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Google übernimmt YouTube für 1,6 Milliarden Dollar

Yutaka

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Google übernimmt YouTube für 1,6 Milliarden Dollar

Jetzt ist es offiziell: Google stemmt den teuersten Zukauf seiner Firmengeschichte. Anscheinend war der Schritt lange geplant. Denn Google hat gleichzeitig Verträge mit Plattenfirmen unterzeichnet - über den Vertrieb von Musikvideos.


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Gemachte Männer: YouTube-Gründer Steven Chen (l.) und Chad Hurley

San Francisco - Der Suchmaschinenbetreiber Google übernimmt das führende Internet-Videoportal YouTube für 1,65 Mrd. Dollar (1,3 Mrd. Euro) in Aktien. Die Akquisition solle noch im vierten Quartal 2006 abgeschlossen werden, kündigte Google an.

Mit der Übernahme bündeln zwei der meistgenutzten Internetangebote ihre Kräfte. Mit der rasant gewachsenen Start-up-Firma YouTube wird erstmals eine der neuen Webseiten, die auf der Beteiligung der Nutzer basieren, mit mehr als einer Mrd. Dollar bewertet.

YouTube behalte seinen Firmensitz im kalifornischen San Bruno und arbeite weiterhin unabhängig, hieß es. Alle YouTube-Angestellten behielten ihre Arbeitsplätze. Wie viele Aktien für die Transaktion ausgegeben würden, werde nach dem Durchschnittskurs der vergangenen 30 Tage zwei Tage vor Abschluss der Akquisition bestimmt.

Deal mit der Musikindustrie

Google und YouTube hatten zuvor mitgeteilt, Vertriebsverträge mit der Musikindustrie geschlossen zu haben. Diese könnten juristische Hindernisse einer Übernahme beseitigt haben. YouTube war in die Kritik der Medienindustrie geraten, weil auf dem Portal auch von Nutzern eingestellte Video-Raubkopien abgerufen werden können. Die Universal Music Group erklärte jetzt, über die Verbreitung von Musikvideos auf der YouTube-Internetseite sei eine Verständigung erzielt worden. Einen ähnlichen Vertrag hatte das Internet-Unternehmen bereits mit Warner Music unterzeichnet.

Weniger als eine halbe Stunde nach der Ankündigung von Universal Music teilte Google mit, seinerseits Verträge mit der Warner Music Group und Sony BMG zum Vertrieb von Musikvideos geschlossen haben.

YouTube ist seit seiner Gründung im Februar 2005 rasant zum führenden Videoportal im Internet aufgestiegen. Nach Firmenangaben werden von der YouTube-Seite täglich rund 100 Mio. Videos abgerufen. Den Marktanteil von YouTube beziffert das Internet-Marktforschungsunternehmen HitWise auf 47 Prozent. Wichtigste Konkurrenten sind das zu Rupert Murdochs Medienkonzern News Corporation gehörende Portal MySpace mit 22 Prozent und das Google-Videoangebot mit elf Prozent Marktanteil.

Google-Chef Eric Schmidt sagte, die YouTube-Übernahme sei Teil einer breit angelegten Strategie, in den wachsenden Markt für Videos im Internet zu investieren. Der Schlusskurs der Google-Aktie erreichte im Sog der Übernahmespekulationen den höchsten Stand seit Ende April. Im nachbörslichen Handel legten sie nach einem kurzfristigen Rückgang weiter auf 432 Dollar zu. In den vergangenen zwei Handelstagen legte Google fast vier Mrd. Dollar an Marktwert zu – mehr als zwei Mal so viel wie der Kaufpreis für YouTube.



Hm, hab das so ein doofes Gefühl das die Internetseifblase wie im Jahre 2000 wieder kurz bevorsteht und viele dieser neuen Web 2.0 in den Ruin getrieben werden.
 
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