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Die zehn miesesten Airports der Welt
Überladene Hallen, verschimmelte Toiletten, fehlende Anzeigen: Es gibt Flughäfen, die möchte man am liebsten nie mehr betreten. Dazu gehören insbesondere Mega-Hubs.
Platz 1: Paris Charles-de-Gaulle, Frankreich
Die Grande Nation belegt in der Rangliste von CNNgo das Schlusslicht: «Wenn man hier auf eine Umsteigeverbindung wartet, gleicht das einem Polizeigewahrsam», sagt ein Passagier. Der Knotenpunkt von Air France ist chronisch überlastet. Defekte Ticket-Scanner, fehlende Beschilderungenund viel zu wenig Monitore machen den Flughafen zur Qual. Dazu kommt das herablassende Personal, das lieber nichts macht als den Passagieren zu helfen.
Platz 2: Los Angeles International, USA
Es ist und bleibt ein Rätsel, wie der eigentlich viel zu kleine Megahub LAX die täglich 1700 Starts und Landungen hinbekommt. Das Flughafengebäude hat gerade einmal ein Fünftel der Grösse von Dallas/Fort Worth. Er wird auch als Flughafen genannt, dessen 8 Terminals durch einen einzigen Verkehrsstau verbunden sind.
Platz 3: London Heathrow, England
«Flieg ja nicht über Heathrow»: Diesen Rat hört man nicht nur von Reisebüroangestellten. Berichte von verlorenen Gepäckstücken oder verpassten Anschlussflügen findet man im Netz zuhauf. Und einmal im Flieger, ist die Qual noch lange nicht zu Ende. Zu Spitzenzeiten müssen die Flugzeuge auf den Rollwegen manchmal weit über eine halbe Stunde auf die Startfreigabe warten, dermassen gross ist der Andrang.
Platz 4: Toncontín International, Tegucigalpa, Honduras
Dieser Flughafen ist nichts für Leute mit Flugangst: Umgeben von steilen Bergen, wie ein Nest eingebettet in ein schüsselförmiges Tal, endet die kurze Landebahn vor einem Felsen, bevor es weiter 20 Meter in die tiefe geht. Da rücken negative Berichte über dreckige Terminals und unfreundliche Abfertigung in den Hintergrund. Obschon die Piste kürzlich um 300 Meter verlängert wurde, gilt Tocontin als zweitgefährlichster Flughafen der Welt.
Platz 5: Ninoy Aquino International, Manila, Philippinen
Nicht nur die Philippinen selbst, auch der Flughafen Manila hält mit dem rasanten Bevölkerungswachstum nicht mit. Dieses Jahr hat er das Abzeichen «Worst in the world» für das Schlafen auf Flughäfen erhalten. Der Autor verbrachte selbst eine Nacht im tiefgekühlten Domestic Terminal - ohne ein Auge zu zu machen. Richtig schlimm sind jedoch die zahlreichen gestrichenen Flüge. Immer wieder fallen auf den Phillipinen Inlandflüge wegen fehlenden Instrumenten-Landesystemen aus. Dann wird es nach Stunden richtig ungemütlich auf den harten Pritschen.
Platz 6: Jomo Kenyatta International, Nairobi, Kenya
Obschon 2005 über 100 Millionen Dollar in den Ausbau des kenianischen Drehkreuzes gebuttert wurden: JKIA steht noch immer für dichtes Gedränge, lange Warteschlangen, häufige Stromausfälle und mangelhafte Sitzmöglichkeiten. Lounges existieren praktisch keine, und Toiletten sucht man meist vergebens.
Platz 7: John F. Kennedy International, New York, USA
Die grösste Schmach für den Mega-Hub JFK: Immer mehr Passagiere unternehmen alles, um von dem in New Jersey gelegenen Flughafen Newark abzufliegen. Mit gutem Grund: Über 21 Millionen Passagiere werden pro Jahr in den alten, aus den 1950er-Jahren stammenden Terminals abgefertigt.
Platz 8: Tribhuvan International, Kathmandu, Nepal
Ein Unglück kommt selten allein: Bei Nepals Tor zur Welt sorgt nicht nur das Wetter für zahlreiche Verspätungen. Das alltägliche Chaos wird durch fast nicht existierende Abfluganzeigen noch undurchschaubarer. «Die Abreise ist ein endloses Prozedere von Körperabtasten kombiniert mit dümmlichen Fragen», schreibt ein Passagier. Der Flughafenbetreiber reagiert auf die Reklamationen - indem er einen neuen Heliport gebaut hat…
Platz 9: Heraklion Airport, Kreta, Griechenland
Über fünf Millionen Sonnenhungrige pilgern jährlich nach Kreta. Die Abflughallen des Iraklio Airports stammen jedoch noch immer aus den 1970er-Jahren und sind für die zahlreichen Ferienflieger viel zu klein. Sich kreuzende Warteschlangen, desolate Verpflegungsmöglichkeiten und völlig ungenügende Warteräume machen den Flughafen zu einem der miesesten Europas.
Platz 10: São Paulo-Guarulhos, Brasilien
Eigentlich erstaunlich, dass Guarulhos International auf der Liste der meistgehassten Airports der Welt auftaucht, hat er doch 2011 den Titel als drittbester Airport Südamerikas erhalten. Doch ultralange Warteschlangen bei der Immigration und nicht kommunizierte Wechsel der Abfluggates rauben den Reisenden den letzten Nerv. Dazu die ewigen Verspätungen: Lediglich 41 Prozent aller Flüge heben pünktlich ab. Pro Jahr quälen sich über 30 Millionen Passagiere durch das Nadelöhr.
