Aktuelles

Der Ukraine Sammelthread

Ukrainische Botschafterin in Washington entlassen
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die Botschafterin in den USA, Olha Stefanischyna, von ihrem Amt entbunden. Das Präsidialamt in Kiew veröffentlichte gestern den Erlass mit der Veränderung auf dem für die Ukraine überragend wichtigen Posten in Washington.

Selbst um Entlassung gebeten
Die frühere Vizeministerpräsidentin Stefanischyna schrieb auf Facebook, sie habe selbst um ihre Entlassung gebeten.

Mit Berichten über eine mögliche Ablösung der Botschafterin hatte in Kiew Mitte Juli Selenskyjs jüngste Regierungsumbildung begonnen. Nachfolgerin hätte die abgelöste Ministerpräsidentin Julia Swyrydenko werden sollen, die den Posten aber Medienberichten zufolge abgelehnt hat. Derzeit ist über eine Nachfolgeregelung nichts bekannt.

 
Türkisches Schiff von Drohnen angegriffen
Bei einem Drohnenangriff auf ein türkisches Frachtschiff im Schwarzen Meer sind mindestens drei Seeleute schwer verletzt worden. Betroffen war das Schiff „Nadeschda“ etwa 20 Seemeilen (37 Kilometer) vom russischen Hafen Noworossijsk entfernt auf der Fahrt nach Samsun in der Türkei. Das teilte die türkische Generaldirektion für Seeverkehr gestern mit.

Die Behörde legte sich zur Herkunft der Drohnen nicht fest. Türkische Medien berichteten von mehreren ukrainischen Drohnen. Sie beriefen sich dabei auf den Kapitän des unter der Flagge von Kamerun fahrende Schiffs. Den Angaben nach brach ein Brand an Bord aus. Alle 23 Seeleute seien von der russischen Marine nach Noworossijsk in Sicherheit gebracht worden.

Die Ukraine und Russland haben in den vergangenen Wochen die gegenseitigen Angriffe auf den Schiffsverkehr im Schwarzen Meer verstärkt.

 
Saluschnyj zufolge werden stattdessen neue Verteidigungsbündnisse entstehen – eines davon könnte ein europäischer militärischer Sicherheitsblock sein.
Ex-Armeechef Saluschnyj: Ukraine wird NATO nie beitreten
Der ehemalige Oberbefehlshaber der ukrainischen Armee, Walerij Saluschnyj, sieht keine Aussicht auf einen NATO-Beitritt seines Landes, weil es die militärischen Standards nicht erfüllt. „Leider werden wir niemals wirklich beitreten“, wurde der jetzige Botschafter in Großbritannien gestern vom Medium „Evropeiska Pravda“ zitiert. Er habe dies bei einem Treffen ukrainischer Botschafter gesagt.

„Ich kenne die NATO sehr gut. Etwa zwölf Jahre lang habe ich persönlich daran gearbeitet, sicherzustellen, dass wir die NATO-Standards erfüllen, und jedes Jahr habe ich Märchen darüber gehört, wie wir jeden Tag der NATO beitreten würden.“

Saluschnyj beklagt fehlende Technologie
Saluschnyj begründete seine Einschätzung damit, dass die Ukraine die militärischen Standards für einen Beitritt in keiner Weise erfülle. Es sei „unmöglich, mit dem Entwicklungsstand der ukrainischen Streitkräfte (…) einer Organisation beizutreten, die sich von Doktrinen des Zweiten Weltkriegs leiten lässt“. Dem Land fehle die Technologie, die in den NATO-Mitgliedstaaten bereits im Einsatz sei, darunter Raketenabwehr und Weltraumfähigkeiten.

 
Gouverneur: Fünf Tote bei Drohnenangriff in Region Moskau
Durch einen Drohnenangriff sind in der russischen Region Moskau nach Behördenangaben fünf Menschen getötet worden. Mindestens sechs weitere Menschen seien in einem Industriegebiet in Tschechow verletzt worden, erklärte der Gouverneur der Hauptstadtregion, Andrej Worobjow, heute im Onlinedienst Telegram.

Mehrere Feuer seien durch den Angriff ausgelöst worden, erklärte der Gouverneur weiter. Die Feuerwehr habe den größten Brand in einem Lager gelöscht.

Gouverneur: Lagerhalle bei St. Petersburg getroffen
In der Nähe der russischen Metropole St. Petersburg wurde bei einem Drohnenangriff indes ein Lagerhaus getroffen. Das teilte der Gouverneur der Region, Alexander Drosdenko, heute auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit.

 
Der SBU teilt mit, dass russische Geheimdienste verstärkt sogenannte „Honigfallen“ gegen ukrainische Militärangehörige einsetzen.
Der SBU berichtet, dass er seit Anfang 2026 mehr als 50 Anschlagspläne vereitelt hat, die sich gegen ukrainische Soldaten richteten; diese waren nach Online-Kontakten zu vermeintlichen Verabredungen mit Frauen gelockt worden.

