F21
evolutionärer Humanist
Homosexualität im Christentum?
EWL | TV - Episode 9: Heute Abend um 20 Uhr auf Okto.
"Bund katholischer Ärzte": Homosexualität mit Homöopathie heilen.
Moral – Vor Gott sind alle Menschen gleich? Ein näherer Blick auf die christliche Glaubenslehre und viele andere religiöse Regelwerke lässt allerdings Zweifel an diesem Postulat aufkommen.
Denn homosexuelle Menschen, so zeigen Schriften wie die Bibel und der Koran, sind im göttlichen Heilsplan nicht vorgesehen. Als Wille eines Schöpfers gilt dort die Verbindung von Mann und Frau in einer Ehe, denn der Sinn der menschlichen Sexualität wird darauf beschränkt, Nachkommen zu zeugen.
Insofern verstoßen Homosexuelle nach christlicher und islamischer Morallehre gegen die Bestimmungen und versündigen sich spätestens in der Auslebung ihrer Sexualität. Einerseits zwar hält der Katechismus der römisch-katholischen Kirche seit kurzer Zeit fest, dass homosexuell veranlagten Menschen „mit Achtung, Mitleid und Takt“ zu begegnen sei, andererseits bezeichnet das Regelwerk im selben Atemzug sexuelle Akte zwischen Personen des gleichen Geschlechts als „schlimme Abirrung”.
Während in den evangelischen Kirchen eingetragene Partnerschaften begrüßt und sogar Segnungen von gleichgeschlechtlichen Paaren vorgenommen werden, erscheint die Haltung der katholischen Kirche heute zunehmend paradox. Zwar hat sich die Kirche in Bezug auf Homosexualität ausdrücklich gegen jede Diskriminierung ausgesprochen, gleichzeitig aber ist für sie – so der Pressesprecher des Vatikans – „die Gleichstellung homosexueller Lebensgemeinschaften unannehmbar“.
Ein Blick auf den Globus offenbart eine schreckliche Lage: In Russland werden Gesetze verabschiedet, die „Propaganda für Homosexualität“ unter Strafe stellen, in Afrika grassieren Lynchmorde und staatliche Verfolgung.
“Homo-Hassgesetz” in St. Petersburg: Öffentliche Anhörung im Februar.
http://vimeo.com/38014521
Liberale Gruppierungen unter der Gläubigen setzen sich für eine Gleichstellung ein und auch im katholischen Klerus selbst ist Homosexualität ein Streitpunkt. Aber auf welche christlichen Quellen stützen sich diese Haltungen überhaupt und was sagt die Moraltheologie? Wie realistisch ist eine ernstzunehmende Öffnung der Kirche dem Thema gegenüber und wie lässt sich eigentlich als Betroffener Homosexualität und Glaube vereinbaren?
Darüber diskutierten die Moderatoren von Es werde Licht, Sabina Grömmer und Jorit D. Posset, mit unter anderem Gerhard Marschütz, katholischer Theologe und außerordentlicher Universitätsprofessor an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien, sowie Gregor Jansen, promovierter Katholischer Theologe und Jugendseelsorger für die Jugendkirche Wien.
Auch dabei ist Andreas Raschke von der Ökumenischen Arbeitsgruppe Homosexuelle und Glaube Wien. Er lebt seit 14 Jahren mit seinem Partner zusammen, die Partnerschaft wurde 2004 in der Pfarrgemeinde in einem öffentlichen Gottesdienst gesegnet.
Die Sendung wird um 20 Uhr auf Okto ausgestrahlt und kann via Livestream verfolgt werden.
wissenrockt.de » Homosexualität im Christentum?
EWL | TV - Episode 9: Heute Abend um 20 Uhr auf Okto.
Moral – Vor Gott sind alle Menschen gleich? Ein näherer Blick auf die christliche Glaubenslehre und viele andere religiöse Regelwerke lässt allerdings Zweifel an diesem Postulat aufkommen.
Denn homosexuelle Menschen, so zeigen Schriften wie die Bibel und der Koran, sind im göttlichen Heilsplan nicht vorgesehen. Als Wille eines Schöpfers gilt dort die Verbindung von Mann und Frau in einer Ehe, denn der Sinn der menschlichen Sexualität wird darauf beschränkt, Nachkommen zu zeugen.
Insofern verstoßen Homosexuelle nach christlicher und islamischer Morallehre gegen die Bestimmungen und versündigen sich spätestens in der Auslebung ihrer Sexualität. Einerseits zwar hält der Katechismus der römisch-katholischen Kirche seit kurzer Zeit fest, dass homosexuell veranlagten Menschen „mit Achtung, Mitleid und Takt“ zu begegnen sei, andererseits bezeichnet das Regelwerk im selben Atemzug sexuelle Akte zwischen Personen des gleichen Geschlechts als „schlimme Abirrung”.
Während in den evangelischen Kirchen eingetragene Partnerschaften begrüßt und sogar Segnungen von gleichgeschlechtlichen Paaren vorgenommen werden, erscheint die Haltung der katholischen Kirche heute zunehmend paradox. Zwar hat sich die Kirche in Bezug auf Homosexualität ausdrücklich gegen jede Diskriminierung ausgesprochen, gleichzeitig aber ist für sie – so der Pressesprecher des Vatikans – „die Gleichstellung homosexueller Lebensgemeinschaften unannehmbar“.
Ein Blick auf den Globus offenbart eine schreckliche Lage: In Russland werden Gesetze verabschiedet, die „Propaganda für Homosexualität“ unter Strafe stellen, in Afrika grassieren Lynchmorde und staatliche Verfolgung.
“Homo-Hassgesetz” in St. Petersburg: Öffentliche Anhörung im Februar.
http://vimeo.com/38014521
Liberale Gruppierungen unter der Gläubigen setzen sich für eine Gleichstellung ein und auch im katholischen Klerus selbst ist Homosexualität ein Streitpunkt. Aber auf welche christlichen Quellen stützen sich diese Haltungen überhaupt und was sagt die Moraltheologie? Wie realistisch ist eine ernstzunehmende Öffnung der Kirche dem Thema gegenüber und wie lässt sich eigentlich als Betroffener Homosexualität und Glaube vereinbaren?
Darüber diskutierten die Moderatoren von Es werde Licht, Sabina Grömmer und Jorit D. Posset, mit unter anderem Gerhard Marschütz, katholischer Theologe und außerordentlicher Universitätsprofessor an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien, sowie Gregor Jansen, promovierter Katholischer Theologe und Jugendseelsorger für die Jugendkirche Wien.
Auch dabei ist Andreas Raschke von der Ökumenischen Arbeitsgruppe Homosexuelle und Glaube Wien. Er lebt seit 14 Jahren mit seinem Partner zusammen, die Partnerschaft wurde 2004 in der Pfarrgemeinde in einem öffentlichen Gottesdienst gesegnet.
Die Sendung wird um 20 Uhr auf Okto ausgestrahlt und kann via Livestream verfolgt werden.
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