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Ein stabiles Kroatien ist nur mit einem geringen Anteil von Serben möglich

Chef de Cuisine

Top-Poster
....sagte Franjo Tudjman in einem Gespräch mit den Historiker Ivo Goldstein, angeblich kurz vor seinem Tod.

Tudjman ging davon aus, dass eine RSK mit einem maximalen Grad an Autonomie, Parlament und eigener Verfassung unweigerlich dazu führen wird, dass Kroatien als Staat nicht normal funktionieren kann. Als ergriff der die Chance: Karadzic sendete ihm Mai/Juni über einen Mittelsmann Signale, dass die RS im Falle einer Intervention auf die RSK die Füße still halten würde.

Und tatsächlich: Juli 1995 marschiert die kroatische Armee (HV) in BiH ein und übernahm die Kontrolle über Grahovo, Glamoc und Teilen von Drvar. Einen nennenswerten Widerstand der VRS hat es nicht gegeben, Diese Militäraktion -verkauft als Entlastungsangriff für die Stadt Bihac- war nicht anderes als die Vorbereitung auf das, was am 4. August 1995 folgte: Die Oluja.

Die Armee der RSK hatte gleich 2 Probleme. Einerseits geschächt durch die Jugoslawien-Sanktionen, andererseits ließ Karadzic immer weniger an Versorgung zu. Der Durchschnitts-Soldat der RSK war um die 50 Jahre alt, die Truppe war -nach anfänglicher Unterstützung durch die JNA- quasi in Auflösung.

Die Oluja war somit weniger einer militärische Meisterleistung Kroatiens, sondern basierte zu einem großen Teil auf der Schwäche der VRSK. Kroatische und Serbische Generäle kamen später zu gleichen Einschätzung: Ein koordinierter kroatischer Angriff ist maximal 1 Woche durchhaltbar.

Quelle: Die serbische Dokumentation: "Pad Krajine" von VREME (Link), da werden alle vorausgehenden Aussagen zur Oluja gestützt.

Kroatien ist heute zwar die größte Volkswirtschaft unter den Nachfolgestaaten Jugoslawiens, in Punkto Pressefreiheit und Demokratieindex eher auf den hinteren Rängen zu finden. Grundsätzlich aber ist Kroatien ein institutionell funktionierender Staat, der sich mit seiner inneren Konstitution nicht selbst im Weg steht....so wie bspw. Bosnien & Hercegovina.

Die Frage also ist: Ist es Kroatien ohne eine RSK besser ergangen ? Hatte Franjo Tudjman mit seiner Aussage Recht ? Ist im direkten Vergleich zu BiH die Republik Kroatien der funktionalere Staat ?
 
Er hat einem Teil des Volkes aus dem Herzen gesprochen, nur sind verlassene Landschaften auch nicht das Wahre. Wobei jetzt überall abgewandert wird, ich bin mir sicher, die jüngeren Serben hätten auch anderes vorgezogen als in Banija, Lika und Kordun Viechzucht und ähnliches zu betreiben.
 
Ist es Kroatien ohne eine RSK besser ergangen

Deine Frage lautet eigentlich: Sind ethnische Säuberungen lohnenswert.

Meine Antwort: Ja.
Ob Serben in Kroatien, Indianer in den USA oder Armenier in der Türkei.
Für den Säubernden sind ethnische Säuberungen vorteilhaft.

Deswegen wird es auch in Zukunft zu ethnischen Säuberungen kommen. Die Republika Srpska ist das nächste Ziel. Die Serben müssen sich unbedingt darauf vorbereiten.
Die Moslems haben das Ziel die Serben aus der Republika Srpska zu verjagen. Das ist Fakt. Die Serben müssen sich dem höhstgradig bewusst werden.
 
Für die Bosnjaken gibt es nur dann ein stabiles BiH wenn die Serben verschwinden oder wenn die Serben zu "Bosnjaken" werden.
So wie Ante Pavelic den Plan hatte einen Teil der Serben zu vertreiben, einen Teil zu töten und einen Teil zu "kroatisieren".

Die Bosnjaken werden niemals "Serben" in BiH akzeptieren. Sie werden sie irgendwann vor die Entscheidung stellen: "Entweder du wirst Bosnjake oder zu verpisst dich".
Schon heute leugnen die Bosnjaken, dass es Serben in BiH gibt. Sie sagen, das seien "orthodoxe Bosnier".
Hier sollten schon alle Alamglocken läuten.
Etwas ähnliches haben zum beispiel die Ustasa mit den "orthodoxen Kroaten" vorgeschlagen. Es endete im Völkermord.

Die Serben in BiH sind in allergrößter Gefahr!
 
Für die Bosnjaken gibt es nur dann ein stabiles BiH wenn die Serben verschwinden oder wenn die Serben zu "Bosnjaken" werden.
So wie Ante Pavelic den Plan hatte einen Teil der Serben zu vertreiben, einen Teil zu töten und einen Teil zu "kroatisieren".

