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Edi Rama: Wenn Kosovo weiterhin isoliert wird, vereinigen wir uns!

R

Rosinante

Guest
Aber ein Teil von Serbien

Auch wenn ich weiß dass das Gebiet um den Kosovo sowohl serbisch als auch albanisch rein von der Identität als auch von der Geschichte geprägt ist, so muss man aber einfach sagen dass dieses Gebiet heute einfach größtenteils albanisch ist, mal ausgenommen vom Norden. Ich will mich jetzt nicht zu sehr in dieser Materie mit einmischen wer jetzt zuerst da war, der Serbe oder der Albaner, das ist ob man sich streitet ob zuerst das Ei oder die Henne - das ist sinnlos, zudem auch viele andere Reiche wie die Römer, die Bulgaren oder auch die Osmanen dieses Gebiet besetzten und jeder von ihnen es auch dementsprechend beeinflusste.
Blöderweise ist in den letzten Jahrzehnten sehr vieles Schief gelaufen aufgrund eines Projekts dass sich Jugoslawien nannte und auch schief ging... Man kann in Zukunft jedoch wieder friedlich miteinander umgehen und alles korrekt untereinander lösen. Mit Waffen oder Krieg funktioniert es einfach nicht mehr und es wäre die schlechtere Variante.

Deswegen kann man nicht einfach sagen dass Kosovo zu Serbien gehört, das stimmt nun mal nicht. Und vor allem wenn dann längst nicht nur ihnen. Das Kosovo ist von der Geschichte her von vielen Völkern beeinflusst wurden und so geworden wie es heute ist.
 

Dinarski-Vuk

Vuk sa Dinare
Србска;4286551 said:
Keiner wird sich da raushalten. Nicht Serbien, nicht die Serbische Republik und kein Serbe vom Balkan und der ganzen Welt. Der Konflikt würde von euch ausgehen. Außerdem haben wir Bruder Russland auf unserer Seite, ich würde mich da nicht rumspielen.

Ich wäre vorsichtig von "Brüderschaft" zu sprechen, kommt halt immer auf die gegenwärtige geopolitische Situation an. Serbien und die Serben an sich waren im 19. und 20. Jahrhundert vor allem germanophil, frankophil und anglophil, bzw. viel mehr als die heute deutlich ausgeprägte Russophilie. Ich empfehle dir nur mal das Archiv der Zeitschrift "Politika" aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts durchzulesen, Frankreich da, Frankreich dort, eine regelrechte Verehrung für den französischen Staat und heute sind es eben Putin und Russland.
 

DarkoRatic

Heraldiker
Country
Serbia
Ich wäre vorsichtig von "Brüderschaft" zu sprechen, kommt halt immer auf die gegenwärtige geopolitische Situation an. Serbien und die Serben an sich waren im 19. und 20. Jahrhundert vor allem germanophil, frankophil und anglophil, bzw. viel mehr als die heute deutlich ausgeprägte Russophilie. Ich empfehle dir nur mal das Archiv der Zeitschrift "Politika" aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts durchzulesen, Frankreich da, Frankreich dort, eine regelrechte Verehrung für den französischen Staat.
Ich schäme mich nicht Russophil zu sein
 

albanian_maestro

Frischling
Serbien und Albanien bemühen sich um Mitgliedschaft in der EU---> Eine Bedingung dafür sind gutnachbarschaftliche Beziehungen. Aber wie stabil sind denn bitte die Verhältnisse auf dem westlichen Balkan, wenn schon die Randale auf einem Fußballplatz ausreicht, um Krisen auszulösen? [siehe 14.10.2014]

"Großalbanien ist in erster Line eine Urangst der Serben, die gelegentlich auch in anderen Nachbarländern erscheint oder von dem einen oder anderen ausländischen Journalisten aufgegriffen wird, der glaubt, eine große Wahrheit aufzudecken, wenn er von Großalbanien spricht. Aber hier endet die Geschichte auch schon. Großalbanien ist nicht unser Projekt, genauso wenig wie das Stückchen Stoff, das, überladen mit albanischen Symbolen, über dem Belgrader Stadion flatterte, unsere Flagge ist oder die Flagge irgendeines anderen Albanien, das wir angeblich planen. Es ist auch nicht wahr, dass großalbanische Parteien stärker werden. In Albanien gibt es eine Partei, die in diese Richtung geht, doch sie hat nicht einmal ein Prozent der Stimmen bei der Parlamentswahl bekommen und sich wie ein Tropfen Salz im Wasser aufgelöst. Unser wirkliches Projekt ist ein großes Europa, nicht ein großes Albanien. Erlauben Sie mir, Sie daran zu erinnern: Die Albaner in Albanien, im Kosovo, in Mazedonien, in Serbien, in Montenegro und in Griechenland waren nie ein Problem für die anderen, sondern sie haben sich im Gegenteil immer darum bemüht, dass andere nicht zu ihrem Problem werden, dass andere sie nicht vertreiben, ethnisch marginalisieren und diskriminieren. Es ist nicht die Schuld der Albaner, dass sie in so vielen Ländern der Region zu Hause sind, und es ist ihr Verdienst, dass sie während all dieser düsteren Jahre nie rassistische oder ethnische Kriege vom Zaun gebrochen haben, sondern stets für Frieden und Stabilität in der Region eintraten. Großalbanien ist ein Mythos, der von denen lebendig erhalten wird, die ihn gegen die Albaner verwenden wollen."

-Edi Rama
 
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