Die Unfallursache ist unklar
Der Bus war auf der Autobahn von Siders in Richtung Sitten gefahren. Die Autobahn wurde in beiden Richtungen gesperrt. Der Bus wurde bei dem Aufprall schwer beschädigt, zahlreiche Insassen waren in dem Wrack gefangen. Die Polizei hatte nach dem Unfall gegen 21 Uhr am Dienstagabend zunächst nur von Schwerverletzten berichtet. Am Mittwochmorgen gaben die Behörden dann bekannt, dass 28 Menschen ums Leben gekommen seien, darunter auch die beiden Busfahrer. Auch vier erwachsene Begleitpersonen wurden getötet.
Ein großes Rätsel für die Ermittler ist die Unfallursache. Der stark beschädigte Bus wurde geborgen und für eine genauere Untersuchung abtransportiert. Es scheine kaum möglich, dass der Fahrer müde gewesen oder eingeschlafen sei, sagte am Mittwoch der belgische Staatssekretär für Verkehr, Melchior Wathelet. Der Bus sei mit allen nötigen Sicherheitsvorkehrungen, also auch Gurten, ausgerüstet gewesen. Die Busgesellschaft Toptours mit Sitz in Aarschot habe einen "exzellenten" Ruf, so Wathelet laut der Nachrichtenagentur Belga. Den Dienstag hätten die Fahrer am Abfahrtsort Val d'Anniviers verbracht, "es scheint, dass also die Vorschriften über die Ruhe- und Fahrzeit eingehalten wurden".