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Gegen Religiöse Diskriminierung am Arbeitsplatz

F21

evolutionärer Humanist
Gegen Religiöse Diskriminierung am Arbeitsplatz

gerdia-kampagne2012jacques1.jpg

Diskriminierung / Grafik: Jacques Tilly
(hpd) Gemeinsam haben Internationaler Bund der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA) und Giordano-Bruno-Stiftung (gbs) am heutigen Mittwoch die Kampagne Gegen religiöse Diskriminierung am Arbeitsplatz (GerDiA) gestartet. Sie verfolgt das Ziel, dem Betriebsverfassungsgesetz und dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz auch in kirchlichen Einrichtungen Gültigkeit zu verschaffen.
Im Erfolgsfall würde dies für über eine Million Beschäftigte bedeuten, dass die Einschränkung ihrer Grundrechte ein Ende hätte, und dass die Religionszugehörigkeit auch in Sozialeinrichtungen in kirchlicher Trägerschaft zukünftig kein Einstellungskriterium mehr ist.
Keine Sonderrechte für Caritas und Diakonie

Die Sprecherin der Kampagne, die ehemalige SPD-Spitzenpolitikerin Ingrid Matthäus-Maier, fordert ein Ende der „offensiven Ausgrenzungspolitik kirchlicher Betriebe“. Deren Sonderstellung in arbeitsrechtlichen Belangen stellt sie in Frage. „Es ist überhaupt nicht einzusehen, warum für Caritas und Diakonie andere Bestimmungen gelten sollten als für die AWO“, erklärt GerDiA-Sprecherin Ingrid Matthäus-Maier. Der „besondere Tendenzschutz“ für Religionsgemeinschaften nach Paragraph 118, Absatz 2 des Betriebsverfassungsgesetzes müsse daher ersatzlos gestrichen werden.
Die Initiatoren der Kampagne hoffen dabei auf breite gesellschaftliche Unterstützung. „Viele Menschen empfinden es als unhaltbaren Zustand, dass in Krankenhäusern und Altenheimen das Personal nach der Religionszugehörigkeit eingestellt wird“, meint IBKA-Vorsitzender René Hartmann. Eine derartige Diskriminierung von Konfessionslosen und Andersgläubigen sei nicht hinnehmbar. Michael Schmidt-Salomon, Vorstandsprecher der Giordano-Bruno-Stiftung, betont, dass Ärztinnen, Altenpfleger, Kindergärtnerinnen oder Schuldnercoaches „keinen Verkündigungsauftrag“ hätten. Deshalb dürfe die Religionszugehörigkeit keine Rolle dabei spielen, ob ein qualifizierter Bewerber eine Arbeitsstelle erhalte oder nicht.
Breite Information und weiterführende Forschung

Auf der Webseite www.religioese-diskriminierung.de bietet die Kampagne Informationen zum kirchlichen Arbeitsrecht und den sich daraus ergebenden Grundrechtseinschränkungen. Dort werden auch Fallbeispiele für Kündigungen wegen Verletzung der Loyalitätspflicht dokumentiert sowie Stellenanzeigen, die Konfessionslose und Andersgläubige von Jobs, die nicht im Bereich Verkündigung und Seelsorge liegen, ausschließen. Von der GerDiA-Koordinierungsstelle ergeht der Aufruf an die säkularen Verbände, sie auf solche Beispiele hinzuweisen, damit verdeutlicht werden könne, dass es sich hier nicht um wenige Einzelfälle handele.
Zur Kampagne gibt es ein Faltblatt mit den zentralen Argumenten und Forderungen. Es kann, auch in größerer Stückzahl, bei der Koordinierungsstelle angefordert werden. Als nächster Schritt ist geplant, die Bundestagsabgeordneten über die Problematik zu informieren, insbesondere jene Parlamentarier, die an der Anhörung zum kirchlichen Arbeitsrecht teilnehmen werden, die am 26. März im Bundestag stattfinden soll.
Die Einschränkung der Rechte der Beschäftigten steht auch im Mittelpunkt einer Studie, die der IBKA in Auftrag gegeben hat. Die Politologin Corinna Gekeler wird den Konflikt zwischen den Bedürfnissen der kirchlichen „Dienstgeber“ und den Interessen der Beschäftigten bzw. potentieller Bewerber untersuchen. Dazu sucht sie Gesprächspartnerinnen und -partner mit direkter Erfahrung aus dem beruflichen Alltag oder aus juristischen, politischen, gewerkschaftlichen und humanistischen Zusammenhängen.
Kontakt zur Studienleiterin:
per Mail, Telefon (01520) 71 21 395
Martin Bauer


Gegen Religiöse Diskriminierung am Arbeitsplatz | hpd
 

Allissa

BOSANSKA BOSANKA
ich finde es komisch das sich kein mensch darüber aufregt. mich hat es schon immer geärgert.....
 
S

Shan De Lin

Guest
also ich hab mich mal in so ein katholisches krankenhaus beworben, die hatten damit keine probleme, ich hätte den job gekriegt, hab aber dann ein besseres angebot in einem andren gehabt. also die haben mir nur gesagt ob ich das eh weiss was für ein krankenhaus das ist, und ob ich ein problem oder so damit hätte. allgemein sind in so krankenhäusern alle möglichen nationalitäten und religionen zu finden, wie überall, deswegen wundert mich das jetzt dass ärzte und pflegepersonal nach solchen kriterien ausgewählt wird. wie es bei kindergärten und so ist weiss ich nicht.
 

