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Yunan
Guest
hö? Wo war das jetzt unsachlich?
Ich rede nicht davon, dass einzelne Menschen schlicht und einfach religiös sind, ich rede davon, wenn sich Religiösität im Staatsapparat und in der Gesellschaft widerspiegelt, im Sinne eben von Theokratien, also da, wo Staat und Gesellschaft eben NICHT getrennt werden. Wenn in so einer Gesellschaft eine Religion klar dominiert und auf dieser Religion alles aufbaut, dann wird es dort keine Demokratie, keinen Wohlstand für alle, keinen Pluralismus geben. Was jetzt wieder die Kooperationen des Westens mit SA damit zu tun haben - keine Ahnung. Habe nie bestritten, dass es in Puncto Außenpolitik keine westliche Doppelmoral der Regierungen gibt, sah man ja spätestens auch beim arabischen Frühling.
Der Staatsapparat hat rein verwaltende Aufgaben und ob diese Aufgaben von religiösen oder atheistischen Menschen ausgeführt werden, ist dabei vollkommen irrelevant.
Die Trennung vom Staat als Verwaltungsapparat und Religion gibt es an sich gar nicht. Es gibt nur die Trennung von Politik und Religion, das ist der springende Punkt.
Hierbei ist meiner Meinung nach nicht die Religion das Problem sondern die Leute, die die Religion repräsentieren und für eigene Zwecke missbrauchen. Zu sagen, dass Religion keine Rolle in der Politik eines Landes spielen darf nur weil einige Menschen unfähig sind, ihre Religion zu verstehen und korrekt auszuführen, zeigt, dass es von atheistischer (linker) Seite genauso wenig Wissen und Interesse gibt, sich mit den Problem zu beschäftigen, die nicht durch die Religion verursacht wurden sondern einfach da sind, ob in einem atheistischen oder einem religiösen Staat. Ich rede von Korruption und Rechthaberei und das Potenzial dazu gibt es in jedem Land.
Genauso wie religiöse Fanatiker Probleme sehr stark vereinfachen um weiterhin im Recht zu bleiben, sind auch Atheisten von diesem Manko nicht befreit. Alleine die Tatsache, dass Atheisten seit entstehen der Nationalstaaten der Meinung sind, dass die Abschaffung der Religion die Probleme der Welt lösen wird, beweist doch, dass sich Atheisten und Religiöse der selben Methoden der Vereinfachung bedienen um sich zu rechtfertigen.
Somit ist klar, dass nicht die Religion sondern der Mensch das Problem ist.

