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Die Kurden und das Geburtenproblem in der Türkei

John Wayne

Gesperrt
DWO-geburt-tuerkei.jpg


Im "europäischen” Westen des Landes kommen kaum Kinder zur Welt, im Osten und Südosten viele. Der Regierung ist beunruhigt, denn die Menschen dort betrachten sich weniger als Türken denn als Kurden. Von Boris Kálnoky

In den vergangenen Wochen wurden zwei interessante Sozial-Landkarten der Türkei veröffentlicht. Die eine betrifft die Entwicklung der Geburtenraten in unterschiedlichen Teilen des Landes. Im Westen, also im kulturell europäischsten Teil der Türkei, liegt die Rate bei nur 1,5 – ein Wert, der europäischen Verhältnissen entspricht, nur dass die Geburtenrate einer jener Bereiche ist, in dem die Türkei sich lieber kein Beispiel an Europa nehmen möchte.

Demografen haben festgestellt, dass es im kinderarmen Westen dennoch kinderreiche Segmente der Gesellschaft gibt, vor allem zugewanderte Kurden in den Großstädten. Mit anderen Worten, die Geburtenrate für den ethnisch türkischen Teil der westtürkischen Bevölkerung liegt wahrscheinlich noch niedriger als 1,5. Die Geburtenrate wächst sogar in einzelnen Gebieten im Westen, nämlich überall da, wo es hohe Zuwanderung gibt, etwa Istanbul und das südwestliche Antalya.

Im fernen Osten und Südosten der Türkei dagegen liegt die Geburtenrate bei 3,5 Kindern pro Frau. Die Gründe dafür sind wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Natur – es ist die am wenigsten entwickelte Region des Landes, zugleich sind die Möglichkeiten für Frauen begrenzter, gegen den Widerstand der patriarchalischen Gesellschaftsstrukturen speziell bei den Kurden Zugang zu Bildung und beruflichen Chancen zu erlangen.


Erdogan hat in der Vergangenheit vor einer "katastrophalen Lage” gewarnt, wenn der demografische Trend bis zum Jahr 2038 ungebrochen anhält. Was er da genau berechnete, ist nicht bekannt.

Bevölkerung: Die Kurden und das Geburtenproblem in der Türkei - Nachrichten Politik - Deutschland - DIE WELT

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die kurden übernehmen, ganz klar...
 

Charlie Brown

Meistgehasster User hier
Was soll daran toll sein wenn die Kurden übernehmen, besonders jene die dann auch noch traditionell denken und leben?
 
K

Kejo

Guest
Gerade das steht dort nicht, John, aber scheiß drauf. :lol:

In dem Artikel steht, dass nur 5 bis 6 Prozent die PKK-Partei wählen, aber beste Schätzungen davon ausgehen, dass 25 Prozent der türk. Bevölkerung kurdisch sind.

Was sagt das aus, Johny Boy?
 

John Wayne

Gesperrt
Gerade das steht dort nicht, John, aber scheiß drauf. :lol:

In dem Artikel steht, dass nur 5 bis 6 Prozent die PKK-Partei wählen, aber beste Schätzungen davon ausgehen, dass 25 Prozent der türk. Bevölkerung kurdisch sind.

Was sagt das aus, Johny Boy?

das erdogan das für eine katastrophe hält sollte der trend bis 2038 anhalten.
 

Usta

Gesperrt
Als ob in dem rotmarkierten Gebiet nur Kurden leben. Ich komm auch aus diesem Gebiet und kann sagen, dass die Türken dort locker mit den Kurden mithalten können :^^:
 
K

Kejo

Guest
das erdogan das für eine katastrophe hält sollte der trend bis 2038 anhalten.

Das ist eine glatte Falschinfo von Kalnoky. Das macht er gerne. Aber Erdogan profiliert sich explizit pro-kurdisch. "Die AKP ist die wahre Kurden-Partei", solche Sätze hört man von ihm. Wäre Boris schlau gewesen, hätte er sich die politische Stimmenverteilung in der Türkei mal angesehen. Die Kurden sind die regelmäßigsten und strammsten AKP-Wähler.

Er spricht von der Urbanisierung und davon, dass sie die Kurden integrieren würde. Die Urbanisierungsquote in der Türkei ist die höchste auf dem Balkan. Wie wirkt sich das aus? Immer noch gilt die Regel: Je religiöser Kurden sind, desto wahrscheinlicher ist es auch, dass sie pro-Türkei sind. Kurden sind aber ultrakonservativ. Islam mit Kommunismus passt eben immer noch nicht. Was sagt das aus?

Er lässt andere Faktoren wie den Wohlstandsanstieg außen vor. Bereits heute sieht man, dass in ostanatolischen Städten wie Gaziantep, die Wirtschaft stark aufgestellt sind, die Kurden sich nicht für die PKK interessieren. Immer dort, wo die Armut am größten ist, ist die Kurdenpartei am stärksten. Ist das echte Sezession oder eine Armutsfrage?

Zudem bleibt die Anzahl der Türken seit Jahren konstat, trotz fallender Geburtenzahlen. Wie geht das? Warum beantwortet er das nicht?

Bei allem Respekt. Das ist Boris Kalnoky. Oberflächliche Analysen bis zum Anschlag.

Er selber liefert doch in seinem Text erste Indizien. Wie kann es sein, dass die Kurdenpartei in einer kurdischen Türkei nur 5% - 6% der Stimmen erhält - das war eines der besten Ergebnisse überhaupt.

Usw. usf. Welt Online halt, Springer-Presse eben.
 
K

Kejo

Guest
Als ob in dem rotmarkierten Gebiet nur Kurden leben. Ich komm auch aus diesem Gebiet und kann sagen, dass die Türken dort locker mit den Kurden mithalten können :^^:

Ich ja auch. :77:

Stimmt aber. Boris verwechselt hier politische und geografische Bezeichnungen. Er redet von Ostanatolien, meint aber Südostanatolien und Teile Ostanatoliens; nicht aber den gesamten Osten Anatoliens bis hoch nach Georgien. :lol:
 

Barbaros

Ultra-Poster
Ich stamm Familier auch aus den Nordosten (Ardahan) und im Osten ist die Geburtenrate generell höher als sonst wo in der Türkei,
hat nix mit der ethnie zutun.
 

H3llas

οἶδα οὐκ &#94
Gerade das steht dort nicht, John, aber scheiß drauf. :lol:

In dem Artikel steht, dass nur 5 bis 6 Prozent die PKK-Partei wählen, aber beste Schätzungen davon ausgehen, dass 25 Prozent der türk. Bevölkerung kurdisch sind.

Was sagt das aus, Johny Boy?
es ist warscheinlicher das in Iran die wahlen sauberer ablaufen als in der Türkei..sorry wenn ich das so ausdrücken muss. Türkei und Menschenrechte...sind 2 gegensätze...ich glaube nicht das in der türkei saubere wahlen stattfinden...genau so wenig das es eine Pressefreiheit gibt.. :)
 
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