Dirigent
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Abdu-r-Rahman Ibn 'Auf berichtete: "Als ich am Tage der Schlacht von Badr in der Reihe der Kämpfer stand, erblickte ich jeweils an meiner rechten und linken Seite zwei Jungen, um deren Leben ich bangte. Einer von den beiden sagte mir heimlich, so dass sein Gefährte dies nicht wahrnehmen konnte: »Onkel! Zeige mir, wo Abu Dschahl (bei den Gegnern) steht!«Ich erwiderte: »O Sohn meines Bruders! Was willst du mit ihm tun?« Der Junge antwortete: »Ich gab Allah ein Versprechen, dass ich ihn - falls ich ihn sehe - umbringe oder, dass ich selbst deswegen umkomme!«Der andere Junge erzählte mir auch dasselbe im Vertrauen, ohne dass sein Gefährte dies wahrnahm. Es hat mich sehr gefreut, dass ich zwischen zwei Männern dieser Art stand. Ich zeigte den beiden auf ihn, und sie gingen auf ihn so heftig los wie Falken und erschlugen ihn. Es sind die beiden Söhne von 'Afra'
[h=1]Zwölf Tote bei Anschlag auf Kirche[/h][h=6]3. Juni 2012, 16:32[/h]
[h=2]Noch kein Bekennerschreiben - Kämpfe in ländlichen Gebieten fordern mindestens 20 Tote[/h]Yelwa - Bei einem Selbstmordanschlag auf eine Kirche im Norden Nigerias sind zwölf Menschen getötet worden. Der Attentäter fuhr am Sonntag mit einem Auto voller Sprengstoff in das Gotteshaus in der Stadt Yelwa in der Nähe von Bauchi. Der britische Sender BBC berichtete von zwölf Toten, die nach der Tat vor dem Gebäude aufgereiht wurden. Andere Medien meldeten sieben Tote. Zudem habe es viele Verletzte gegeben.
Ein Selbstmordattentäter habe versucht, mit dem Wagen das Tor zu dem Gebäudekomplex zu durchbrechen, hieß es. Das Fahrzeug sei dann vor einem Zaun an der Harvest Fields-Kirche der örtlichen Pfingstgemeinde explodiert, sagte ein Augenzeuge.
Zwei Polizisten getötet
In der Kirche fand gerade ein Gottesdienst statt. Mehrere Gläubige wurden verletzt. Unter den Toten waren einem Augenzeuge zufolge zwei Polizisten. Am Anschlagsort herrschte Chaos.
In dem bevölkerungsreichsten Land Afrikas kommt es immer wieder zu interreligiösen Konflikten. Zu zahlreichen Anschlägen bekannte sich die radikal-islamische Terrorgruppe Boko Haram ("Westliche Erziehung ist Sünde"). Für das Attentat am Sonntag übernahm zunächst jedoch niemand die Verantwortung.
In einem ländlichen Gebiet nahe der nigerianischen Hauptstadt Abuja kam es unterdessen zu Kämpfen, bei denen mindestens 20 Menschen getötet und 50 weitere verletzt. Wie das nigerianische Rote Kreuz am Samstag mitteilte, wurden durch die Gewalt im Umfeld der Ortschaft Assakio im zentralen Bundesstaat Nasarawa zudem etwa 6.000 Menschen aus ihren Häusern vertrieben. Erste Angriffe seien bereits am Freitag erfolgt. Über die Hintergründe lagen zunächst keine Angaben vor. Das Rote Kreuz verwies lediglich auf die unzureichende Sicherheit in der Region.
Nigeria ist mit mehr als 160 Millionen Einwohnern das bevölkerungsreichste Land Afrikas. Der Anteil von Christen und Muslimen ist weitgehend ausgeglichen, allerdings gibt es regionale Unterschiede: Der Islam dominiert den Norden, das Christentum den Süden. Boko Haram will im Norden einen muslimischen Staat errichten, in dem die Scharia befolgt wird. Die wichtigsten Ölfelder von Afrikas größtem Produzenten befinden sich im Süden des Landes.
Vizekanzler und Außenminister Michael Spindelegger (V) reist von Dienstag bis Freitag nach Nigeria, das rund zehnmal so groß ist wie Österreich. Dort wird er neben Präsident Goodluck Jonathan auch seinen Amtskollegen Olugbenga Ashiru treffen und ein bilaterales Rückführungsabkommen unterzeichnen. Auch Gespräche mit religiösen - sowohl muslimischen als auch christlichen - Vertretern stehen auf dem Programm. (APA/Reuters, 03.06.2012)