Ich weiss, dass die Geburt Jesu gefeiert wird. Meine Frage lautete aber: wie wurde Jesus gezeugt?
bestimmt nicht biologisch wie der koran das erwähnt
Lukas 1,28 - 35:
Und der Engel kam zu ihr hinein und sprach: Sei gegrüßt, du Begnadete! Der Herr ist mit dir!
Sie aber erschrak über die Rede und dachte: Welch ein Gruß ist das?
Und der Engel sprach zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria, du hast Gnade bei Gott gefunden.
Siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären, und du sollst ihm den Namen Jesus geben.
Der wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden; und Gott der Herr wird ihm den Thron seines Vaters David geben,
und er wird König sein über das Haus Jakob in Ewigkeit, und sein Reich wird kein Ende haben.
Da sprach Maria zu dem Engel: Wie soll das zugehen, da ich doch von keinem Mann weiß?
Der Engel antwortete und sprach zu ihr: Der heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten; darum wird auch das Heilige, das geboren wird, Gottes Sohn genannt werden.
Der Bericht über das Gespräch zwischen Gabriel und Maria gibt uns außerdem weitere bedeutsame Informationen, um genauer zu bestimmen, was sich zutrug. Gabriel verkündete Maria, daß sie schwanger werden und einen Sohn gebären würde; er teilte ihr weiterhin einige andere Informationen über ihren Sohn mit, wobei für unsere Studie wichtig ist, daß es um Jesus ging, und daß dieser "der Sohn des Höchsten" genannt würde.
Die Bezeichnung "Sohn des Höchsten" weist darauf hin, daß diese Schwangerschaft nicht durch einen Mann, sondern von Gott selbst herbeigeführt würde. In dieser Sache würde von menschlicher Seite lediglich Maria beteiligt sein. Das war rein menschlich kaum oder nicht zu verstehen – normalerweise sind ein Mann und eine Frau zur Zeugung eines Nachkommens erforderlich. Maria war sich dessen sofort bewußt, wie ihre Frage an Gabriel aufzeigte: "Wie soll das zugehen, da ich doch von keinem Mann weiß?"
Maria redete nicht davon, daß sie keine Männer kannte oder nichts über Männer wußte; der Zusammenhang dieser Stelle weist darauf hin, daß "von einem Manne wissen" etwas mit einer sexuellen Beziehung zu einem Mann zu tun haben muß. Dieser Gebrauch des Wortes "wissen" ist zunächst eine in den semitischen Sprachen typische Ausdrucksweise, die sich später auch in der griechischen Sprache einbürgerte. "Wissen" bzw. "erkennen" bezeichnet unter Einbeziehung der Redefigur Euphemismus "Geschlechtsverkehr mit daraus resultierender Schwangerschaft". Diese Ausdrücke kommen z.B. im Alten Testament an einigen Stellen vor, aus denen sich die hier gegebene Bedeutung leicht ableiten läßt.
Marias Entgegnung auf die Ankündigung Gabriels ist noch in anderer Weise bemerkenswert. Maria stellte die an sie gerichteten Worte des Engels nicht in Frage, sie bezeichnete dessen Botschaft auch nicht als unmöglich; sie erkundigte sich nur weiter,
wie denn das Gesagte in ihrer Situation geschehen könnte und sollte.
4 Gabriel wiederholte in leicht abgewandelter Form seine Botschaft, und er erklärte Maria, daß der heilige Geist, daß also Gott selbst, dafür sorgen würde, daß dies geschehen könne. Sie würde durch die Kraft des Höchsten schwanger werden, weshalb ihr Sohn auch "Gottes Sohn" genannt würde.
Dann verwies der Engel noch auf eine Maria bekannte Situation, die ihr zeigen sollte, daß Gott auch in scheinbar unmöglichen Dingen wirken kann.
Gleichzeitig wurde eine verwandte auch schwanger Elisabeth die gebar Johannes den Täufer
Lukas 1,36 - 38:
Und siehe, Elisabeth, deine Verwandte, ist auch schwanger mit einem Sohn, in ihrem Alter, und ist jetzt im sechsten Monat, von der man sagt, daß sie unfruchtbar sei.
Denn bei Gott ist kein Ding unmöglich.
Maria aber sprach: Siehe, ich bin des Herrn Magd; mir geschehe, wie du gesagt hast. Und der Engel schied von ihr.
Um Maria zu verdeutlichen, daß auch "menschlich unmöglich" erscheinende Dinge durch Gottes Eingreifen durchaus geschehen können, erinnerte er sie daran, was mit Elisabeth, einer von Marias Verwandten, geschehen war. Eine Unfruchtbare war schwanger – das war in etwa so unmöglich wie die Schwangerschaft einer Frau ohne Zutun eines Mannes. Und doch stand zweifelsfrei fest, daß Elisabeth schwanger war, und das im sechsten Monat! Daraus wurde deutlich, daß Gott Seine Verheißungen zustandebringen kann.
Vers 37 wird oft aus dem Zusammenhang gerissen, um dann zu behaupten, Gott könne und würde einfach willkürlich alles tun, weil Ihm nichts unmöglich sei. "Denn bei Gott ist kein Ding unmöglich" ist wörtlich aus dem griechischen Text: "Denn nicht kraftlos wird sein von Gott jedes Wort [kein Wort von Gott wird kraftlos sein]."
5 Es geht also bei "kein Ding" um das, was Gott zugesagt bzw. was Er verheißen hat.
Nach dieser weiteren Zusicherung Gabriels erklärte sich Maria einverstanden mit dieser Sache.
6 Was wohl in ihrem Herzen vor sich ging? Eine solche Sache auf sich zu nehmen, war für Maria direkt mit gewaltigen Schwierigkeiten verbunden, ganz zu schweigen von den Gedanken, die bereits ein wenig weiter über das zu jener Zeit vor ihr liegende Geschehen blickten.