Scheint wohl wirklich so zu sein. Also wiegt hier der Unterschied zwischen Schiiten und Sunniten mehr als zwischen Persern (Iranern) und Arabern.
Da sieht man wieder zu was Religion führen kann.
Maliki ist ein Schiite. Im Irak spielt die Volkszugehörigkeit [Ausnahme Nordirak] keine Rolle. Wichtiger ist die islamische 'Konfession' - demzufolge schiitisch oder sunnitisch.
Maliki ist Schiite und eine Marionette des Iran. Monatelang konnte im Irak keine Regierungskoalition gebildet werden nach den Wahlen 2010; auch deshalb, weil die Türkei und der Iran hinter der Bühne stark interveniert haben.
Die irakischen Sunniten stehen auf der Seite der größten sunnitischen Nation in ihrer Nachbarschaft, der Türkei. Die irakischen Schiiten hingegen halten zu den Ayatollahs im Iran.
Den aus dem Irak geflüchteten sunnitischen Vizepräsidenten Haschimi hat die Türkei aufgenommen. Maliki wollte seinem Vizepräsidenten mit einem fingierten Prozess lahmlegen, um seine Machtposition zu zementieren. Verständlicherweise will das Ankara aber nicht. Wenn Maliki also spricht, darf man nicht vergessen, dass er durch seine Nähe zum Iran bekannt ist. Der Iran seinerseits ist verstimmt ob der türkischen-westlichen Drohungen gegen seinen einzigen Verbündeten Syrien.
Das alles und viel mehr spielt eine Rolle, weshalb die türkische Regierung sich vergleichsweise sehr ruhig verhielt.