Auch in Deutschland leben Christen türkischer Herkunft. Was ist mit den zahlreichen Aleviten in Deutschland? Geht es denen denn so viel besser als muslimischen Türken?
Es ist kein religiöses Problem, sondern ein soziales. Wenn die populistische CDU ständig mit dem Finger auf Absurdistan zeigt, um die Probleme der hier lebenden Muslime zu relativieren, wird sich nichts an der Situation der hier lebenden Muslime/Türken ändern.
Noch mal: Die Türken haben sich nicht freiwillig in die Ghettos verschanzt. Es war der Staat, der den Migranten in diese Viertel verfrachtet hat.
Der Faschismus ist in den Köpfen, den gilt es zu bekämpfen. Nicht die Religion oder die Herkunft.
Wie lange leben Türken jetzt in Deutschland? 60 Jahre? 70 Jahre? ...
Wie es den Indern in Dubai geht, interessiert mich nicht. Ich habe nichts mit Dubai am Hut. Ist Dubai eine Demokratie?
Die Kernaussage des Textes: Doch um Missverständnisse vorzubeugen: Es geht hier nicht darum, Klagen mit Gegenklagen aufzurechnen oder die Verbesserung der Situation der Muslime hierzulande als Bedingung an die Verbesserung der Situation der Christen in der Türkei zu koppeln. Es ist nicht so sehr Kritik der anderen Seite, sondern mehr Selbstkritik nötig. Wäre es nicht das Sinnvollste, die Situation der Menschen im eigenen Lande an die eigene Selbstachtung und das eigene Selbstverständnis zu koppeln - und nicht an die Situation in anderen Ländern?