20.min
Überladene Hallen, verschimmelte Toiletten, fehlende Anzeigen: Es gibt Flughäfen, die möchte man am liebsten nie mehr betreten. Dazu gehören insbesondere Mega-Hubs.
Platz 1: Paris Charles-de-Gaulle, Frankreich
Die Grande Nation belegt in der Rangliste von CNNgo das Schlusslicht: «Wenn man hier auf eine Umsteigeverbindung wartet, gleicht das einem Polizeigewahrsam», sagt ein Passagier. Der Knotenpunkt von Air France ist chronisch überlastet. Defekte Ticket-Scanner, fehlende Beschilderungenund viel zu wenig Monitore machen den Flughafen zur Qual. Dazu kommt das herablassende Personal, das lieber nichts macht als den Passagieren zu helfen.
Platz 2: Los Angeles International, USA
Es ist und bleibt ein Rätsel, wie der eigentlich viel zu kleine Megahub LAX die täglich 1700 Starts und Landungen hinbekommt. Das Flughafengebäude hat gerade einmal ein Fünftel der Grösse von Dallas/Fort Worth. Er wird auch als Flughafen genannt, dessen 8 Terminals durch einen einzigen Verkehrsstau verbunden sind.
Platz 3: London Heathrow, England
«Flieg ja nicht über Heathrow»: Diesen Rat hört man nicht nur von Reisebüroangestellten. Berichte von verlorenen Gepäckstücken oder verpassten Anschlussflügen findet man im Netz zuhauf. Und einmal im Flieger, ist die Qual noch lange nicht zu Ende. Zu Spitzenzeiten müssen die Flugzeuge auf den Rollwegen manchmal weit über eine halbe Stunde auf die Startfreigabe warten, dermassen gross ist der Andrang.
Platz 4: Toncontín International, Tegucigalpa, Honduras
Dieser Flughafen ist nichts für Leute mit Flugangst: Umgeben von steilen Bergen, wie ein Nest eingebettet in ein schüsselförmiges Tal, endet die kurze Landebahn vor einem Felsen, bevor es weiter 20 Meter in die tiefe geht. Da rücken negative Berichte über dreckige Terminals und unfreundliche Abfertigung in den Hintergrund. Obschon die Piste kürzlich um 300 Meter verlängert wurde, gilt Tocontin als zweitgefährlichster Flughafen der Welt.
Platz 5: Ninoy Aquino International, Manila, Philippinen
Nicht nur die Philippinen selbst, auch der Flughafen Manila hält mit dem rasanten Bevölkerungswachstum nicht mit. Dieses Jahr hat er das Abzeichen «Worst in the world» für das Schlafen auf Flughäfen erhalten. Der Autor verbrachte selbst eine Nacht im tiefgekühlten Domestic Terminal - ohne ein Auge zu zu machen. Richtig schlimm sind jedoch die zahlreichen gestrichenen Flüge. Immer wieder fallen auf den Phillipinen Inlandflüge wegen fehlenden Instrumenten-Landesystemen aus. Dann wird es nach Stunden richtig ungemütlich auf den harten Pritschen.
Platz 6: Jomo Kenyatta International, Nairobi, Kenya
Obschon 2005 über 100 Millionen Dollar in den Ausbau des kenianischen Drehkreuzes gebuttert wurden: JKIA steht noch immer für dichtes Gedränge, lange Warteschlangen, häufige Stromausfälle und mangelhafte Sitzmöglichkeiten. Lounges existieren praktisch keine, und Toiletten sucht man meist vergebens.
Platz 7: John F. Kennedy International, New York, USA
Die grösste Schmach für den Mega-Hub JFK: Immer mehr Passagiere unternehmen alles, um von dem in New Jersey gelegenen Flughafen Newark abzufliegen. Mit gutem Grund: Über 21 Millionen Passagiere werden pro Jahr in den alten, aus den 1950er-Jahren stammenden Terminals abgefertigt.
Platz 8: Tribhuvan International, Kathmandu, Nepal
Ein Unglück kommt selten allein: Bei Nepals Tor zur Welt sorgt nicht nur das Wetter für zahlreiche Verspätungen. Das alltägliche Chaos wird durch fast nicht existierende Abfluganzeigen noch undurchschaubarer. «Die Abreise ist ein endloses Prozedere von Körperabtasten kombiniert mit dümmlichen Fragen», schreibt ein Passagier. Der Flughafenbetreiber reagiert auf die Reklamationen - indem er einen neuen Heliport gebaut hat…
Platz 9: Heraklion Airport, Kreta, Griechenland
Über fünf Millionen Sonnenhungrige pilgern jährlich nach Kreta. Die Abflughallen des Iraklio Airports stammen jedoch noch immer aus den 1970er-Jahren und sind für die zahlreichen Ferienflieger viel zu klein. Sich kreuzende Warteschlangen, desolate Verpflegungsmöglichkeiten und völlig ungenügende Warteräume machen den Flughafen zu einem der miesesten Europas.
Platz 10: São Paulo-Guarulhos, Brasilien
Eigentlich erstaunlich, dass Guarulhos International auf der Liste der meistgehassten Airports der Welt auftaucht, hat er doch 2011 den Titel als drittbester Airport Südamerikas erhalten. Doch ultralange Warteschlangen bei der Immigration und nicht kommunizierte Wechsel der Abfluggates rauben den Reisenden den letzten Nerv. Dazu die ewigen Verspätungen: Lediglich 41 Prozent aller Flüge heben pünktlich ab. Pro Jahr quälen sich über 30 Millionen Passagiere durch das Nadelöhr.
20.min