht untersagt.

Nur die „auf die geeignete gelierte Konsistenz gebrachte Mischung von Wasser, Zuckerarten und einem oder mehreren der nachstehenden, aus Zitrusfrüchten hergestellten Erzeugnisse: Pülpe, Fruchtmark, Saft, wässriger Auszug, Schale“ durfte laut Verordnung Marmelade genannt werden, alles andere sei Konfitüre und bei sehr hohem Fruchtanteil maximal „Konfitüre extra“.

Briten fürchteten „unlauteren Wettbewerb“
Begründet wurde das in den Erläuterungen damit, dass es durch die Unterschiede zwischen den einzelstaatlichen Rechtsvorschriften „zu unlauterem Wettbewerb kommen und dadurch der Verbraucher irregeführt werden könnte, mit den entsprechenden direkten Auswirkungen auf die Schaffung und das Funktionieren des gemeinsamen Marktes“.

 
GB: Rechtsextremist Robinson kurzzeitig festgenommen
Der britische Rechtsextremist Tommy Robinson ist nach eigenen Angaben im Londoner Flughafen Heathrow vorübergehend festgenommen worden. Die Polizei bestätigte die Festnahme eines Mannes in Heathrow, der von Russland nach Großbritannien zurückgekehrt sei.

Der Mann sei auf Grundlage der Anti-Terror-Gesetze vernommen und seine elektronischen Kommunikationsgeräte beschlagnahmt worden, teilte die Polizei gestern der BBC mit. Danach sei er auf freien Fuß gesetzt worden.

Robinson erklärte, er sei fast drei Stunden lang festgehalten worden. Der bekannte Rechtsextreme hatte vor wenigen Tagen ein Video von einem Messerangriff eines Sudanesen in der nordirischen Stadt Belfast geteilt und zu Protesten aufgerufen. Darauf folgten zwei Nächte gewalttätiger rassistischer Ausschreitungen in Nordirland.

 
Verboten für Kinder unter 16: Briten gehen rigoros gegen TikTok, Instagram und YouTube vor
In der Bevölkerung ist die Unterstützung für das Vorhaben der Labour-Regierung groß. Doch Experten sehen das Verbot kritisch.

„Dies ist ein großer Moment für unser Land, ein großer Schritt, ein richtiger Wandel für unsere Kinder”, sagte Keir Starmer. „Die Regierung wird allen Kindern unter 16 Jahren den Zugang zu sozialen Medien verbieten.“ Das Gesetz soll im kommenden Jahr in Kraft treten. Großbritannien folgt damit dem Beispiel Australiens, das ein solches Verbot bereits im Vorjahr eingeführt hat. Allerdings will Starmer noch weitergehen. Er bezeichnet den Ansatz als „Australien Plus“.

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BBC streicht 550 Stellen
Die BBC will bis zum nächsten Finanzjahr 2027/28 rund 550 Stellen streichen, darunter in Nachrichtenredaktionen sowie in den Unterhaltungs-, Kultur- und Programmsparten. Inhaltlich solle das Senderportfolio geprüft werden.

Dadurch sollen etwa 160 Millionen Pfund (rund 185 Mio. Euro) eingespart werden. Wegfallen sollen auch Jobs in den Landesteilen Schottland, Wales und Nordirland, wie die öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt in Großbritannien gestern mitteilte.

Der Stellenabbau, der teils freiwillig erfolgen soll, ist Teil eines größeren Sparprogramms, in dessen Verlauf insgesamt bis zu 2.000 Jobs gestrichen werden sollen. Die konservative Vorgängerregierung hatte Beitragserhöhungen zuletzt für zwei Jahre ausgesetzt und die BBC damit unter Spardruck gesetzt.

 
GB: Nachwahl mit Fokus auf Starmer-Herausforderer Burnham
In Großbritannien findet heute eine Nachwahl zum Unterhaus mit potenziellen Folgen für die Zukunft von Premierminister Keir Starmer statt. Im nordwestenglischen Wahlkreis Makerfield tritt Starmers innerparteilicher Kontrahent Andy Burnham an, der Bürgermeister von Manchester ist.

Mit einem Wahlsieg will Burnham die Voraussetzung dafür schaffen, für die Nachfolge Starmers zu kandidieren. Gemäß den Parteistatuten kann er das nur mit einem Sitz im Unterhaus.

Umfragen zufolge stehen Burnhams Chancen bei der Nachwahl gut: Sie sagen ihm etwa 45 Prozent der Stimmen voraus. Sein größter Rivale ist der Kandidat Robert Kenyon von der rechtspopulistischen Partei Reform UK, der auf etwa 40 Prozent kommen könnte.

