Aktuelles
  • Herzlich Willkommen im Balkanforum
    Sind Sie neu hier? Dann werden Sie Mitglied in unserer Community.
    Bitte hier registrieren

Iran News....

Die Gegner des Friedens – Wie Irans Hardliner versuchen, eine Einigung mit den USA zu verhindern
Während sich Washington und Teheran in dieser Woche offenbar vorsichtig aufeinander zubewegten, tobte innerhalb Irans ein ganz anderer Kampf. Er findet nicht zwischen den Vereinigten Staaten und der Islamischen Republik statt, sondern mitten im Machtzentrum des Landes selbst. Eine lautstarke Gruppe von Hardlinern versucht mit aller Kraft, eine mögliche Vereinbarung mit den USA zu verhindern und die Verhandlungen scheitern zu lassen. Ob es tatsächlich zu einem Abkommen kommt, ist weiterhin offen. Donald Trump beriet am Freitag stundenlang mit seinem Kabinett im Lagezentrum des Weißen Hauses über das weitere Vorgehen. Am Ende verschob er eine endgültige Entscheidung. Gleichzeitig machte Irans Chefunterhändler Mohammad Bagher Ghalibaf deutlich, wie groß das Misstrauen auf iranischer Seite weiterhin ist. Niemand werde einen Schritt unternehmen, bevor die Gegenseite nicht zuerst handele, erklärte er.

Doch die eigentliche Auseinandersetzung spielt sich inzwischen in Teheran ab.

Dort versuchen konservative Politiker, religiöse Hardliner und Teile des Staatsapparates seit Tagen, den Eindruck zu erwecken, dass Gespräche mit Washington von vornherein zum Scheitern verurteilt seien. Staatliche Medien verstärken diese Botschaften nahezu täglich. Demonstrationen werden organisiert. Redner fordern öffentlich Konfrontation statt Verhandlungen.

 
Die geheime Front am Golf – Wie die Emirate tiefer im Krieg gegen den Iran steckten als bisher bekannt
Der Krieg gegen den Iran hat offenbar eine Dimension erreicht, die der Öffentlichkeit bislang weitgehend verborgen geblieben ist. Während die Aufmerksamkeit vieler Beobachter auf die militärischen Operationen der Vereinigten Staaten und Israels gerichtet war, spielte sich nach neuen Informationen eine weitere Front im Hintergrund ab. Die Vereinigten Arabischen Emirate waren demnach weit stärker in die Kämpfe eingebunden, als bislang bekannt war. Aus Berichten und Recherchen ergibt sich das Bild einer verdeckten Militärkampagne, die bereits in den ersten Tagen des Krieges begann und selbst nach dem im April verkündeten Waffenstillstand nicht vollständig endete.

Demnach haben die Emirate in enger Abstimmung mit den Vereinigten Staaten und Israel Dutzende Luftangriffe auf iranisches Territorium durchgeführt. Die Ziele lagen nicht nur entlang strategisch wichtiger Seewege, sondern reichten tief in die wirtschaftliche Infrastruktur des Landes hinein. Zu den angegriffenen Orten gehörten die Inseln Keschm und Abu Musa in der Straße von Hormus, der wichtige Hafen von Bandar Abbas, die Raffinerie auf der Insel Lavan sowie der petrochemische Komplex von Assaluyeh. Damit richteten sich die Angriffe nicht allein gegen militärische Einrichtungen, sondern auch gegen Bereiche, die für die Energieversorgung und Wirtschaft Irans von zentraler Bedeutung sind. Besonders heikel ist die Begründung für einen Teil dieser Operationen. Mehrere Angriffe auf Energieanlagen erfolgten offenbar als direkte Reaktion auf iranische Attacken gegen Öl- und Gasanlagen der Emirate. Der Krieg entwickelte sich damit zunehmend zu einem Schlagabtausch gegen wirtschaftliche Lebensadern. Vor allem der gemeinsame Angriff von Israel und den Emiraten auf den Komplex in Assaluyeh sorgte international für Kritik. Nach den vorliegenden Informationen soll Washington anschließend Druck ausgeübt haben, damit weitere Angriffe auf Energieeinrichtungen unterbleiben. Die Sorge vor einer unkontrollierbaren Eskalation war offensichtlich groß.

