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EU-Begeisterung in der Türkei nimmt deutlich ab

Barbaros

Ultra-Poster
Istanbul (dpa) - Immer weniger Türken begeistern sich für einen Beitritt ihres Landes zur Europäischen Union. In der jährlichen Untersuchung zu "Transatlantischen Trends" unter anderem der US-Stiftung German Marshall Fund sagten nur noch 44 Prozent der Türken, sie hielten einen Beitritt für gut


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Im Jahr 2004 hatte dieser Wert noch bei 73 Prozent gelegen, im vergangenen Jahr bei 48 Prozent. Gegen eine EU-Mitgliedschaft sprachen sich angesichts der schleppenden Beitrittsverhandlungen 34 Prozent aus, fünf Prozentpunkte mehr als 2012.




Allerdings ist die Zustimmung in der Türkei zu einem Beitritt immer noch deutlich höher als in elf untersuchten EU-Staaten. Dort sprachen sich nur 20 Prozent der Befragten für eine Aufnahme des mehrheitlich muslimischen Landes aus, 33 Prozent waren dagegen.
Zwischen der EU und Ankara war es zuletzt wegen der Polizeigewalt bei den regierungskritischen Protesten in der Türkei zu Spannungen gekommen. Die EU hatte Ende Juni trotzdem ein neues Verhandlungskapitel eröffnet. Die Europa- und Außenminister der 27 EU-Regierungen beschlossen jedoch, dass die Verhandlungen erst im Herbst tatsächlich beginnen werden - nach der Vorlage eines Berichts der EU-Kommission über die Lage in der Türkei.

Ausland: EU-Begeisterung in der Türkei nimmt deutlich ab bei GMX



44% sind immernoch zuviel.
 

Afro

"Μην τα βά&#950
​Gott bewahre

- - - Aktualisiert - - -

Sechs Gründe gegen die Aufnahme der Türkei in die EU“
von Dr. Wolfgang Schäuble, MdB
1. Vorrangiges deutsches Interesse ist das Gelingen der europäischen Einigung. Wenn
wir eins aus der Geschichte gelernt haben, dann das: Deutsche Sonderwege führen ins
Unheil, unsere Zukunft liegt in der Europäischen Union als einer wirklichen
politischen Einheit. Dazu müssen wir die Menschen in Europa gewinnen, und das
gelingt nicht, wenn man Europa ins Grenzenlose überdehnt. Europa hat nämlich sehr
wohl geographische Grenzen. Niemand käme im Ernst auf die Idee, an der türkischen
Grenze zu Syrien, Iran oder Irak befände er sich noch in Europa.
2. Niemand will unsere türkischen Freunde zurückstoßen. Wir sind an möglichst engen
und partnerschaftlichen Beziehungen zur Türkei stark interessiert. Aber nicht jedes
Land, zu dem wir freundschaftliche Beziehungen unterhalten, gehört deswegen auch
schon zu Europa.
3. Ob in der Türkei ein auskömmliches Miteinander von islamischer Religion mit
Demokratie, Rechtsstaat und Menschenrechten wirklich so gelingt, dass die Türkei
damit ein gutes Beispiel für andere islamische Staaten abgibt, kann auch nicht davon
abhängen, ob sie Vollmitglied in der Europäischen Union wird. Sonst müssten wir aus
demselben Grund demnächst Pakistan oder Indonesien in die EU aufnehmen. Schon
jetzt wird die Entwicklung in der Türkei im arabischen Raum sehr argwöhnisch
betrachtet. Als EU-Vollmitglied könnte die Türkei jedenfalls ihre so gern
beschworene „Brückenfunktion“ noch viel weniger wahrnehmen. Denn eine Brücke
gehört nie ganz nur zu einer Seite.
4. Wer sagt, die Integration der bei uns in Deutschland lebenden Türken sei gefährdet,
wenn die Türkei nicht in die EU aufgenommen werde, der zündelt am friedlichen
Zusammenleben von Deutschen und Türken. Deutsche und Ausländer können bestens
miteinander auskommen, auch wenn letztere aus Nicht-EU-Staaten stammen.
5. Man hilft der Türkei auch nicht, wenn man die Probleme dort verschweigt oder
beschönigt. So lange es Christen in der Türkei nicht möglich ist, Kirchen zu bauen
oder auch nur zu renovieren oder ihre eigenen Priester zu haben, so lange kann
niemand ernsthaft behaupten, in der Türkei gelte die Religionsfreiheit so, wie wir sie - 2 -
in Europa verstehen. Da wird das diffamierende Getöse („Christen-Club“!) von
Ministerpräsident Erdogan sehr schnell zum Eigentor.
6. Wie schwach die Argumente der Befürworter in Wahrheit sind, wird spätestens durch
ihren ständigen Hinweis darauf offenbar, dass es jetzt doch nur um die Aufnahme von
Verhandlungen gehe, der Beitritt der Türkei jedoch noch in weiter Ferne liege. Das ist
so wenig ehrlich wie große Teile der Türkei-Politik der letzten 40 Jahre. Es ist besser,
wenn wir der Türkei jetzt anbieten, auch über eine privilegierte Partnerschaft zu
verhandeln. Ein Scheitern nach zehn Jahren Verhandlungen wäre für die Türkei so
verhängnisvoll wie das Scheitern der politischen Einigung für Europa.
 
Türkei muss wirklich keinen Gedanken an einen Beitritt verschwenden, denn alleine schon aus geopolitischen Gründen wird man sie nie Mitglied werden lassen. EU-Grenzen zu Syrien, Irak und Iran. Yeah, baby ::lol:
 

Leo

Gesperrt
Braucht die Türkei nicht. Sie profiliert sich immer mehr als führende islamische Nation mit zunehmend Einfluss
im Nahen Osten. Heil Sultan Erdogan ;)
 

FloKrass

Dvoglavi orao
Die Türkei braucht keine EU, die EU braucht die Türkei. Eigentlich brauchen nur schwache Staaten die EU, denn die EU ist ihr Lehnsherr, die kleinen Staaten sind ihre Vasallen, ihre Knechte, die die Schirmherrschaft der EU brauchen, um nicht in der globalisierten Welt politisch und wirtschaftlich unterzugehen. Die Türkei stellt eine Macht sui generis dar, die immer mehr Einfluss sowohl in Europa als auch im Nahen Osten und den übrigen muslimischen Staaten in erster Linie in wirtschaftlicher und damit auch politischer Hinsicht gewinnt. Früher oder später wird es die EU bereuen, für die Annäherung der Türkei an die EU getan zu haben.
 

Valmir

Gesperrt
Die EU würde die Türkei auch niemals in ihre christliche Community aufnehmen aber wie hier schon gesagt wurde braucht die Türkei die EU uberhaupt nicht.
 

Leo

Gesperrt
Die EU würde die Türkei auch niemals in ihre christliche Community aufnehmen aber wie hier schon gesagt wurde braucht die Türkei die EU uberhaupt nicht.

Die EU und ihre Bürger sind nicht ein mal so christlich wie Buddha. Das "Abendland" ist kulturell längst zerfallen.
höchstens bei den Byzantinern spielt das Christentum politisch noch minimal eine Rolle.
 
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