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Coronavirus: Das Grauen kommt immer näher

Mascolo und Drosten zu Corona: "Ist es gerecht zugegangen?"
Die Pandemie sorgt immer noch für heftige Emotionen. Virologe Christian Drosten und Journalist Georg Mascolo diskutieren die Rollen von Wissenschaft, Politik und Medien in dieser Gesundheitskrise

Corona? Masken? Anleitungen zum Händewaschen und einen Babyelefanten Abstand? Das ist Ewigkeiten her, denkt man. Bei den meisten scheint die Corona-Pandemie gedanklich schon weit weg zu sein – obwohl die Weltgesundheitsorganisation WHO den globalen Gesundheitsnotstand erst im Mai 2023 aufgehoben hat. Und die Gräben, die diese Pandemie und der Umgang damit in der Gesellschaft aufgerissen haben, sind noch lange nicht zugeschüttet. Es kann passieren, dass eine harmlose Bemerkung über Pandemie oder Impfung zu heftigen, höchst emotionalen Diskussionen führt. Weiter befeuert wird das durch politische Instrumentalisierung.

 
Die Pandemie sorgt immer noch für heftige Emotionen.
Eher der politische Unwille es aufzuarbeiten.


ja, toll, und warum fängt die einstige Corona-Maßnahmen-Einpeitscherin nicht einfach mal an mit der geforderten Aufarbeitung? Jammert nur wichtig rum, rührt aber keinen Finger.

 

"Aber wie?" Attila Hildman hat schon vor 3 Jahren vorgeschlagen, Merkel und Co an die Wand zu stellen. Aber auf ihn will bestimmt wieder keiner hören.
 
Das US-Militär verbreitete Falschinformationen zu Corona-Impfungen
Eine geheime Social-Media-Kampagne unter Trumps Präsidentschaft streute auf den Philippinen Zweifel an Corona-Maßnahmen, um chinesischen Einfluss zu bekämpfen

"Wollt ihr das? Covid kam aus China, und die Impfung kommt auch aus China", schrieb im Juli 2020 eine Userin auf der Social-Media-Plattform Twitter, heute X. Gerichtet war die Nachricht an ein philippinisches Publikum, das gerade von staatlicher Seite zur Impfung gegen das grassierende Coronavirus aufgerufen war. Als Hashtag wurde #ChinaAngVirus verwendet, was übersetzt "China ist das Virus" bedeutet. Nicht nur die Impfung wurde in Zweifel gezogen, auch das Tragen von Masken.

Hinter diesem und mindestens 300 weiteren Twitter-Accounts, die diesen Hashtag benutzten, standen aber keine realen philippinischen Nutzerinnen und Nutzer, sondern das US-Militär. Das dokumentiert nun eine Recherche der Nachrichtenagentur Reuters. Die Kampagne begann im Frühjahr 2020 unter der Präsidentschaft Donald Trumps in Südostasien, bevor sie Zentralasien und den Mittleren Osten ins Visier nahm.

 
Haben Anti-Covid-Gen: Warum manche Menschen sich einfach nicht mit Corona anstecken
Das Corona-Virus mutiert permanent und wird dabei immer ansteckender. Doch warum sich manche Menschen trotzdem nicht infizieren oder symptomlos bleiben, ist bisher ein Rätsel. Forscher sind diesem Phänomen nun auf der Spur.

Fast täglich gibt es Nachrichten über neue Sars-Cov-2-Mutationen, die die Immunabwehr noch leichter austricksen. Das heißt: Die mutierten Viren können noch schneller Menschen infizieren und dafür sorgen, dass das Immunsystem keine adäquate Abwehrreaktion zeigt. Das kann fatale Folgen haben, sollte das Virus irgendwann an Pathogenität wieder zunehmen und schwerere Verläufe auslösen.

