Perun
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Offizielle Stellen in Bagdad wiesen einen entsprechenden Bericht der Nachrichtenagentur Reuters zurück, doch Ärzte und Menschenrechtsaktivisten bestätigten ihn. Demnach seien in den vergangenen drei Wochen in zwei Spitäler der irakischen Hauptstadt mindestens 14 Leichen von Jugendlichen eingeliefert worden, die Spuren brutaler Gewalt aufwiesen. Sie hatten tiefe Wunden, wie sie durch Steine oder Stöcke hervorgerufen werden.
Das "Vergehen" der Opfer: Sie hörten "Emo"-Musik, kleideten sich im "Emo"-Stil und trugen entsprechende Frisuren. Schiitische Radikale hatten in Flugblättern an die "obszönen" Burschen und Mädchen die Warnung gerichtet, innerhalb von vier Tagen ihre "schmutzigen Gewohnheiten" aufzugeben. Andernfalls werde sie die Strafe Gottes durch die Hand der Mujaheddin ereilen. Zudem soll es "schwarze Listen" geben, auf denen die Namen der "sündigen" Teenager verzeichnet sind.
Mit "Satanisten" verglichen
Die "Emo"-Mode hatte auch den Zorn des irakischen Innenministeriums erregt, das deren Anhänger mit "Satanisten" verglich. Beamte wurden in Schulen geschickt, um "Schuldige" ausfindig zu machen. Radikale Schiiten nahmen dies zum Anlass, Jagd auf "Emos" zu machen. Die Zahl der Todesopfer soll sehr hoch sein.
Das wird allerdings von den irakischen Behörden zurückgewiesen, die überhaupt die Existenz einer Mordserie am "Emos" bestreiten. Der "Corriere"-Autor wies jedoch auf Erklärungen hoher schiitischer Geistlicher hin, die die Gläubigen dazu aufriefen, der Gewalt zu entsagen.
"Eine Plage für die Gesellschaft"
Ein Sprecher des radikalen Schiitenführers Moqtada al-Sadr nannte die "Emos" "verrückt" und eine "Plage für die Gesellschaft". Das Problem müsse jedoch auf legalem Weg gelöst werden. Ein Berater des einflussreichen Ayatollah Ali al-Sistani verurteilte die Morde an den Jugendlichen und verglich sie mit "Terrorakten".
Das "Vergehen" der Opfer: Sie hörten "Emo"-Musik, kleideten sich im "Emo"-Stil und trugen entsprechende Frisuren. Schiitische Radikale hatten in Flugblättern an die "obszönen" Burschen und Mädchen die Warnung gerichtet, innerhalb von vier Tagen ihre "schmutzigen Gewohnheiten" aufzugeben. Andernfalls werde sie die Strafe Gottes durch die Hand der Mujaheddin ereilen. Zudem soll es "schwarze Listen" geben, auf denen die Namen der "sündigen" Teenager verzeichnet sind.
Mit "Satanisten" verglichen
Die "Emo"-Mode hatte auch den Zorn des irakischen Innenministeriums erregt, das deren Anhänger mit "Satanisten" verglich. Beamte wurden in Schulen geschickt, um "Schuldige" ausfindig zu machen. Radikale Schiiten nahmen dies zum Anlass, Jagd auf "Emos" zu machen. Die Zahl der Todesopfer soll sehr hoch sein.
Das wird allerdings von den irakischen Behörden zurückgewiesen, die überhaupt die Existenz einer Mordserie am "Emos" bestreiten. Der "Corriere"-Autor wies jedoch auf Erklärungen hoher schiitischer Geistlicher hin, die die Gläubigen dazu aufriefen, der Gewalt zu entsagen.
"Eine Plage für die Gesellschaft"
Ein Sprecher des radikalen Schiitenführers Moqtada al-Sadr nannte die "Emos" "verrückt" und eine "Plage für die Gesellschaft". Das Problem müsse jedoch auf legalem Weg gelöst werden. Ein Berater des einflussreichen Ayatollah Ali al-Sistani verurteilte die Morde an den Jugendlichen und verglich sie mit "Terrorakten".