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Evangelischer Ghottesdienst: Rock'n'Roll und Fun

Wie sollte ein Gottesdienst sein?

  • Mystisch, ruhig, total unterworfen und Gebets-orientiert

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    3

Zurich

Der Lustmolch
Hab gerade die Sendung "Evangelischer Ghottesdienst" im Schweizer Fernsehen gesehen:
Evang.-reformierter Gottesdienst aus der Kirche Saint-Laurent in Lausanne - Sternstunde Religion - Schweizer Fernsehen: SF Videoportal
(interessanter Teil erst ab 3:30min)


Ich finde es immer wieder bemerkenswert, wie stark sich die Reformierten von den Katholiken und Orthodoxen unterscheiden. Nicht nur, dass sie ausser Jesus gar keine Heiligen mehr vergöttern, nichteinmal Maria, sondern der Gottesdienst allgemein ist auf total andere Werte ausgerichtet.

Ich war fast schon ziemlich in allen möglichen Kirchen. Und hier in Zürich, als protestantischer Kanton, habe ich natürlich auch mehrere evangelische Kirchen besucht. War sogar mit einem Kollegen, der in einer evang. Freikirche ist, in einem Gottesdienst. - Mein Gott... ich kam mir vor wie an einem Rock'n'Roll-Konzert. Da wurde laut gesungen, getanzt,...etc... Es kam sogar ein Lied, es hiess tatsächlich "Jesus Freak", vollllll Rock'n'Roll. Also richtig voll voll voll fanatisch.

Natürlich hatte ich mit meinem Kollegen, der übrigens sehr gläubiger Prostestant ist, darüber geredet. Er wollte mir klarmachen, dass Jesus wollte, dass wir alle Glücklich sind, dass es halt um Liebe, Glücklichsein und Musik geht. Er epfindet die kaht. und orthod. Gottesdienste als sehr traurig und deprimierend.
Orthodoxe und Katholische Werte richten sich mehr auf Respekt (und evtl. auch Furcht) an Gott, demensprechend sind die Gottesdienste sehr viel mystischer, ruhiger,....

Aus protestantischer Sicht sind wir freudlos, aus unserer Sicht erscheint manchen ein Protestant und ihre Gottesdienste als respektlos gegenüber Gott.

Was denkt ihr?
 

BlackJack

Jackass of the Week
so lange nicht gogo-girls im Hintergrund tanzen gehts ja noch :)

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ach ist doch Schnuppe wie man wen anbetet, juckt eh keinen
 

Cobra

-----
Als ich noch bei meinen Eltern gelebt habe hatten wir für unsere Wohngegend einen evangelischen Pfarrer oder heissen die Pastor?. Dieser ist unter anderem Krimiautor und hat auch predigten in Clubs etc. gehalten.

Ich finde da nixhts respektloses, eher im Gegenteil,denn so erreicht er auch Menschen die er unter "normalen" Umständen vielleicht nicht erreichen würde....


Krimis und Kirche liegen nahe beieinander - auch örtlich
 

neznani

Top-Poster
Bei uns heißt es doch "slava Bogu na visini ... svim na zemlji mir, veselje..."

Und die "Slava" bei den Orth., sowie die Heiligenfeiern (Schutzpatronen) bei den Katholiken wo es Stadtfeste gibt wird auch aus religiösen Gründen gefeiert.

Bei den Protestanten, die sowas nicht haben, passiert es halt direkt auf der Messe.

Hab schon von kath. Priestern gehört das Gesang, Freude die besten Gebete seien... scheint also nicht unbedingt wirklich im Widerspruch zu sein.

Einzig die Liturgie steckt halt bei den kath. und orth. irgendwo in im Mittelalter/ Früheneuzeit fest.

Edit:

Als nicht religiöser Mensch, tippe ich auf Letzteres, da es mehr Spaß macht ... :mrgreen:
 
Last edited:

McWei

Dup dor a’az Mubster
Für mich persönlich heißt die Botschaft Jesu auf den Punkt gebracht--->

Liebe!

Liebe das Leben, liebe deinen Nächsten, liebe dich selbst.

Zu orthodoxen Gottesdiensten kann ich mir kein Urteil erlauben, da ich noch nie einen besucht habe. Katholische Gottesdienste dagegen bis zu meinem Austritt zur Genüge. Ich persönlich kann damit nichts anfangen. Angeblich *feiert* man doch zusammen einen Gottesdienst, mir kam das eher immer vor wie das durchziehen von angestaubten Ritualen.
Ich erinnere mich noch, wie ich als 10-jähriger, bei dem Besuch von Verwandten, zu einem Ostergottesdienst mit musste (Hochamt). Die gesamte Messe wurde fast ausschließlich auf lateinisch gehalten, die vorderen Reihen erstickten fast in Weihrauchwolken. Einfach nur furchtbar.

Die portestantischen Gottesdienste die ich besucht habe, waren zwar teils schon lockerer, aber letztlich auch nicht mein Ding.

Von daher, eine große Protion mehr Freude in den Gottesdiensten, kann bestimmt nicht schaden.
 

Zurich

Der Lustmolch
Die gesamte Messe wurde fast ausschließlich auf lateinisch gehalten, die vorderen Reihen erstickten fast in Weihrauchwolken. Einfach nur furchtbar.
Bei uns orthodoxen ist es sehr ähnlich. Einfach anstatt Latein, ist es bei uns Altslawisch in der Kirche (versteht eh keiner :lol:).
Aber es ist schon sehr sehr sehr sehr mystisch (der Chor), und der Pfarrer singt bzw. sprech-singt ebenfalls sehr sehr mystisch (in Altslawisch (wie die Katholiken auf Latein)) und Leute alle ganz ganz ruhig und oft mit dem Gesicht nach unten.

Die Leute schweigen die ganze Zeit und bekreuzigen sich andauernd. Bei speziellen Messen haltet man eine Kerze in der Hand.

Aber eben... im Grossen und ganzen sehr sehr sehr ruhig, mystisch und mittelatlerlich. Viele Bräuche und Traditionen stehen bei der Lithurgie im Vodergrund.

Also das puuuuure Gegenteil von dem was in reformierten Gottesdiensten abläuft, und was viele Orthodoxe als respektlos gegenüber dem Allmächtigen empfinden. Den Orthodoxen geht es eben um maximale Vergötterung und Unterworfenheit. Aber ehrlich gesagt... als kleines Kind hatte ich Angst vor der orthodoxen Kirche, weil die ganze Atmosphäre so unheimlich war, und zu mystisch (da bekommt man als kleines Kind schnell mal Schiss).

Hier mal ein Einblick für dich:

Russisch-Orthodox Liturgische Gesänge / Russian-Orthodox Liturgical Chants - YouTube
 
M

MaxMNE

Guest
Auf den ersten Blick sieht das natürlich ganz cool aus, aber Leute die wirklich halt im Glauben suchen werden ihn meines Erachtens bei den "strengeren" Kirchen eher finden.
 
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