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"Elektromobilität" ist längst in aller Munde. Das heißt aber noch lange nicht, dass es aber auch in allen Köpfen ist. Hört man "Elektromobilität", erscheint in der Regel folgendes Bild vor dem geistigen Auge: "Dieselmotor aus dem Auto raus, Batterien hinein. Fertig. Alles kann so weitergehen wie bisher. Zumindest woanders, denn bei uns funktioniert das nicht. Zuwenig Reichweite, zu teuer, woher der Strom, Rohstoffproblematik,..."

Warum ist das so?

Ich habe dafür vier Problemfelder festgemacht:

1. Unwissenheit und mangelnder Wille sich mit der Materie näher zu befassen. Bildung und Zugang zu Wissen ist mühsam, wenngleich wir heute Möglichkeiten dazu haben wie keine Generation vor uns.
2. Lobbying bis hin zu gezielter Desinformation von Gesellschaft und Entscheidungsträgern durch die deutsche Autoindustrie.
3. Kleinreden bis hin zur Leugnung eines Klimawandels und dessen negativen Folgen auf der ganzen Welt. Eigentlich unglaublich, angesichts dessen, dass es eigentlich für jeden Einzelnen klar erkennbar sein müsste, dass in unserer Natur in immer schneller werdender Geschwindigkeit Veränderungen passieren, welche Stück für Stück unsere Existenz gefährden.
4. Angst vor Neuem, verbunden mit der "Mühe" sein eigenes Verhalten zu hinterfragen und möglicherweise das Faulbett der "persönlichen Komfortzone" verlassen zu müssen.

Natürlich betrifft der Klimawandel ALLE Lebensbereiche ALLER Menschen. Wir kommendem nicht aus. Wir kommen auch nicht darum herum, auf mehreren Themenfeldern zu handeln. Um uns aber nicht zu sehr zu verzetteln, soll in diesem Thread nur das Thema "Mobilität" behandelt werden. Es ist auch das wichtigste Handlungsfeld, denn ohne Mobilität funktioniert auch alles Andere nicht.

Von vorherein muss einmal der Begriff "Mobilität" definiert werden, um nicht gleich einen Hauptfehler zu machen, in dem man glaubt Mobilität heißt Autofahren.
"Mobilität" bedeutet (in diesem Zusammenhang) Beweglichkeit, also das Vermögen der Ortsveränderung eines Menschen, sprich sich fortzubewegen. Das kann auf vielerlei Art und mit einer ganzen Reihe von „Hilfsmitteln“ geschehen. Ein Auto ist nur eines unter vielen. Hat man das einmal verinnerlicht, fällt es auch viel leichter ein Gesamtbild für die nächsten Jahre zu zeichnen um frühzeitig auf Veränderung und Trends zu reagieren zu können. Das bewahrt vor bösen Überraschungen und dem Zwang auf eine Art zu handeln, die man nicht will, denn "Schnell, Verpflichtung und Zwang" bedeutet in erster Linie "teuer, teuer, teuer". Das führt zur Frage - können wir uns die schönen, neuen Formen des Autofahrens überhaupt leisten? Falsche Frage! Die Frage lautet: Könen wir es uns leisten so weiter zu fahren wie bisher?
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