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Griechen-Neonazi verklagt seine Opfer

Nach Talkshow-Ausraster: Griechen-Neonazi verklagt seine Opfer - Politik Ausland - Bild.de

Das eine weibliche Opfer bekommt wilde Faustschläge ins Gesicht, das andere Wasser


Dreimal hatte er der linken Parlamentarierin Liana Kanelli vor laufenden TV-Kameras ins Gesicht geschlagen. Und Rena Dourou von der Linksallianz Syriza ein Glas Wasser ins Gesicht geschüttet.
Doch von Reue keine Spur, im Gegenteil: Ilias Kasidiaris (31), der Sprecher der rechtsextremen griechischen Partei Goldene Morgenröte, sieht die Schuld nicht einmal bei sich!
Am Montag erschien er vor einem Gericht in Athen und hat die beiden Politikerinnen und den Sender verklagt. Sein Vorwurf: grundlose Beleidigung.
Gegen den TV-Sender Antenna will der Politiker wegen widerrechtlichen Festhaltens vorgehen.

Eigentlich sollte es eine Talkrunde mit Vertretern der sieben stärksten Parteien werden. Doch das Ruder entglitt dem Moderator schon bald. Kasidiaris und die kommunistische Abgeordnete Liana Kanelli warfen sich gegenseitig Beleidigungen an den Kopf. „Alte Kommunistin” nannte der Rechtsextreme Kanelli – „Faschist”, entgegnete diese.
So weit, so harmlos. Als jedoch Rena Dourou von der radikalen Linksallianz Syriza an Kasidiaris gewandt sagte, es sei ein Zeichen einer Demokratiekrise, wenn Menschen ins Parlament gewählt würden, die das Land 500 Jahre zurück in die Vergangenheit führen wollten, explodierte Kasidiaris.
„Du alte Zirkuskatze”, schrie er, sprang auf und schüttete ihr ein Glas Wasser ins Gesicht. Andere Talkshow-Gäste versuchten vergeblich ihn zurückzuhalten, als sich Kasidiaris anschließend auf Kanelli stürzte.
Diese hatte zuvor die Anstalten gemacht, eine Zeitung nach ihm zu werfen. Rechts, links, rechts – Kasidiaris verpasste ihr drei Ohrfeigen mit der flachen Hand.
Um Kasidiaris zu beruhigen, sperrten ihn einige Helfer in einem Raum des Fernsehsenders ein. Der ehemalige Soldat einer Spezialeinheit der griechischen Streitkräfte brach jedoch die Tür auf und floh. Die Polizei leitete die Suche nach ihm ein.
Am Samstag hatte der Politiker dann die Opfer seiner tätlichen Angriffe für den Zwischenfall selbst verantwortlich gemacht. Via Facebook erklärt er, die beiden Linkspolitikerinnen hätten seine extreme Reaktion provoziert.
Dem Rechtsextremisten drohen bis zu zehn Jahre Haft

Die Szene ist seit dem Vorfall ständig im griechischen Fernsehen wiederholt worden und hat das Image der Partei angekratzt. Die Goldene Morgenröte war bei der Wahl am 6. Mai zum ersten Mal seit dem Ende der Militärdiktatur 1974 wieder ins Parlament eingezogen.
Sie weist den Vorwurf zurück, eine Neonazi-Partei zu sein. Allerdings leugnet ihr Vorsitzender Nikos Mihaloliakos den Holocaust und zeigt den Hitlergruß. Die Partei fordert die Ausweisung aller Einwanderer.
Der Vorfall beschäftigt die Griechen, die am 17. Juni erneut zur Parlamentswahl aufgerufen sind. Im Mittelpunkt der Abstimmung steht der für die Bevölkerung schmerzhafte Sparkurs, den internationale Geldgeber dem hoch verschuldeten Land verordnet haben. Die Wahl gilt als Votum über den Verbleib des Landes in der Euro-Zone.

 

papodidi

Geek
Nur mal so nebenbei: Hab das schon um 16:16 reigestellt, und zwar da, wo es mM nach hingehört - Nachrichten aus Griechenland...
Interessanterweise erwähnt Bild.de die zwei bereits gegen den Typen laufenden Verfahren (Raubüberfall, illegaler Waffenbesitz) überhaup nicht...
 

Skitnik

Mamibümsler
Nur mal so nebenbei: Hab das schon um 16:16 reigestellt, und zwar da, wo es mM nach hingehört - Nachrichten aus Griechenland...
Interessanterweise erwähnt Bild.de die zwei bereits gegen den Typen laufenden Verfahren (Raubüberfall, illegaler Waffenbesitz) überhaup nicht...


Wundersamerweise ist das doch eh klar dass die medien richtlinien haben was sie sagen sollen und was nicht, und in diesem raum stellen sie alles so dar wie es ihnen oder ihrem hauptsponsor passt. ich habs aufgegeben die wahrheit in den zeitungen oder tv zu suchen.
 
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