24. Januar 2013 13:49 Konflikt in Mali
Islamistische Gruppe in Mali spaltet sich
Eine neue islamistische Gruppierung will Frieden in Mali: Die
Islamische Bewegung von Azawad hat sich von der den Norden kontrollierenden Gruppe
Ansar Dine abgespalten. Während diese Verbindungen zu al-Qaida hat, spricht sich die neue Bewegung gegen den Terrorismus aus.
Die Islamisten im Mali spalten sich: Im Norden des Landes hat sich eine Gruppierung von der mit al-Qaida in Verbindung stehenden Strömung Ansar Dine losgelöst. Die neue Islamische Bewegung von Azawad (MIA) kündigte am Donnerstag an, eine friedliche Lösung in dem Konflikt anzustreben.
Sie wolle sich "vollkommen von jeglicher terroristischen Gruppierung distanzieren", hieß es in einer Erklärung der Bewegung. Sie sei entschlossen, "alle Formen von Extremismus und Terrorismus zu bekämpfen".
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Malische Armee soll Menschen hingerichtet haben
Unterdessen wurden in Mali schwere Vorwürfe gegen die Armee laut. Menschenrechtler und Einheimische beschuldigen die Streitkräfte, Tuareg und Araber hingerichtet zu haben. Diese seien der Zusammenarbeit mit islamistischen Kämpfern bezichtigt worden, gegen deren Vormarsch Frankreich Soldaten eingesetzt hat.
Seit dem französischen Militäreinsatz gegen die Islamisten im Norden Malis, der am 10. Januar begann, gab es den Angaben zufolge mehrere außergerichtliche Hinrichtungen vor allem in den Städten Sevaré und Mopti in Zentralmali sowie in Nioro im Westen des Landes. Allein in Sevaré wurden demnach mindestens elf Menschen in einem Lager des malischen Militärs exekutiert. Unter Berufung auf Beobachter vor Ort hieß es weiter, in derselben Region seien zudem etwa 20 Menschen exekutiert und in Brunnen geworfen oder verscharrt worden. In Nioro sollen malische Soldaten zwei Tuareg hingerichtet haben.
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Westafrikanische Truppen unterstützen Frankreich
Nach einem Militärputsch im März vergangenen Jahres hatten die von Tuareg dominierte Befreiungsbewegung MNLA und islamistische Gruppen den Norden Malis erobert. Wenige Monate später unterlagen die Tuareg-Kämpfer einer Koalition islamistischer Gruppen. Derzeit geht die
französische Armee gemeinsam mit den Soldaten der malischen Militärregierung gegen die Rebellen vor.
Nach französischen Angaben rücken nun auch die ersten westafrikanischen Truppeneinheiten nach Norden vor. Eine gewisse Anzahl Truppen habe begonnen, sich von der Hauptstadt Bamako Richtung Nordosten zu bewegen, sagte Frankreichs Außenminister Laurent Fabius am Mittwoch in Paris.
Es seien bereits 1000 Soldaten aus westafrikanischen Staaten und dem Tschad in Bamako.
Mali: Menschenrechtler werfen Armee Hinrichtungen vor - Politik - Süddeutsche.de