Meist werden am Treffpunkt Sprengsätze platziert, doch können auch angeworbene Frauen eingesetzt werden, um Getränke mit einem tödlichen Gift zu versetzen, das aus narkotischen, psychotropen und anderen chemischen Substanzen synthetisiert wurde. Alternativ können angeworbene Männer für die Durchführung eines Angriffs zum Einsatz kommen.

Um diese Inhalte anzuzeigen, benötigen wir die Zustimmung zum Setzen von Drittanbieter-Cookies.
Für weitere Informationen siehe die Seite Verwendung von Cookies.

Um diese Inhalte anzuzeigen, benötigen wir die Zustimmung zum Setzen von Drittanbieter-Cookies.
Für weitere Informationen siehe die Seite Verwendung von Cookies.


Nach Angaben des SBU hat ein ukrainischer Soldat Koordinaten von Tankstellen in der Region Poltawa an die Russen weitergegeben.
Den Ermittlern zufolge wurde ein in einen technischen Unterstützungszug mobilisierter Soldat von Russland angeworben; zudem verriet er den Standort seiner Militäreinheit.
Der ukrainische Soldat war ins Visier des russischen Geheimdienstes geraten, nachdem er in Chats von Telegram-Kanälen anti-ukrainische Kommentare veröffentlicht hatte.
 
In Luzk erfasste und tötete ein 19-jähriger Audi-Fahrer an einem Fußgängerüberweg einen 14-jährigen Jungen; er war zu schnell unterwegs und hatte eine rote Ampel missachtet. Durch den Aufprall wurde der Junge Dutzende Meter weit geschleudert.

Um diese Inhalte anzuzeigen, benötigen wir die Zustimmung zum Setzen von Drittanbieter-Cookies.
Für weitere Informationen siehe die Seite Verwendung von Cookies.

Um diese Inhalte anzuzeigen, benötigen wir die Zustimmung zum Setzen von Drittanbieter-Cookies.
Für weitere Informationen siehe die Seite Verwendung von Cookies.


Eine nicht identifizierte ukrainische Kamikaze-Drohne mit ungewöhnlicher Form wurde gestern bei einem Angriff auf die Region Saratow gesichtet.
 
Heute Morgen gegen 6:30 Uhr wurde in Cherson ein Video aufgenommen, das einen der vielen Terrorakte und Verbrechen festhielt, die von Kämpfern des Kreml-Regimes an der Zivilbevölkerung begangen wurden.

Der Vorfall ereignete sich in der Nähe eines Lebensmittelmarktes. Eine Drohne, gesteuert von diesem Abschaum, der sich als russisch bezeichnet, jagte eine eindeutig zivile Person – daran kann es keinen Zweifel geben.

Ich habe keine Lust darüber zu schreiben, was für russische Schwuchteln das sind; ich empfinde nur Wut darüber, dass wir – wegen „Partnern“, die zwar oft wie Partner handeln, aber eben nicht wie *unsere* – gezwungen sind, das Spiel von Moral und Rechtmäßigkeit in einem Krieg zu spielen, in dem weder Moral noch Recht existieren.
Um diese Inhalte anzuzeigen, benötigen wir die Zustimmung zum Setzen von Drittanbieter-Cookies.
Für weitere Informationen siehe die Seite Verwendung von Cookies.

Um diese Inhalte anzuzeigen, benötigen wir die Zustimmung zum Setzen von Drittanbieter-Cookies.
Für weitere Informationen siehe die Seite Verwendung von Cookies.


Cherson. Das Fahrzeug eines Händlers, der einen Drohnenangriff russischer Nazis überlebt hat.

„Z-Kriminelle“ bestätigen in Online-Beiträgen, dass sie die Bewohner von Cherson gezielt mit Drohnen terrorisieren und unbewaffnete Zivilisten unter erfundenen Vorwänden angreifen.
---------------------
Der Mann überlebte, wurde aber verwundet.
 
In Mailand hat eine Bolt-Fahrerin ukrainische Frauen verbal angegriffen.
Die Frauen hatten ein Fahrzeug über Bolt bestellt. Als die russischsprachige Fahrerin namens Tatyana hörte, dass Ukrainisch gesprochen wurde, begann sie, die Fahrgäste zu beleidigen, und äußerte ihre Abneigung gegen die ukrainische Sprache. Zudem sagte sie, sie könne ukrainische Frauen nicht ausstehen, und beschimpfte sie als „Huren“. Ein Video des Vorfalls wurde in den sozialen Medien veröffentlicht. Bolt hat bereits auf den ursprünglichen Beitrag reagiert und mitgeteilt, dass der Vorfall untersucht wird.

