K
Kejo
Guest
Die illegale Einwanderung nach Griechenland erfolgt mittlerweile hauptsächlich über die türkisch-griechische Grenze. Genauer: Über den Fluss Meriç/Evros.
Ist sich die türkische Regierung dessen bewusst?
Ja, ist sie.
Hat die illegale Einwanderung über den Fluss Meriç negative Auswirkungen auf die Türkei?
Erstaunlicherweise: Nein, hat sie nicht. Die Migranten ziehen fast komplett weiter in die EU.
Wollen die Migranten wirklich alle nach Griechenland?
Eher nicht, Griechenland ist das Tor zur EU. Die Migranten wollen weiter Richtung Westeuropa ziehen, aber aufgrund bestimmter EU-Bestimmungen ist Griechenland gezwungen, diese Menschen bei sich aufzunehmen. Selbst wenn einer es bis nach Deutschland schafft und hier angibt, dass er zuerst in Griechenland strandete, wird er von den deutschen Behörden dorthin abgeschoben.
Warum ist die Grenze so undicht?
Die Überwachung dieses Grenzabschnittes ist aufgrund natürlicher Gegebenheiten kompliziert. Immer noch schaffen genügend Migranten, die andere Seite des Ufers zu erreichen, obwohl Frontex-Einheiten Griechenland unterstützen.
Warum tut die Türkei nichts dagegen?
Die Türkei und die EU haben ein Rückführungsabkommen für illegale Einwanderer ausgehandelt. Dieses muss lediglich unterschrieben werden. Die türkische Seite jedoch verlangt als EU-Beitrittskandidat das gleiche Recht auf visafrei Einreise in den Schengenraum wie es mittlerweile anderen Balkanstaaten wie Mazedonien, Serbien und Montenegro, die zwar den Beitrittsstatus erlangt haben, aber ohne laufende Verhandlungen, gewährt wird. Solange die EU die Türken ungleich behandle, werden sie diesbezüglich auch nichts unternehmen.
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Leider ist Griechenland der Verlierer in diesem Streit und den anderen EU-Staaten ist das auch ein bisschen scheißegal, weil die Asylanten ja in Hellas bleiben. Am 26. April wird in Brüssel mit der Türkei über die Visafrage beraten. Fest steht, dass die EU der Türkei erste Visaerleichterungen erteilen wird.
Tatsächlich haben schon mehrere EU-Gerichte der Türkei Recht gegeben in diesem Fall.
Ist sich die türkische Regierung dessen bewusst?
Ja, ist sie.
Hat die illegale Einwanderung über den Fluss Meriç negative Auswirkungen auf die Türkei?
Erstaunlicherweise: Nein, hat sie nicht. Die Migranten ziehen fast komplett weiter in die EU.
Wollen die Migranten wirklich alle nach Griechenland?
Eher nicht, Griechenland ist das Tor zur EU. Die Migranten wollen weiter Richtung Westeuropa ziehen, aber aufgrund bestimmter EU-Bestimmungen ist Griechenland gezwungen, diese Menschen bei sich aufzunehmen. Selbst wenn einer es bis nach Deutschland schafft und hier angibt, dass er zuerst in Griechenland strandete, wird er von den deutschen Behörden dorthin abgeschoben.
Warum ist die Grenze so undicht?
Die Überwachung dieses Grenzabschnittes ist aufgrund natürlicher Gegebenheiten kompliziert. Immer noch schaffen genügend Migranten, die andere Seite des Ufers zu erreichen, obwohl Frontex-Einheiten Griechenland unterstützen.
Warum tut die Türkei nichts dagegen?
Die Türkei und die EU haben ein Rückführungsabkommen für illegale Einwanderer ausgehandelt. Dieses muss lediglich unterschrieben werden. Die türkische Seite jedoch verlangt als EU-Beitrittskandidat das gleiche Recht auf visafrei Einreise in den Schengenraum wie es mittlerweile anderen Balkanstaaten wie Mazedonien, Serbien und Montenegro, die zwar den Beitrittsstatus erlangt haben, aber ohne laufende Verhandlungen, gewährt wird. Solange die EU die Türken ungleich behandle, werden sie diesbezüglich auch nichts unternehmen.
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Leider ist Griechenland der Verlierer in diesem Streit und den anderen EU-Staaten ist das auch ein bisschen scheißegal, weil die Asylanten ja in Hellas bleiben. Am 26. April wird in Brüssel mit der Türkei über die Visafrage beraten. Fest steht, dass die EU der Türkei erste Visaerleichterungen erteilen wird.
Tatsächlich haben schon mehrere EU-Gerichte der Türkei Recht gegeben in diesem Fall.