Die Bosnjaken werden niemals "Serben" in BiH akzeptieren. Sie werden sie irgendwann vor die Entscheidung stellen: "Entweder du wirst Bosnjake oder zu verpisst dich".
Schon heute leugnen die Bosnjaken, dass es Serben in BiH gibt. Sie sagen, das seien "orthodoxe Bosnier".
Hier sollten schon alle Alamglocken läuten.
Etwas ähnliches haben zum beispiel die Ustasa mit den "orthodoxen Kroaten" vorgeschlagen. Es endete im Völkermord.

Die Serben in BiH sind in allergrößter Gefahr!
Die Serben in BiH sind die allergrößte Gefahr! Für alle anderen.
 
Deine Frage lautet eigentlich: Sind ethnische Säuberungen lohnenswert.

Meine Antwort: Ja.
Ob Serben in Kroatien, Indianer in den USA oder Armenier in der Türkei.
Für den Säubernden sind ethnische Säuberungen vorteilhaft.

Deswegen wird es auch in Zukunft zu ethnischen Säuberungen kommen. Die Republika Srpska ist das nächste Ziel. Die Serben müssen sich unbedingt darauf vorbereiten.
Die Moslems haben das Ziel die Serben aus der Republika Srpska zu verjagen. Das ist Fakt. Die Serben müssen sich dem höhstgradig bewusst werden.
Was ist mit den ethnischen Säuberungen der VRS in der rs ??
 
Nur eine kurze Zwischenbemerkung @Chef de Cuisine.

Meiner Meinung nach hätte sich der Krieg im damaligen Jugoslawien vermeiden lassen können, wenn man die Krajina als eine autonome Republik Kroatiens erklärt hätte. Der damalige Präsident Kroatiens, Franjo Tudjman, hat den dortigen Serben jedoch den Status eines konstitunellen Volkes entzogen. Laut der damals gültigen jugoslawischen Verfassung war das jedoch illegal.

Gar keine Frage: Slobodan Milošević war mit seinem serbischen Nationalismus meiner Meinung nach der Hauptverursacher der Jugoslawienkriege. In Kroatien ist in dessen Folge dann Franjo Tuđman entstanden. Ohne Milošević hätte es aber vermutlich keinen Tuđman gegeben. Es wäre eine friedliche Einigung möglich gewesen wie seinerzeit (1993) zwischen Tschechen und der Slowakei.

Jugoslawien würde vermutlich heute noch bestehen - bis auf Slowenien und Kroatien. Auch die Bosniaken wollten im Grunde nicht aus dem jugoslawischen Staatenverbund austreten. Nachdem jedoch Radovan Karadžić Anfang 1992 im Parlament sagte er wolle die Bosniaken ausrotten war es klar, daß sich Bosnien und Herzegowina von Jugoslawien trennen muß.
 
Das Zusammenleben mit den Serben muss irgendwann wieder funktionieren. Außer, wir verfrachten sie wirklich auf den Mars.
Aber wenn wir sowieso alle Teil der EU werden wollen und die EU nach dem Vorbild der USA zu einem Staat verschmelzen wird. Haben wir im Endeffekt das, was wir in Jugoslawien hatten, nur besser.
Weil diesmal keine Volksgruppe sich als die "bessere" sieht und versucht, die Macht auf sich zu konzentrieren.

Deswegen ist es eigentlich irrelevant, ob es eine serbische Minderheit gibt in Kroatien oder dem Kosovo oder sonst so. Viel wichtiger und entscheidender ist, ob die geschichtliche Aufarbeitung erfolgt. Also schauen wir auf das was geschehen ist, mit einem gleichen Blick drauf, so wie es Deutschland heute macht auf die NS-Zeit und den Zweiten Weltkrieg. Oder schauen die Serben auf die Geschichte, wie sie es aktuell machen, sehen sich verraten, sehen eine Verschwörung, sehen sich nicht im Unrecht. So wie damals eben Deutschland nach dem Ersten Weltkrieg. Wozu das geführt hat, mit dem Verrückten aus Österreich ist jedem bekannt. Solange Serbien nicht aus der Geschichte gelernt hat und weiterhin sein eigenes Narrativ spinnt. Solange stimmt diese Aussage von Franjo wahrscheinlich. Aber das Problem liegt eben eher in den Köpfen der Menschen. Nicht "der Serbe" per se ist das Problem. Nochmal vor 300-400 Jahren war das Verhältnis zwischen den Serben und Kroaten oder den Serben und den Albanern oder den Serben und den Bosniaken nicht so wie es heute ist. Es kann auch wieder so werden, aber eben mit einem anderen Mindset und bestimmt nicht mit Leuten wie Disse, Buttermongo, Legjia (der Krüppel) und Bagsi.
 
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