Die Lösung liegt wohl auf der Hand. Und es ist wohl die einzige Lösung.
Zu erst mal ein paar Fakten:
Zu erst mal an die Albaner:
Die Kosovo-Albaner (jedenfalls die Mehrheit) sehen sich in erster Linie als Albaner an und nicht als Kosovaren. Ihr Herz schlägt rot und schwarz und nicht blau-gelb. Sie tragen im Herzen den albanischen Doppelkopf-Adler und nicht die multikulti-Eulex-Flagge. - Ich weiss das, weil es mir so gut wie alle Albaner bestätigt haben.
Das Kosovo, jetzt als Staat, Halbstaat oder wie man es auch nennen mag, ist blockiert. Und das wird auch so bleiben. Nicht nur wegen Serbien, sondern vor allem wegen ihren befreundeten Veto-Mächten Russland und China, welche in der Welt immer mehr und mehr an Macht gewinnen. Kosovo ist...... und falls es sich nichts ändert, wird es in der Blockade bleiben und das in unzähligen internationalen Institutionen. Da haben selbst die Palästinenser die viel besseren Karten. Das ist fakt. Und ich rede nicht nur von der UNO.
Zu den Serben:
Das Kosovo ist weg (und hier meine ich Kosovo, als Ganzes). Das wird sich nie und nimmer rückgängig machen lassen. Selbst wenn die EU und USA untergehen würden und Russland und China die alleinigen Weltmächte wären, wäre Kosovo kaum zu retten oder unter serbischen Hut zu bringen. Es würde endlose Probleme. Rebellion, Chaos, Last, Last, Last und nichts als puure Last für Serbien ergeben. Das ist fakt! Und soviel Last und Probleme verträgt kein Volk der Welt, schon gar nicht die Serben.
Zurück zu den Albaner:
Analog zu dem, was ich gerade eben geschrieben habe, gilt es auch im umgekehrten Fall für den Nord-Kosovo. Aber genau gleich! Die würden es den Albaner (im oberen Fall) genau so nachmachen und nie aufgeben, koste es was es wolle.
Da die Kosovo-Albaner zu Albanien wollen, und die Kosovo-Serben zu Serbien wollen, und die Tatsache, dass der jetzige Status Quo, aus den oben genannten Gründen, eine ruhige Zukunft verunmöglicht (für beide Seiten geltend), gibt es nur eine einzige Lösung:
Das Kosovo muss zwischen Serbien und Albanien aufgeteilt werden. Zudem müsste evtl. Serben auf das Presevo-Tal ebenfalls verzichten und die Albaner müssten einige kleine Mini-Enklaven für die Verwaltung serbische Klöster den Serben überlassen.
- Nur so könnte man ein Höchstmass an gegenseitiger Zufriedenstellung erreichen. 100% auf einer Seite wohl kaum, dass ist mir schon klar, aber hier muss nach dem Optimum gesucht werden, auch wenn es eine 100%-Win-Win-Situation für beide Seiten nicht gibt.
Aber es wäre die optimalste und höchst-mögliche Win-Win-Situation.
Zu den kleinen Enklaven zu Erklärung:
1.) Man würde sie auf der Karte kaum sehen. Weil es nicht viele und nur die für die Serben wichtigsten Geografischen Punkte wären.
2.) Unzählige europäische Staaten haben viele Solche gegenseitige Enklaven in der Nähe von Grenzen. Ich rede da nicht von Armenien/Aserbeidschan, deren Grenzverlauf einem Schweizer-Käse gleicht, sonder hier in West-Europa. In der Schweiz gibt es italienische und Deutsche Enklaven. Und Holland/Belgien haben ein "Eklavenissmima" an ihren Grenzen. Hier nur ein kleines Beispiel:
Baarle (auf Google-Earth sieht das noch viel krasser aus)
3.) Die serbischen Enklaven würden viel weniger dramatisch ausfallen.
Der Vorteil von dem Ganzen: Die Albaner hätten über 90% des Kosovos, also den ganz grossen Teil vom Kuchen. Die Serben würden sich nicht mehr so beraubt fühlen um ihre geschichtlichen Bauten.
Das grösste Problem würde aber hier die Balkanmentalität stellen, wo Kompromissbereitschaft, ja Kompromiss generell, alles Fremdwörter sind. Lieber kämpft man um alles oder nichts und geht so lieber gemeinsam ins Elend. Das ist traurig und das muss man ändern. Zudem müssen die Balkaner lernen, nicht etwas von der anderen Seite zu verlangen, was sie im umgekehrten Fall nie und nimmer akzeptieren würden.