F21
evolutionärer Humanist
[h=1]Die Hexenjagd findet kein Ende[/h] [h=3]IHEU: Fälle von Hass und Gewalt gegen „Hexen“ kaum zu überblicken.[/h]
Glaube – Wie die International Humanist and Ethical Union (IHEU) am Montag mitteilte, erreicht die Organisation mit Sitz in London derzeit eine kaum zu bewältigende Menge von Meldungen über die Verfolgung von Menschen wegen „Hexerei“.
Obwohl nur ein Bruchteil aller Ereignisse dokumentiert wird, gibt es fast täglich neue Berichte über Hetzkampagnen, Folter und Gewalt. Asien und Afrika bilden derzeit Schwerpunkte des Hexenglaubens, der immer wieder zum Verhängnis für viele Kinder und Frauen wird.
In Indien wurde vor kurzem eine junge Frau vergewaltigt, nach dem ihre Familie einen Heiler um eine Hilfe gebeten hat. Die 20-jährige litt unter psychischen Problemen, hieß es. Ein Polizeibeamter berichtete hinterher laut IBN Live, dass der Heiler die Familie zum Verlassen des Hauses aufforderte, weil die Zaubersprüche nur in ihrer Abwesenheit funktionieren würden. Anschließend vergewaltigte er die Frau.
Zur beinahe gleichen Zeit wurde eine 80-Jährige totgeschlagen, nach dem eine in der Nähe wohnende 16-Jährige ihren Eltern erzählt hatte, die Frau praktiziere Hexerei und sie sei selbst Opfer davon geworden. Wie die im Bundesstaat Karnataka herausgegebene indische Zeitung Deccan Herald weiter berichtete, kommt es in einigen Regionen vermehrt zur Brandmarkung alter Frauen als Hexen und dem anschließenden Mord.
Nach Vorwürfen von „Zauberei“ tot aufgefunden wurde ebenfalls kürzlich ein älteres Paar, wie die Times of Indian meldete. Der 55-jährige Sushil Birua und seine Frau sollen von ihrem Nachbarn zerhackt worden sein, weil Sushil sich als Hexer betätigt habe.
Noch einmal mit dem Leben davon kam laut Bericht der ägyptischen Zeitung Bikya Masr eine 30-Jährige nahe Neu-Dehli, die nach dem Vorwurf der Hexerei von sechs Männer mit glühenden Zangen gefoltert und anschließend nackt und kopfüber an einen Pfahl gebunden wurde. Die Frau überlebte, weil sie am nächsten Morgen von einem Passanten losgebunden wurde. Der Bericht erwähnt auch, dass die Zurückweisung sexueller Avancen typischer Auslöser für die Verfolgung als Hexe ist.
Aber nicht nur in Indien, auch auf dem afrikanischen Kontinent greift die Hexenjagd weiter um sich. Geschürt durch evangelikale und pfingstlerische Priester, kommen wegen der Verbreitung des Hexenglaubens in einigen Staaten Afrikas jährlich tausende Mädchen und Frauen um, werden verschleppt, sexuell und als Arbeitssklaven missbraucht oder von ihren Familien verlassen.
Leo Igwe, Vertreter von IHEU und Skeptikerorganisation, berichtete gestern über die Lage in Nigeria. Unter dem Slogan „Mein Vater! Mein Vater! Diese Hexe muss sterben“ wurde kürzlich eine Hasskampagne einer örtlichen Kirchengemeinde veranstaltet. Im Mittelpunkt stand das für Ende März angekündigte „Festival of Fire“. Igwe verfasste dazu beim Onlinenachrichtendienst Sahara Reporters einen Eintrag.
wissenrockt.de » Die Hexenjagd findet kein Ende
Glaube – Wie die International Humanist and Ethical Union (IHEU) am Montag mitteilte, erreicht die Organisation mit Sitz in London derzeit eine kaum zu bewältigende Menge von Meldungen über die Verfolgung von Menschen wegen „Hexerei“.
Obwohl nur ein Bruchteil aller Ereignisse dokumentiert wird, gibt es fast täglich neue Berichte über Hetzkampagnen, Folter und Gewalt. Asien und Afrika bilden derzeit Schwerpunkte des Hexenglaubens, der immer wieder zum Verhängnis für viele Kinder und Frauen wird.
In Indien wurde vor kurzem eine junge Frau vergewaltigt, nach dem ihre Familie einen Heiler um eine Hilfe gebeten hat. Die 20-jährige litt unter psychischen Problemen, hieß es. Ein Polizeibeamter berichtete hinterher laut IBN Live, dass der Heiler die Familie zum Verlassen des Hauses aufforderte, weil die Zaubersprüche nur in ihrer Abwesenheit funktionieren würden. Anschließend vergewaltigte er die Frau.
Zur beinahe gleichen Zeit wurde eine 80-Jährige totgeschlagen, nach dem eine in der Nähe wohnende 16-Jährige ihren Eltern erzählt hatte, die Frau praktiziere Hexerei und sie sei selbst Opfer davon geworden. Wie die im Bundesstaat Karnataka herausgegebene indische Zeitung Deccan Herald weiter berichtete, kommt es in einigen Regionen vermehrt zur Brandmarkung alter Frauen als Hexen und dem anschließenden Mord.
Nach Vorwürfen von „Zauberei“ tot aufgefunden wurde ebenfalls kürzlich ein älteres Paar, wie die Times of Indian meldete. Der 55-jährige Sushil Birua und seine Frau sollen von ihrem Nachbarn zerhackt worden sein, weil Sushil sich als Hexer betätigt habe.
Noch einmal mit dem Leben davon kam laut Bericht der ägyptischen Zeitung Bikya Masr eine 30-Jährige nahe Neu-Dehli, die nach dem Vorwurf der Hexerei von sechs Männer mit glühenden Zangen gefoltert und anschließend nackt und kopfüber an einen Pfahl gebunden wurde. Die Frau überlebte, weil sie am nächsten Morgen von einem Passanten losgebunden wurde. Der Bericht erwähnt auch, dass die Zurückweisung sexueller Avancen typischer Auslöser für die Verfolgung als Hexe ist.
Aber nicht nur in Indien, auch auf dem afrikanischen Kontinent greift die Hexenjagd weiter um sich. Geschürt durch evangelikale und pfingstlerische Priester, kommen wegen der Verbreitung des Hexenglaubens in einigen Staaten Afrikas jährlich tausende Mädchen und Frauen um, werden verschleppt, sexuell und als Arbeitssklaven missbraucht oder von ihren Familien verlassen.
Leo Igwe, Vertreter von IHEU und Skeptikerorganisation, berichtete gestern über die Lage in Nigeria. Unter dem Slogan „Mein Vater! Mein Vater! Diese Hexe muss sterben“ wurde kürzlich eine Hasskampagne einer örtlichen Kirchengemeinde veranstaltet. Im Mittelpunkt stand das für Ende März angekündigte „Festival of Fire“. Igwe verfasste dazu beim Onlinenachrichtendienst Sahara Reporters einen Eintrag.
wissenrockt.de » Die Hexenjagd findet kein Ende
