D
D.Hans
Guest
Ein User hat in einem anderen Thread vor kurzem den Text des Liedes „Der Sinn des Lebens“ von Wolfgang Ambros gepostet. http://www.lyrix.at/de/text_show/cc07a2ec56943a7042410735e75ba46a-Wolfgang_Ambros_-_Der_Sinn_Des_Lebens
Ich kenne das Lied seit meiner Jugendzeit (also seit Jahrzehnten) und es löst noch immer dieselben Gedanken in mir aus. Sind es nicht immer die scheinbar einfachsten Fragen, deren Beantwortung eine große Herausforderung darstellen? Was ist ein freier Mensch? Woran glaube ich? Was ist mein Traum, mein bestimmter Weg, mein Ziel? Was ist der Sinn des Lebens?
Der Mensch der Moderne hat sich von vielen Traditionen und gesellschaftlichen Vorgaben befreit. Damit sind aber auch selbstverständliche Sinnzusammenhänge verloren gegangen. Man kann feststellen, dass endgültige Resultate darüber, was ein Mensch sei, nicht vorliegen.
Die Konsequenz ist nicht notwendigerweise eine Sinn-Abstinenz. Denn wenn „das Leben an sich“ keinen Sinn haben sollte, sei es möglich, vielfachen Sinn „im Leben“ zu finden.
Das kann der Mensch der Moderne, der sich von allen „Sinn-Instanzen“ gelöst hat, nur selbst. Jeder muss selbst die Eckpunkte festlegen, die für sein Leben bestimmend sein sollen. Man kann sie sich wie einen „positiven Gewissensspiegel“, der nicht nach dem Bösen fragt, sondern der auf das Gute in meinem Leben zielt, vorstellen.
1. Was sind meine wichtigsten Beziehungen der Liebe und der Freundschaft, über die ich mich definieren will?
2. Was sind die wichtigsten Erfahrungen in meinem Leben, die fester Bestandteil meiner selbst bleiben sollen?
3. Was ist mein Traum, mein Glaube, mein bestimmter Weg und vielleicht mein Lebensziel, meine Idee, meine Sehnsucht, der ich im Leben folgen will?
4. Was sind die bestimmten Werte, die ich hochhalten, aber auch selbst realisieren will, und welcher Wert soll im Zweifelsfall Vorrang haben, wenn etwa zwischen Freiheit und Bindung, Risiko und Sicherheit, Konsequenz und Nachgiebigkeit zu wählen ist?
5. Welche Gewohnheiten will ich sorgsam pflegen, in denen sich das Leben wohnlich einrichten lässt, und welche besonderen Charakterzüge will ich stärken: Geiz oder Großzügigkeit? Ungeduld oder Duldsamkeit? Zögerlichkeit oder Entschlossenheit?
6. Was sind meine Ängste, die einfach da sind, meine Verletzungen, die ich erfahren habe, meine Traumata, gegen die ich nicht ankomme, die ich aber in mein Selbst integrieren kann? Diese Seite des Lebens ausschließen zu wollen liegt nahe, kostet jedoch unsinnig viel Kraft und ist letztlich ohnehin vergeblich.
7. Was sind die Momente, Anblicke, Arbeiten, Spiele, Lüste, Gespräche, Gedanken, zu denen ich vorbehaltlos Ja sagen kann?
Ausgehend von diesen Erfahrungen lässt sich vielleicht noch nicht „der“ Sinn des Lebens finden. Aber die Fragen weisen auf vielfältigen Sinn „im“ Leben hin.
Machen wir doch einen Selbstversuch und notieren auf einem Zettel zu jeder der oben gestellten Fragen ein oder zwei Antworten. Am Ende ergibt sich ein relativ rundes Bild von unseren Werten und Vorstellungen, die uns den Sinn unseres Lebens vor Augen führen.
(Texte teilweise dem Buch „Dem Leben Sinn geben"/Wilhelm Schmid, entlehnt.)
Ich kenne das Lied seit meiner Jugendzeit (also seit Jahrzehnten) und es löst noch immer dieselben Gedanken in mir aus. Sind es nicht immer die scheinbar einfachsten Fragen, deren Beantwortung eine große Herausforderung darstellen? Was ist ein freier Mensch? Woran glaube ich? Was ist mein Traum, mein bestimmter Weg, mein Ziel? Was ist der Sinn des Lebens?
Der Mensch der Moderne hat sich von vielen Traditionen und gesellschaftlichen Vorgaben befreit. Damit sind aber auch selbstverständliche Sinnzusammenhänge verloren gegangen. Man kann feststellen, dass endgültige Resultate darüber, was ein Mensch sei, nicht vorliegen.
Die Konsequenz ist nicht notwendigerweise eine Sinn-Abstinenz. Denn wenn „das Leben an sich“ keinen Sinn haben sollte, sei es möglich, vielfachen Sinn „im Leben“ zu finden.
Das kann der Mensch der Moderne, der sich von allen „Sinn-Instanzen“ gelöst hat, nur selbst. Jeder muss selbst die Eckpunkte festlegen, die für sein Leben bestimmend sein sollen. Man kann sie sich wie einen „positiven Gewissensspiegel“, der nicht nach dem Bösen fragt, sondern der auf das Gute in meinem Leben zielt, vorstellen.
1. Was sind meine wichtigsten Beziehungen der Liebe und der Freundschaft, über die ich mich definieren will?
2. Was sind die wichtigsten Erfahrungen in meinem Leben, die fester Bestandteil meiner selbst bleiben sollen?
3. Was ist mein Traum, mein Glaube, mein bestimmter Weg und vielleicht mein Lebensziel, meine Idee, meine Sehnsucht, der ich im Leben folgen will?
4. Was sind die bestimmten Werte, die ich hochhalten, aber auch selbst realisieren will, und welcher Wert soll im Zweifelsfall Vorrang haben, wenn etwa zwischen Freiheit und Bindung, Risiko und Sicherheit, Konsequenz und Nachgiebigkeit zu wählen ist?
5. Welche Gewohnheiten will ich sorgsam pflegen, in denen sich das Leben wohnlich einrichten lässt, und welche besonderen Charakterzüge will ich stärken: Geiz oder Großzügigkeit? Ungeduld oder Duldsamkeit? Zögerlichkeit oder Entschlossenheit?
6. Was sind meine Ängste, die einfach da sind, meine Verletzungen, die ich erfahren habe, meine Traumata, gegen die ich nicht ankomme, die ich aber in mein Selbst integrieren kann? Diese Seite des Lebens ausschließen zu wollen liegt nahe, kostet jedoch unsinnig viel Kraft und ist letztlich ohnehin vergeblich.
7. Was sind die Momente, Anblicke, Arbeiten, Spiele, Lüste, Gespräche, Gedanken, zu denen ich vorbehaltlos Ja sagen kann?
Ausgehend von diesen Erfahrungen lässt sich vielleicht noch nicht „der“ Sinn des Lebens finden. Aber die Fragen weisen auf vielfältigen Sinn „im“ Leben hin.
Machen wir doch einen Selbstversuch und notieren auf einem Zettel zu jeder der oben gestellten Fragen ein oder zwei Antworten. Am Ende ergibt sich ein relativ rundes Bild von unseren Werten und Vorstellungen, die uns den Sinn unseres Lebens vor Augen führen.
(Texte teilweise dem Buch „Dem Leben Sinn geben"/Wilhelm Schmid, entlehnt.)