BlackJack

Jackass of the Week
ich finde es komisch das sich kein mensch darüber aufregt. mich hat es schon immer geärgert.....

also ich hab mich mal in so ein katholisches krankenhaus beworben, die hatten damit keine probleme, ich hätte den job gekriegt, hab aber dann ein besseres angebot in einem andren gehabt. also die haben mir nur gesagt ob ich das eh weiss was für ein krankenhaus das ist, und ob ich ein problem oder so damit hätte. allgemein sind in so krankenhäusern alle möglichen nationalitäten und religionen zu finden, wie überall, deswegen wundert mich das jetzt dass ärzte und pflegepersonal nach solchen kriterien ausgewählt wird. wie es bei kindergärten und so ist weiss ich nicht.
also ich hatte ehrlich gesagt überhaupt keine Ahnung wie das funktioniert und nach welchen Kriterien sie vorgehen, offensichtlich gibt es keine einheitliche Vorgehensweise wie Shans Beispiel zeigt.

Habe mal ein wenig gestöbert, offenbar gibt es Diskriminierung auf zwei Ebenen:
- bei der Einstellung werden oft Nicht-Christen ausgeschlossen
- es wird eine besondere Loyalität von christlichen Mitarbeitern verlangt, in die auch das Privatleben einbezogen wird, d.h. "Vergehen" wie z.B. wilde Ehe können geahndet werden

Meine Fresse, also da sind mir einige unerhörte Sachen aufgefallen, aber das ist zu komplex um es auf die Schnelle abzuhandeln, muss es mir genauer ansehen ...
 

Bambi

Schwiegermütterschreck
also ich hatte ehrlich gesagt überhaupt keine Ahnung wie das funktioniert und nach welchen Kriterien sie vorgehen, offensichtlich gibt es keine einheitliche Vorgehensweise wie Shans Beispiel zeigt.

Habe mal ein wenig gestöbert, offenbar gibt es Diskriminierung auf zwei Ebenen:
- bei der Einstellung werden oft Nicht-Christen ausgeschlossen
- es wird eine besondere Loyalität von christlichen Mitarbeitern verlangt, in die auch das Privatleben einbezogen wird, d.h. "Vergehen" wie z.B. wilde Ehe können geahndet werden


Meine Fresse, also da sind mir einige unerhörte Sachen aufgefallen, aber das ist zu komplex um es auf die Schnelle abzuhandeln, muss es mir genauer ansehen ...

genau SO war es auf den zwei katholischen Schulen, auf denen ich war. Das waren alles Lehrer, die wenigstens auf dem Papier Christen waren. Auf der einen Schule ging das Gerücht um, dass einer der Lehrer homosexuell sei, irgendwann wurd er einfach nich mehr gesehen :huh:
 

BlackJack

Jackass of the Week
genau SO war es auf den zwei katholischen Schulen, auf denen ich war. Das waren alles Lehrer, die wenigstens auf dem Papier Christen waren. Auf der einen Schule ging das Gerücht um, dass einer der Lehrer homosexuell sei, irgendwann wurd er einfach nich mehr gesehen :huh:
ja, solche und ähnliche Fälle werden auch häufig beschrieben. Was ich da bis jetzt gelesen habe kotzt mich wieder total an, und das in einem angeblich sekulären Staat. Habe jetzt keinen Nerv darauf aber ein thread kommt dazu sicher noch
 

Bambi

Schwiegermütterschreck
ja, solche und ähnliche Fälle werden auch häufig beschrieben. Was ich da bis jetzt gelesen habe kotzt mich wieder total an, und das in einem angeblich sekulären Staat. Habe jetzt keinen Nerv darauf aber ein thread kommt dazu sicher noch

Ich hab neulich noch nen Bericht drüber gelesen, dass es auch in Puncto Abtreibung bzw Pille danach in immer mehr christlichen Krankenhäusern nahezu unmöglich sein soll, diese zu erhalten bzw durchführen zu lassen.
 

Grizzly

Problembär
In den Achtzigern hatte man als Konfessionsloser in einem deutschen kirchlichen Krankenhaus keine Chance auf eine Arztstelle. Damals gab's allerdings auch genug Ärzte, heut wär das vielleicht anders.
 
S

Shan De Lin

Guest
also ich hatte ehrlich gesagt überhaupt keine Ahnung wie das funktioniert und nach welchen Kriterien sie vorgehen, offensichtlich gibt es keine einheitliche Vorgehensweise wie Shans Beispiel zeigt.

Habe mal ein wenig gestöbert, offenbar gibt es Diskriminierung auf zwei Ebenen:
- bei der Einstellung werden oft Nicht-Christen ausgeschlossen
- es wird eine besondere Loyalität von christlichen Mitarbeitern verlangt, in die auch das Privatleben einbezogen wird, d.h. "Vergehen" wie z.B. wilde Ehe können geahndet werden

Meine Fresse, also da sind mir einige unerhörte Sachen aufgefallen, aber das ist zu komplex um es auf die Schnelle abzuhandeln, muss es mir genauer ansehen ...

ich war nicht die einzige, wie gesagt war das personal dort bunt gemischt.

bei gewissen einrichtungen, versteh ich aber wenn man nach religionszugehörigkeit aussortiert, dann bewerbe ich mich halt in einem städtischen teil, sehe da kein problem.
 
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