 
Rakete statt Enterkommando – USA stoppen Frachter auf dem Weg nach Iran
Die Vereinigten Staaten haben erstmals öffentlich bestätigt, wie sie Schiffe stoppen, die versuchen, die amerikanische Blockade iranischer Häfen zu durchbrechen. Nach Angaben des Zentralkommandos wurde ein unter gambischer Flagge fahrender Frachter mit einem gezielten Raketenangriff auf den Maschinenraum außer Gefecht gesetzt, nachdem die Besatzung mehr als zwanzig Warnungen ignoriert haben soll. Das Schiff trieb anschließend manövrierunfähig im Golf von Oman. Amerikanische Soldaten gingen nach bisherigen Angaben nicht an Bord. Mit dem Vorfall verschärft sich eine ohnehin angespannte Lage rund um die Straße von Hormus weiter. Seit Beginn der amerikanischen Blockade am 17. April wurden nach Angaben des Militärs bereits sechs Schiffe gestoppt. Ein weiteres durfte passieren. 116 andere Schiffe wurden zum Umkehren bewegt. Washington versucht damit, den wirtschaftlichen Druck auf den Iran aufrechtzuerhalten und dem Land den Zugang zu dringend benötigten Einnahmen weiter zu erschweren.

Die Folgen reichen weit über die Region hinaus. Durch die Unsicherheit in der Straße von Hormus werden weiterhin große Mengen Öl, Erdgas und wichtige Rohstoffe für die Düngemittelproduktion zurückgehalten. Die Auswirkungen treffen längst Verbraucher und Landwirtschaftsbetriebe weit außerhalb des Nahen Ostens. Während die Waffenruhe zwischen Iran, den USA und Israel seit Anfang April hält, wartet die Welt auf eine mögliche Vereinbarung über eine Verlängerung um weitere sechzig Tage. Ob Donald Trump einem solchen Abkommen zustimmt, ist weiterhin offen.
 
Iranischer Präsident fordert neuen Führungsstil
Der iranische Präsident Massud Peseschkian hat sich für eine grundlegende Änderung des Führungsstils im Land ausgesprochen. Peseschkian sagte laut der den Revolutionsgarden nahestehenden Agentur Fars gestern, die Führung könne nicht allein aus einer begrenzten Gruppe von Führungskräften und Beamten bestehen. Er verlangte stattdessen die Einbindung aller gesellschaftlichen Schichten.

Der Präsident sagte weiter, je ehrlicher man mit der Bevölkerung spreche und sie in den Prozess der Entscheidungsfindung und Problemlösung einbezöge, desto größer sei die Chance, Herausforderungen erfolgreich zu meistern.

Zugleich wies das Büro von Peseschkian Berichte zurück, wonach der Präsident seinen Rücktritt beim obersten Revolutionsführer Modschtaba Chamenei eingereicht habe.

 
USA und Iran melden erneut gegenseitige Angriffe
Das US-Militär hat nach eigenen Angaben am Wochenende iranische Radar- und Drohnen-Kommandozentralen in Goruk und auf der Insel Keschm angegriffen. Die Angriffe seien eine Reaktion auf aggressive Handlungen des Iran gewesen, darunter der Abschuss einer US-Drohne vom Typ MQ-1 über internationalen Gewässern, teilte das US-Zentralkommando (Centcom) mit.

US-Kampfflugzeuge hätten demnach die Luftabwehr, eine Bodenkontrollstation und zwei Drohnen zerstört. US-Soldaten seien nicht zu Schaden gekommen.

Unterdessen erklärten die iranischen Revolutionsgarden iranischen Medien zufolge, sie hätten einen Luftwaffenstützpunkt ins Visier genommen. Dieser sei von den USA für einen Angriff auf einen Telekommunikationsturm auf der Insel Sirik im Süden des Iran genutzt worden.

Kuwait: Raketen- und Drohnen abgefangen
Unterdessen meldete die staatliche Nachrichtenagentur Kuna, dass die kuwaitische Luftabwehr Raketen- und Drohnenangriffe abfange. Im ganzen Land würden die Sirenen heulen. Weitere Details nannte die Agentur zunächst nicht.

 
Die Straße von Hormus bleibt offen – bis sie es plötzlich nicht mehr ist
Während hinter verschlossenen Türen weiter über ein Ende der Kämpfe gesprochen wurde, wurde am Wochenende erneut geschossen. Die Vereinigten Staaten griffen nach eigenen Angaben iranische Radarstellungen sowie Einrichtungen zur Steuerung von Drohnen auf den Inseln Qeschm und bei Gorik in der Provinz Hormosgan an. Vorausgegangen sei der Abschuss einer amerikanischen MQ-1-Drohne. Nach Angaben des US-Militärkommandos für den Nahen Osten wurden zusätzlich zwei iranische Angriffsdrohnen abgefangen, die eine Gefahr für Schiffe dargestellt hätten. Aus Teheran kam wenig später die Antwort. Die Revolutionsgarden erklärten, auf die Angriffe reagiert zu haben.

