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Spitzen-Poster
Am Internationalen Tag gegen Gewalt gegenüber Frauen stellte sich die Türkei an die Spitze der Gewaltgegner – und ratifizierte als erstes Land eine Konvention des Europarates, die diese Gewalt bekämpfen will. Da müssen mindestens 200 männliche Abgeordnete mitgestimmt haben, denn im türkischen Parlament sitzen nur neun Prozent Frauen.
Metin Uca, Fernsehmoderator, auf einer Männerdemo in Istanbul:
“In einer Zeit, in der Gewalt gegen Frauen als normal gilt und legitim, ist es gut, wenn Männer zeigen, dass da nicht jeder dahintersteht. Ich meine, das ist entscheidend.”
Findet eine Passantin gut:
“Ich bin stolz auf diese Männer. Nicht auf alle Männer. Ich bin stolz auf die, die so denken.”
Gewalt gegen Frauen ist noch immer die häufigste Menschenrechtsverletzung – und jene, die am wenigsten verfolgt wird. In der Türkei zum Beispiel wurden seit Anfang des Jahres mehr als 100 Frauen im Kreise ihrer Familie umgebracht.
Nach UNO-Schätzung erlebt mehr als die Hälfte aller Frauen weltweit mindestens einmal in ihrem Leben sexuelle oder physische Gewalt. In Europa passiert das jeder sechsten Frau über 16, und zwar zuhause.
mit todayszaman
Gewalt gegen Frauen – Türkei offensiv gegen Tabu | euronews, welt
Metin Uca, Fernsehmoderator, auf einer Männerdemo in Istanbul:
“In einer Zeit, in der Gewalt gegen Frauen als normal gilt und legitim, ist es gut, wenn Männer zeigen, dass da nicht jeder dahintersteht. Ich meine, das ist entscheidend.”
Findet eine Passantin gut:
“Ich bin stolz auf diese Männer. Nicht auf alle Männer. Ich bin stolz auf die, die so denken.”
Gewalt gegen Frauen ist noch immer die häufigste Menschenrechtsverletzung – und jene, die am wenigsten verfolgt wird. In der Türkei zum Beispiel wurden seit Anfang des Jahres mehr als 100 Frauen im Kreise ihrer Familie umgebracht.
Nach UNO-Schätzung erlebt mehr als die Hälfte aller Frauen weltweit mindestens einmal in ihrem Leben sexuelle oder physische Gewalt. In Europa passiert das jeder sechsten Frau über 16, und zwar zuhause.
mit todayszaman
Gewalt gegen Frauen – Türkei offensiv gegen Tabu | euronews, welt
Türkei: Vorstoß gegen häusliche Gewalt | Deutsch Türkische NachrichtenGewalt
Türkei: Vorstoß gegen häusliche Gewalt
Deutsch Türkische Nachrichten | 26.11.11, 13:14
Zwangsehen, Genitalverstümmelung, physische und psychologische Gewalt, Stalking und sexuelle Gewalt - gegen diese Vergehen soll nun in der Türkei hart vorgegangen werden. An der Umsetzung solcher Gesetze haperte es in der Türkei jedoch schon lange. Eine unabhängige Experten-Gruppe wird die Umsetzung künftig kontrollieren.
Familienministerin Fatma Sahin (Zweite v. rechts) protestiert mit anderen Frauen in Istanbul gegen häusliche Gewalt. (Foto![]()
TN)
Am Freitag entschied das Parlament über eine Reihe neuer Gesetze gegen häusliche Gewalt. 13 Mitgliedsstaaten des Europarats hatten im Mai eine EU-Konvention gegen häusliche Gewalt in Istanbul unterzeichnet. Die Türkei ist das erste Land, das die EU-Bestimmungen des sogenannten Istanbul-Abkommens gesetzlich verankert.
Gleichheit von Mann und Frau in Verfassung und Rechtssystem, Abschaffung diskriminierender Vorschriften, Thematisierung der häuslichen Gewalt im Schulunterricht, Verbesserung der Hilfsangebote für Betroffene, Verhinderung von Zwangsehen – zu diesen und noch vielen anderen neuen Regelungen hat sich die Türkei in der vergangenen Woche verpflichtet. Alle im türkischen Parlament vertretenen Parteien sprachen sich für die neuen Gesetze aus. Nur ein Abgeordneter enthielt sich.
Am Freitag wurde dieser Vorstoß in der Istanbuler Bahcesehir Universität mit Vertretern der UN und zahlreichen Politikern verkündet. Familienministerin Fatma Sahin erklärte: “Ich habe in der vergangenen Nacht sehr gut geschlafen. Das Parlament dieses Landes hat gezeigt, dass es gemeinsam Lösungen für Probleme finden kann.” Die Türkei verzeichnet trotz verschärfter Gesetze weiterhin viele Fälle häuslicher Gewalt. Die Umsetzung der Regelungen soll nun durch eine unabhängige Experten-Gruppe kontrolliert werden. Zudem werden die Gesetze ergänzt. Auch Stalking und psychologische Gewalt werden in Zukunft strafbar sein.
Vuslat Doğan Sabancı, Vorstandsvorsitzende der Zeitung “Hürriyet”, sagte bei der Konferenz in Istanbul: “In den vergangenen Jahren haben mehr Frauen ihr Leben durch häusliche Gewalt verloren als Menschen bei dem Van-Erdbeben gestorben sind. Das ist unsere schuld. Wir sind hier, um das zu stoppen.”
