Auszug aus
[FONT=Palatino Linotype, serif]ENVER HOXHA[/FONT]
„[FONT=Palatino Linotype, serif]Über die internationale Lage und die Aufgaben der Partei“,[/FONT]
[FONT=Palatino Linotype, serif]aus dem Bericht auf dem 3. Plenum des ZK der PAA vom 13. Februar 1957, Kapitel 2:[/FONT]
[FONT=Palatino Linotype, serif]Das Scheitern der faschistischen Konterrevolution in Ungarn[/FONT]
[FONT=Palatino Linotype, serif]Ausgewählte Werke Band II, Verlag Roter Morgen, 1978, Seite 572 – 577 und Seite 598/599[/FONT]
[FONT=Palatino Linotype, serif]b) Als die Konterrevolution ausbrach, waren die jugoslawischen Führer die ersten, die sie durch Artikel in der Presse und durch persönliche Botschaften Titos als eine Volksrevolution begrüßten. Während alle marxistisch-leninistischen Parteien die Konterrevolution und Nagy offen entlarvten, nahm die jugoslawische Presse die Regierung Nagy ständig in Schutz. Die Jugoslawen hatten ihre Truppen entlang der ungarischen Grenze zusammengezogen und waren bereit, in Ungarn einzumarschieren. Wie sie selbst offiziell erklärten, wären sie, wenn nicht die sowjetische Armee am 4. November eingegriffen hätte, in Ungarn einmarschiert. So weit war die Sache also gediehen. Der Einmarsch der jugoslawischen Armee in Ungarn hätte die internationale Lage außerordentlich kompliziert. Ungarn, ein Mitglied des Warschauer Vertrages, wäre zur Zeit einer faschistischen Konterrevolution außerdem noch von einer fremden Armee angegriffen worden, Dann hätten auch die Mitgliedsstaaten des Warschauer Vertrages einschließlich der sowjetischen Armee, die in Ungarn stationiert war, eingreifen müssen, um diesen feindlichen Angriff abzuwehren. Nur die Hilfe der sowjetischen Armee bei der Niederschlagung der Konterrevolution verhinderte diese internationale Provokation.[/FONT]