Kurz darauf meldete Kuwait Alarm.

Die Streitkräfte des Landes erklärten am Montagmorgen, dass Raketen- und Drohnenangriffe auf das Land registriert worden seien. Herkunft und Umfang wurden zunächst nicht öffentlich benannt. In mehreren Regionen wurden Warnsysteme aktiviert. Die neue Eskalation kommt zu einem Zeitpunkt, der kaum ungünstiger sein könnte. Noch kurz vor dem Wochenende hatten Vermittler und politische Vertreter signalisiert, dass eine Vereinbarung zur Verringerung der Kämpfe näher rücken könnte. Doch genau an den entscheidenden Punkten blieben die Unterschiede bestehen – vor allem bei den iranischen Verpflichtungen und der Frage, wann und in welchem Umfang Entlastungen folgen könnten.

Damit zeigt sich erneut das Problem solcher Verhandlungen. Gespräche können laufen und trotzdem fallen gleichzeitig Raketen. Militärische Aktionen erzeugen dabei ihre eigene Dynamik und schaffen auf beiden Seiten neuen Druck. Besonders sensibel bleibt dabei die Straße von Hormus. Ein großer Teil des weltweiten Energiehandels passiert diese Region. Jede neue Konfrontation verändert dort nicht nur militärische Abläufe, sondern erzeugt sofort wirtschaftliche Unsicherheit weit über den Nahen Osten hinaus. Kuwait gehört zu den Staaten, die in früheren Phasen des Konflikts bereits besonders stark betroffen waren. Dass das Land nun erneut Angriffe meldet, zeigt vor allem eines: Selbst wenn über Deeskalation gesprochen wird, bedeutet das noch lange nicht, dass die Eskalation bereits vorbei ist.
 
Agentur: Iran stoppt indirekten Austausch mit USA
Das iranische Verhandlungsteam stellt den indirekten Austausch mit den USA über Vermittler ein. Dies meldete heute die iranische Nachrichtenagentur Tasnim. Anlass dafür seien die Angriffe Israels auf den Libanon.

Zuvor hatte der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu und Verteidigungsminister Israel Katz Angriffe auf den südlich der libanesischen Hauptstadt Beirut gelegenen Vorort Dahija angeordnet. Dahija gilt als Hochburg der proiranischen Schiitenmiliz Hisbollah.

Zwischen Israel und dem Libanon gilt seit Mitte April offiziell eine Waffenruhe, die von der Hisbollah allerdings nicht anerkannt wird. Die Hisbollah setzt ihre Angriffe auf Israel fort. Israels Armee rückte in den vergangenen Tagen weiter im Süden des Libanon vor und führte auch weiter Luftangriffe aus.

Neue US-Angriffe
Das US-Militär griff nach eigenen Angaben am Wochenende iranische Radar- und Drohnen-Kommandozentralen in Goruk und auf der Insel Keschm an. Die Angriffe seien eine Reaktion auf aggressive Handlungen des Iran gewesen, darunter der Abschuss einer US-Drohne vom Typ MQ-1 über internationalen Gewässern, teilte das US-Zentralkommando (Centcom) mit.

 
Iran setzt Verhandlungen mit USA aus
Die iranische Regierung hat die Verhandlungen im Nahost-Krieg mit den USA ausgesetzt, wie die iranische Nachrichtenagentur Tasnim am Montag mitgeteilt hat. Zuvor hatte Israel bekanntgegeben, seine Angriffe auf den Libanon und die Hauptstadt Beirut fortzusetzen, solange die mit dem Iran verbündete terroristische Schiitenmiliz Hisbollah weiterhin israelische Gebiete attackiert. US-Präsident Donald Trump ließ hingegen wissen, dass die Verhandlungen mit dem Iran „zügig“ fortgesetzt würden.

Nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim begründete der Iran die Aussetzung der Verhandlungen mit den USA über ein Ende des Krieges in der Golfregion mit den israelischen Angriffen im Libanon. Die Entscheidung sei wegen der „anhaltenden Verbrechen“ Israels im Libanon getroffen worden, meldete Tasnim am Montag.

„Das iranische Verhandlungsteam setzt daher den Dialog und den Austausch von Mitteilungen über Vermittler aus“, berichtete die iranische Nachrichtenagentur weiter. Die iranische Revolutionsgarde drohte mit der Eröffnung „neuer Fronten“.