 
Die Eiche, die zu sehr geliebt wurde
Im Sherwood Forest hat die zwölfhundert Jahre alte Major-Eiche, die der Sage nach Robin Hood barg, in diesem Frühjahr kein Laub mehr getrieben. Was sie tötete, waren nicht Axt noch Sturm, sondern die Schritte der Millionen, die kamen, sie zu bewundern!
Im Sherwood Forest bei Nottingham hat die Major-Eiche, zwölfhundert Jahre alt, in diesem Frühjahr keine Blätter mehr getrieben, und so gilt sie nun als tot. Die Königliche Gesellschaft zum Schutz der Vögel teilte es am Donnerstag mit. Schon früher war ihr Tod gemunkelt worden, und jedes Mal hatte die Gesellschaft bestätigt, dass sie noch lebe. Diesmal nicht. Dass der Baum in diesem Jahr kein Laub mehr trage, sei für alle herzzerreißend, sagte Hollie Drake von der Gesellschaft. Was sie tötete, lässt sich nicht mit Gewissheit sagen, doch es waren nicht Axt noch Sturm. Zwei Jahrhunderte lang kamen die Menschen, um ihre knorrigen Arme und das weit ausladende Dach ihrer Krone zu sehen, und ihre Schritte verdichteten den Boden so sehr, dass der Regen die Wurzeln kaum noch erreichte. Dazu kamen die Hitze und die Dürre eines wärmer werdenden Klimas, auch die Kabel und Stützen, mit denen man ihre schweren Äste gehalten hatte. Die Fachleute fanden das Wurzelwerk erstickt und ausgehungert. Geliebt sei sie zu Tode gekommen, schrieb einer.

 
GB: Starmer-Rivale gewinnt Nachwahl
Dem britischen Premierminister Keir Starmer droht nach der Nachwahl im Kreis Makerfield mehr denn je das politische Aus. Wie die Auszählung in der Nacht ergab, gewann Starmers potenzieller parteiinterner Herausforderer Andy Burnham den vakanten Parlamentssitz des Bezirks. Als „MP“ (Member of Parliament) kann Burnham nun den Premierminister in eine Führungswahl zwingen – und mit dem Rückhalt der Regierungspartei Labour ablösen.

Burnham holte in dem kleinen Wahlkreis, der normalerweise wenig mit der großen Politik in Westminster zu tun hat, knapp 10.000 Stimmen mehr als der Kandidat der rechtspopulistischen Partei Reform UK, Robert Kenyon. Die Wahlbeteiligung lag bei 58,78 Prozent. Seinen Posten als Bürgermeister von Greater Manchester wird Burnham zugunsten des Labour-Parlamentssitzes aufgeben.

Starmer steht seit Monaten massiv unter Druck, mehrere Minister kehrten ihm bereits den Rücken – zuletzt der einflussreiche Verteidigungsminister John Healey. Schlagzeilen wie „Starmer am Abgrund“ oder „Das Chaos kehrt nach Westminster zurück“ häuften sich in den vergangenen Wochen in verschiedenen Abwandlungen.

 
Was vom Brexit übrig blieb: Die gebrochenen Versprechen der EU-Gegner
Zehn Jahre nach dem Referendum über die britische EU-Mitgliedschaft ist von den Vorteilen des Austritts keine Rede mehr – und über seine zahlreichen Nachteile wird am liebsten geschwiegen.

Es hätte alles ganz anders sein sollen. Als Boris Johnson, das Aushängeschild der konservativen Kampagne für den Austritt aus der Europäischen Union, am 26. Juni 2016 seine Kolumne im „Daily Telegraph“ veröffentlichte, war das Votum drei Tage alt – und Großbritannien am Weg aus der EU. Mit einer knappen Mehrheit von 52 Prozent hatten die Briten für den Brexit gestimmt – und einer seiner prominentesten Cheerleader bemühte sich nach Kräften, die allfälligen Sorgen in der Bevölkerung zu zerstreuen. Die Briten würden nach wie vor in der EU leben und arbeiten können, der Zugang zum Binnenmarkt der EU sei für britische Firmen gesichert, London werde den durch den EU-Austritt eingesparten Mitgliedsbeitrag in das britische Gesundheitssystem stecken können, und Großbritannien werde in allen europäischen Debatten nach wie vor den Ton angeben, schrieb der spätere britische Premierminister.

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Ein Rassist in Edinburgh hat fünf Menschen bei einem Terroranschlag verletzt! Das ist das Ergebnis der rechten Hass- und Hetzpropaganda!

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