Bisher Covid-Rätsel noch nicht gelöst
Umso erstaunlicher ist, dass es trotz steigender Infektiosität des Virus immer noch Menschen gibt, die sich nicht infizieren – beziehungsweise sich infizieren und trotzdem keine Symptome entwickeln. Nach wie vor weiß die Wissenschaft keine Antwort darauf. Doch genau diese Frage ist entscheidend, wenn es darum geht, eine neue Corona-Pandemie zu verhindern, indem man bessere Medikamente und Impfungen entwickelt, die eine Infektion verhindern können. Die aktuellen Vakzine senken vor allem das Risiko, schwer zu erkranken und eventuell an Corona zu versterben.

 
Eine Bilanz der Corona-Pandemie Drosten: "Das bereue ich im Nachhinein schon"
Kaum ein Experte stand während der Corona-Pandemie so im Fokus der Öffentlichkeit wie Christian Drosten. Millionen Menschen lauschten seinem Podcast in unsicheren Zeiten, die Politik verließ sich auf seine Einschätzungen. Jetzt ist der Charité-Virologe zurück - diesmal mit einem Buch, das er zusammen mit dem Journalisten Georg Mascolo verfasst hat. Darin plädieren die beiden für eine Aufarbeitung der Corona-Jahre. Im Gespräch mit ntv.de erklären sie, wie diese Aufarbeitung aussehen könnte, welche Fehler gemacht wurden und ob bereits eine neue Pandemie droht.

ntv.de: Herr Drosten, vor mehr als einem Jahr erklärte die Weltgesundheitsorganisation den internationalen Gesundheitsnotstand durch Corona - und damit die Pandemie - offiziell für beendet. Doch immer noch erkranken Menschen - und meist ist es nicht nur ein kleiner Husten. Ist die Pandemie wirklich vorbei?

Christian Drosten: Ja, es ist vorbei als Pandemie. Wir erwarten im Moment eine Sommerwelle in ganz Europa und auch in anderen Teilen der Welt. Noch gelingt es bestimmten Varianten besonders gut, der Immunität zu entkommen. Daher sind wie zurzeit eben Sommerwellen noch möglich. Später wird das für das Virus wohl nur noch im Winter funktionieren. Dennoch: Die Krankheit ist in ihrer Spitze begrenzt durch die breite Immunität in der Bevölkerung. Wir wissen nicht ganz genau, wie häufig ein Erwachsener eine Infektion haben muss, um diese dann gar nicht mehr zu bemerken. Im Moment scheint das noch nicht zu reichen. Viele Leute haben jetzt so zwei, drei oder sogar vier Infektionen hinter sich. Und trotzdem werden sie immer noch krank, wenn sie so eine Variante bekommen. Viele haben noch ein bisschen Fieber und fühlen sich allgemein sehr krank.

 
Auch milder Verlauf verändert Immunsystem
Eine SARS-CoV-2-Infektion führt laut einer neuen Studie der der Medizinischen Universität Wien zu beträchtlichen Langzeitveränderungen im Körper. Für Genesene bedeutet das, dass ihr Immunsystem möglicherweise nicht mehr optimal reagiert. Daraus könnte sich eine Erklärung für Long-Covid ableiten lassen.

Für die Studie, die aktuell im Fachjournal „Allergy“ publiziert wurde, untersuchte das Forschungsteam der MedUni Wien Immunparameter von 133 Covid-19-Genesenen und 98 Personen ohne entsprechende Infektion. Dabei wurden bei den Genesenen jeweils zehn Wochen und zehn Monate nach deren Erkrankung sowohl die vorhandene Anzahl und Zusammensetzung verschiedener Immunzellen als auch die Wachstumsfaktoren im Blut analysiert, die u.a. eine entscheidende Rolle bei der Regulation des Zellwachstums spielen.

„Selbst nach milden Krankheitsverläufen stellten wir eine deutliche Verringerung von Immunzellen im Blut fest“, berichtet Studienleiter Winfried Pickl in einer Aussendung der MedUni Wien. Da zum Start der Forschungsarbeit 2020 noch keine Covid-19-Impfstoffe zur Verfügung standen, waren sämtliche Teilnehmerinnen und Teilnehmer ungeimpft. So konnten die Langzeitwirkungen von SARS-CoV-2-Infektionen ohne Einfluss von Impfstoffen untersucht werden.

Mögliche Erklärung für Long-Covid

 
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