Ihre Probleme? Jetzt ist einer von ihnen dort, wo sie ihn haben wollen. Kein etablierter Politiker wie Papandreu, der gerne in 10 Jahren noch wählbar sein möchte und sein Volk deswegen vielleicht nicht ganz so brutal in den Arsch gefickt und das Land nicht vollkommen den Finanzmärkten ausgeliefert hätte, wie das der Troika recht wäre, sondern ein "Finanzexperte", der natürlich alle politischen / wirtschaftlichen / sozialen Probleme aus der Sicht der Finanzwelt betrachtet und dementsprechend zu den Schlüssen kommen wird, die die Finanzmärkte gerne sehen...
Das ist genau der Punkt, um den es auch in diesem Thread gehen sollte: Wer sagt, was in der Politik "richtig" ist? Ein Banker wie Papademos geht an diese Frage mit der eingeschränkten Sichtweise eines Bankers heran. So einer hat im Endeffekt nur das "Vertrauen der Finanzmärkte" im Blick, aber nicht das Wohl der Menschen, denen er dienen soll.
Durch die von der EU & Co aufgezwungene Sparpolitik und die daraus resultierende Rezession hat der griechische Staat nun mal leider weniger Steuern eingenommen. Deswegen die gestiegenen Schulden.
Dann tun sie mir leid. Aber im Moment fällt mir auch nichts ein, wie die Griechen aus dieser Scheiße weider herauskommen sollen, solange sich kein ausreichend großer Teil der Bevölkerung traut, die Systemfrage zu stellen.