Serbian Eagle
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Gibt es bald Gelatine aus menschlicher DNA?
Im besten Fall klingt es nach Science Fiction, im ekligsten Fall nach Kannibalismus: Bald naschen wir vielleicht Gummibärchen aus menschlicher DNA
Wie der britische "Telegraph" berichtet, stellten Forscher der Universität für Chemische Technologie in Peking erstmals Gelatine her, indem sie Hefekulturen mit menschlichen Genen versetzten. Sie könnte herkömmliche Gelatine, die meist aus dem Bindegewebe von Schweinen oder Rindern hergestellt wird, in Zukunft ablösen und Einzug halten in unsere Küchen. Denn Gelatine steckt als Geliermittel in unzähligen Speisen und wird hauptsächlich zur Herstellung von Sülze, Gummibärchen und anderen Süßigkeiten verwendet.
Ohne aufwändige Sicherheitstests dürfte das Produkt aber keine Chance haben, den europäischen Markt zu erobern. Dr. David Olsen von der US-amerikanischen Biotechnologiefirma "FibroGen" glaubt jedoch nicht an Gesundheitsrisiken, wie er dem "Telegraph" mitteilt: "Zwischen der Gelatine vom Rind, vom Schwein und vom Menschen besteht eine sehr große Ähnlichkeit. Aufgrund dieser Ähnlichkeit kann ich mir ein Gesundheitsrisiko nicht vorstellen."
Ohne aufwändige Sicherheitstests dürfte das Produkt aber keine Chance haben, den europäischen Markt zu erobern. Dr. David Olsen von der US-amerikanischen Biotechnologiefirma "FibroGen" glaubt jedoch nicht an Gesundheitsrisiken, wie er dem "Telegraph" mitteilt: "Zwischen der Gelatine vom Rind, vom Schwein und vom Menschen besteht eine sehr große Ähnlichkeit. Aufgrund dieser Ähnlichkeit kann ich mir ein Gesundheitsrisiko nicht vorstellen."
Die chinesischen Forscher der Universität in Peking sind sogar der Ansicht, dass menschliche Gelatine besser für die Gesundheit ist als die bisher verwendete tierische: Sie soll weniger Allergien auslösen. Zudem verringere sich das Risiko für die Übertragung von Tierkrankheiten auf den Menschen, wie es zum Beispiel bei BSE der Fall war.
Es bleibt jedoch fraglich, wie die Konsumenten Gelatine aus menschlicher DNA aufnehmen, obwohl der Verzehr wenig mit Kannibalismus zu tun hat: Die Gelatine wird ja nicht – wie es bei der tierischen Variante der Fall ist – aus Körpergewebe gewonnen, sondern lediglich aus der Hefe, die mit menschlicher DNA angereichert wurde.
Es bleibt jedoch fraglich, wie die Konsumenten Gelatine aus menschlicher DNA aufnehmen, obwohl der Verzehr wenig mit Kannibalismus zu tun hat: Die Gelatine wird ja nicht – wie es bei der tierischen Variante der Fall ist – aus Körpergewebe gewonnen, sondern lediglich aus der Hefe, die mit menschlicher DNA angereichert wurde.
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