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Fast 700 Opfer von "Ehrenmorden" in ersten neun Monaten
Aktivisten fordern Strafverfolgung von Mördern
Islamabad - Fast 700 pakistanische Frauen und Mädchen sind in den ersten neun Monaten dieses Jahres Opfer sogenannter Ehrenmorde geworden. Insgesamt 675 Frauen und Mädchen seien von Januar bis September "im Namen der Ehre" in Pakistan getötet worden, sagte ein ranghoher Beamter der pakistanischen Menschenrechtskommission am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP. Bis Februar soll ein Bericht für das gesamte Jahr 2011 vorgelegt werden. Im Jahr zuvor waren 791 Frauen "Ehrenmorden" zum Opfer gefallen.
70 Opfer noch minderjährig
Mehr als der Hälfte der Opfer wurde vorgeworfen, eine "verbotene Beziehung" geführt zu haben. 129 wurden getötet, weil sie ohne Erlaubnis heirateten. Einige Frauen seien vor ihrem Tod zudem Opfer von Vergewaltigungen oder Massenvergewaltigungen geworden. In einigen Fällen wurden die Frauen von ihren Söhnen oder Vätern getötet, vielfach auch von den Ehemännern. Mehr als 70 Opfer waren noch minderjährig.
Die Zahlen zeigen das Ausmaß der Gewalt, das viele Frauen im konservativ-muslimischen Pakistan erleiden. Ein Gesetz gegen häusliche Gewalt gibt es nicht. Aktivisten fordern von der Regierung eine gezieltere Strafverfolgung von Mördern in Fällen, die von der Polizei häufig als private Familienangelegenheiten abgetan werden. Der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch zufolge ist die Unfähigkeit des Staates, ein entsprechendes Gesetz durchzusetzen, eines der Hauptprobleme. Stattdessen würden die Fälle Stammesältesten überlassen.
Aktivisten fordern Strafverfolgung von Mördern
Islamabad - Fast 700 pakistanische Frauen und Mädchen sind in den ersten neun Monaten dieses Jahres Opfer sogenannter Ehrenmorde geworden. Insgesamt 675 Frauen und Mädchen seien von Januar bis September "im Namen der Ehre" in Pakistan getötet worden, sagte ein ranghoher Beamter der pakistanischen Menschenrechtskommission am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP. Bis Februar soll ein Bericht für das gesamte Jahr 2011 vorgelegt werden. Im Jahr zuvor waren 791 Frauen "Ehrenmorden" zum Opfer gefallen.
70 Opfer noch minderjährig
Mehr als der Hälfte der Opfer wurde vorgeworfen, eine "verbotene Beziehung" geführt zu haben. 129 wurden getötet, weil sie ohne Erlaubnis heirateten. Einige Frauen seien vor ihrem Tod zudem Opfer von Vergewaltigungen oder Massenvergewaltigungen geworden. In einigen Fällen wurden die Frauen von ihren Söhnen oder Vätern getötet, vielfach auch von den Ehemännern. Mehr als 70 Opfer waren noch minderjährig.
Die Zahlen zeigen das Ausmaß der Gewalt, das viele Frauen im konservativ-muslimischen Pakistan erleiden. Ein Gesetz gegen häusliche Gewalt gibt es nicht. Aktivisten fordern von der Regierung eine gezieltere Strafverfolgung von Mördern in Fällen, die von der Polizei häufig als private Familienangelegenheiten abgetan werden. Der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch zufolge ist die Unfähigkeit des Staates, ein entsprechendes Gesetz durchzusetzen, eines der Hauptprobleme. Stattdessen würden die Fälle Stammesältesten überlassen.