Trump: Verhandlungen gehen weiter
Tasnim zufolge wird es erst dann wieder Gespräche zur Beendigung des Krieges geben, wenn die Forderungen des Iran erfüllt sind. Dazu gehören ein sofortiges Ende der israelischen Militäreinsätze im Gazastreifen und im Libanon sowie der vollständige Abzug Israels aus den besetzten Gebieten im Libanon. Zudem forderte das iranische Militärhauptquartier Chatam al-Anbija Bewohner und Bewohnerinnen im Norden Israels zur Flucht auf, „um keinen Schaden zu nehmen“, falls Israel tatsächlich Beirut angreifen sollte.

 
Trump kanzelt Netanjahu ab
Die Bemühungen um eine Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran drohen nach dem jüngsten Rückzieher Teherans zu scheitern. Ausgelöst hatte diesen die Ankündigung Israels am Montag, das Zentrum des iranischen Verbündeten Hisbollah im Süden der libanesischen Hauptstadt Beirut anzugreifen. US-Präsident Donald Trump rief laut US-Berichten daraufhin Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu an. Das Telefonat soll eskaliert sein.

Laut der US-Newswebsite Axios war das Gespräch zwischen den beiden engen Verbündeten, die auch persönlich eine für Regierungschefs sehr gute Beziehung verbindet, sehr angespannt und „voller Flüche“. Axios zufolge bestätigten drei Personen den Verlauf des Telefonats, in dem Trump Netanjahu vorwarf, dieser sei „völlig verrückt“. Ohne ihn, Trump, säße Netanjahu längst im Gefängnis. Gegen Netanjahu läuft seit Jahren ein Korruptionsprozess – der sich wegen der vielen Kriege, in die Israel seit dem Hamas-Überfall vom 7. Oktober 2023 verwickelt ist, immer weiter verzögert.

Trump rief den israelischen Präsidenten Jizchak Herzog mehrmals dazu auf, Netanjahu – noch vor einem Urteil und zumindest dem Zeigen von Reue – zu begnadigen. Ein entsprechender Antrag Netanjahus ist seit Monaten in Prüfung, rechtlich extrem umstritten – und Herzog dürfte eine Entscheidung jedenfalls auf die Zeit nach der heuer stattfindenden Parlamentswahl verschieben.

„Was zum Teufel machst du?“
Trump habe Netanjahu im Telefonat wegen seiner Anweisung an die Armee, wieder Luftangriffe gegen Beirut zu fliegen, scharf angegriffen. Er habe Netanjahu Undankbarkeit vorgeworfen. Trump habe zeitweise ins Telefon gebrüllt und Netanjahu an den Kopf geworfen: „Was zum Teufel machst du da?“ „Die ganze Welt hasst Israel deshalb“, habe Trump zudem auf den internationalen Reputationsschaden, den Israel erlitten hat, verwiesen.

Auch in den USA ist – vor allem unter den Jungen – die traditionell große Unterstützung für Israel drastisch zurückgegangen. Vor allem die generelle Unbeliebtheit des US-israelischen Krieges gegen den Iran ist für Trumps Republikaner auch ein Problem vor den Midterm-Wahlen im November.

 
Trump: Gespräche mit Teheran gehen laufend weiter
US-Präsident Donald Trump bekräftigt – ungeachtet gegenteiliger Aussagen aus dem Iran –, dass die Verhandlungen zwischen Washington und Teheran weiter andauern.

„Fake-News-Berichte, wonach die Islamische Republik Iran und die USA vor einigen Tagen die Gespräche eingestellt hätten, sind falsch und irreführend“, schrieb er gestern auf Truth Social. „Die Gespräche zwischen uns laufen ununterbrochen weiter, auch vor vier Tagen, vor drei Tagen, vor zwei Tagen, vor einem Tag und heute.“

„Wohin sie führen, weiß man nie“, schrieb Trump weiter. Aber er habe dem Iran gesagt: „Es ist an der Zeit, dass ihr auf die eine oder andere Weise einen Deal abschließt. Ihr macht das schon seit 47 Jahren, und das darf nicht länger so weitergehen“, schrieb Trump und spielte auf die Revolution von 1979 an, bei der die Monarchie durch die Islamische Republik ersetzt wurde.

Iran: Seit mehreren Tagen keine Gespräche
Vor Trumps Post hatte die iranische Nachrichtenagentur Fars, die der mächtigen Revolutionsgarde nahesteht, berichtet, seit mehreren Tagen fänden keine Gespräche zwischen Teheran und Washington mehr statt.

 
Zurück
Oben