Solcher Hass darf nicht ohne Konsequenzen bleiben. Es ist sowohl mit einer internen Untersuchung durch das Unternehmen als auch mit einer rechtlichen Prüfung durch die italienischen Behörden zu rechnen.


Um diese Inhalte anzuzeigen, benötigen wir die Zustimmung zum Setzen von Drittanbieter-Cookies.
Für weitere Informationen siehe die Seite Verwendung von Cookies.

Um diese Inhalte anzuzeigen, benötigen wir die Zustimmung zum Setzen von Drittanbieter-Cookies.
Für weitere Informationen siehe die Seite Verwendung von Cookies.


Das Hohe Antikorruptionsgericht [eine vom ukrainischen Präsidenten unabhängige Institution] hat Untersuchungshaft für Oleksandr Bankow, den ehemaligen Staatssekretär des Außenministeriums, angeordnet; eine Freilassung gegen Kaution ist bei Zahlung von 10 Millionen Hrywnja (200.000 Euro) möglich. Bankow steht im Verdacht, Spendengelder in Höhe von mehr als 37 Millionen Hrywnja, die zur Unterstützung der Ukraine bestimmt waren, veruntreut zu haben.
 
Kiew warnt vor Einbruch von Getreideexporten
Wegen der großangelegten russischen Angriffe auf ukrainische Schwarzmeer-Häfen muss die Ukraine verstärkt auf alternative Exportrouten für ihr Getreide ausweichen. Diese dürften jedoch frühestens Ende August die erforderliche Kapazität erreichen und lediglich rund die Hälfte der bisherigen Ausfuhrmengen bewältigen, sagte der ukrainische Landwirtschaftsminister Taras Wyssozkyj heute der Nachrichtenagentur Reuters.

Seit fast zwei Wochen seien keine Schiffe mehr in die Häfen rund um Odessa eingelaufen. Die direkten Verluste für den ukrainischen Agrarsektor könnten sich in diesem Jahr auf 1,5 bis drei Milliarden Dollar (1,3 bis 2,6 Mrd. Euro) belaufen.

Russland hat den Beschuss von zivilen Schiffen und der Hafeninfrastruktur mit Raketen und Drohnen zuletzt deutlich verschärft. Allein im Juli verzeichnete das ukrainische Infrastrukturministerium 35 Angriffe auf Schiffe in Häfen und 22 auf offener See. Zum Vergleich: Im gesamten Jahr 2025 waren es 14 Attacken. Die Regierung in Moskau spricht von Angriffen auf militärische Ziele.

Schienenverkehr als Ausweichroute
Als wichtigste Ausweichroute für die Ukraine gilt nun der Schienenverkehr, da die Schifffahrt auf der Donau wegen historisch niedriger Wasserstände infolge einer Dürre vorerst stark eingeschränkt ist.

 
Europas Ukraine-Bündnis gerät nach Starmer und Macron unter Druck
Der Abgang zweier wichtiger Unterstützer der Ukraine verändert Europas Machtgefüge. Neue Führungskräfte stehen vor großen Herausforderungen.
Die Koalition der Willigen steht vor einer schwierigen Phase. Mit dem Ausscheiden von Keir Starmer und dem bevorstehenden Abschied von Emmanuel Macron verliert das Bündnis zwei zentrale politische Figuren, die Europas Unterstützung für die Ukraine geprägt haben.

Laut „The Telegraph“ haben Starmer und Macron in den vergangenen Jahren die Zusammenarbeit zwischen Großbritannien und Frankreich neu belebt und mehr als 30 Staaten hinter gemeinsame Maßnahmen zur Unterstützung Kiews gebracht. Dazu gehört auch die Planung möglicher Sicherheitsgarantien für die Ukraine nach einem Waffenstillstand.

Suche nach einer neuen Führung
Besonders der Abschied Macrons sorgt bei europäischen Partnern für Unruhe. Der französische Präsident darf nach zwei Amtszeiten nicht erneut antreten. Laut dem Bericht gibt es derzeit keinen eindeutigen Nachfolger, der seinen Kurs gegenüber Russland und der Ukraine fortsetzen dürfte.

Als mögliche Nachfolgerin gilt Marine Le Pen vom rechten Rassemblement National. Sie hat sich in der Vergangenheit für eine Annäherung an Russland ausgesprochen und eine Veränderung der französischen Rolle in der Nato gefordert. Nach einem Berufungsurteil Anfang Juli kann sie trotz ihrer Verurteilung wegen der Veruntreuung von EU-Geldern bei der Präsidentschaftswahl 2027 antreten und hat ihre Kandidatur bereits angekündigt, berichtet Reuters.

 
Zurück
Oben