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Iran News....

Chamenei laut Rubio in Amtsgeschäfte „zunehmend involviert“
Der oberste Führer des Iran, Modschtaba Chamenei, bringt sich nach Einschätzung der USA zunehmend in die Amtsgeschäfte ein. „Es gibt Hinweise darauf, dass er sich auf einer bestimmten Ebene zunehmend engagiert, obwohl die gesamte Kommunikation schriftlich und über Dritte läuft“, sagte US-Außenminister Marco Rubio gestern vor dem Auswärtigen Ausschuss des US-Senats.

Modschtaba Chamenei war nach Angaben der iranischen Regierung am ersten Tag der Angriffe der USA und Israels am 28. Februar verletzt worden, habe aber nur „oberflächliche Wunden“ davongetragen. Sein Vater Ajatollah Ali Chamenei wurde dagegen getötet.

Keine öffentlichen Auftritte
Seitdem war Modschtaba Chamenei nicht mehr öffentlich aufgetreten, das hatte Spekulationen über seinen Gesundheitszustand genährt. Am 8. März wurde er zum Nachfolger seines Vaters im Amt des obersten Führers des Iran ernannt.

 
Iranische Revolutionsgarden greifen US-Flotte an
Die iranischen Revolutionsgarden greifen Medienberichten aus dem Iran zufolge das Hauptquartier der 5. US-Flotte sowie einen Luftwaffenstützpunkt in der Region mit Raketen und Drohnen an. „Die Gefährdung der Sicherheit in der Straße von Hormus wird das US-Militär teuer zu stehen kommen“, zitierten iranische Medien die Revolutionsgarden heute. Das US-Militär seinerseits erklärte, iranische Angriffe in der Golfregion abgewehrt zu haben.

Die Angriffe seien eine Reaktion auf US-Angriffe gegen einen Kommunikationsturm südlich der Insel Qeshm sowie gegen einen iranischen Tanker nahe der Meerenge, hieß es von Seiten der Revolutionsgarden. Zudem feuere die Marine der Revolutionsgarden Raketen auf ein Schiff namens „Panaya“ ab.

Das US-Militär erwiderte, eine iranische Militäreinrichtung auf Qeshm in der Straße von Hormus angegriffen und damit auf iranische Raketenangriffe reagiert zu haben. Sämtliche vom Iran in Richtung Kuwait und Bahrain abgefeuerten ballistischen Raketen verfehlten laut dem für den Nahen Osten zuständigen Regionalkommando (CENTCOM) ihre Ziele.

 
USA und Iran greifen einander in Golfregion an
Die USA und der Iran haben sich eines der schwersten Feuergefechte seit Beginn der Waffenruhe geliefert. Die iranischen Revolutionsgarden feuerten in der Nacht auf heute ballistische Raketen und Drohnen auf die Golfstaaten Kuwait und Bahrain, das US-Militär wiederum griff eine iranische Militäreinrichtung auf der Insel Qeschm in der Straße von Hormus an.

Ziel der iranischen Angriffe waren nach Angaben aus Teheran US-Militärstützpunkte in den Staaten am Persischen Golf. Das US-Militär wehrte die iranischen Angriffe nach eigenen Angaben erfolgreich ab. Mehrere ballistische Raketen und Drohnen seien abgefangen worden, teilte das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando (CENTCOM) auf X mit.

Als Reaktion habe man zudem „Selbstverteidigungsschläge“ auf Qeschm durchgeführt, meldete CENTCOM. Kurz darauf wehrte das US-Militär nach eigenen Angaben eine weitere „Welle iranischer Drohnen“ ab, die Einrichtungen des US-Militärs in Kuwait zum Ziel hatten.

Iran meldet Vergeltung nach US-Angriff auf Öltanker
Grund für den gegenseitigen Beschuss schien ein Einsatz des US-Militärs von gestern gewesen zu sein. Die Streitkräfte hatten vor der für Irans Ölexport wichtigen Insel Charg nach eigenen Angaben einen unbeladenen Öltanker angegriffen. Dieser soll versucht haben, trotz der US-Blockade einen iranischen Hafen anzulaufen.

 
Hellfire im Maschinenraum: Der Krieg wächst, Rubios Realität explodiert
Der Krieg zwischen den Vereinigten Staaten und Iran wird nicht nur über Raketen, Luftangriffe und diplomatische Erklärungen geführt. Immer stärker verlagert sich die Auseinandersetzung auf Handelswege, Häfen, Finanzströme und die Kontrolle darüber, wer sich überhaupt noch durch eine der wichtigsten Regionen der Weltwirtschaft bewegen darf. Am Dienstag meldete das US-Zentralkommando einen weiteren Zwischenfall im Persischen Golf. Nach Angaben des Militärs stoppten amerikanische Streitkräfte das siebte Handelsschiff, das versucht haben soll, die amerikanische Blockade iranischer Häfen zu durchbrechen. Betroffen war die unter der Flagge Botswanas fahrende M/T Lexie.

Nach Darstellung des Militärs ignorierte die Besatzung über mehr als 24 Stunden wiederholte Warnungen amerikanischer Kräfte. Schließlich feuerte ein US-Flugzeug eine Hellfire-Rakete in den Maschinenraum des Schiffes und setzte es dadurch außer Betrieb. Der Vorfall ereignete sich nach späteren Angaben in der Nähe von Kharg Island im Persischen Golf – jenem Gebiet, das für Irans Ölwirtschaft seit Jahrzehnten von zentraler Bedeutung ist. Die M/T Lexie war nicht der erste Fall. Bereits wenige Tage zuvor hatten amerikanische Streitkräfte ein weiteres Handelsschiff, die Lian Star, auf vergleichbare Weise gestoppt. Nach Angaben des Militärs stieg damit die Zahl der außer Betrieb gesetzten kommerziellen Schiffe auf sechs, wobei eines später seine Fahrt fortsetzen durfte. Zusätzlich seien inzwischen 122 Schiffe umgeleitet worden.

 
Ehemaliger Polithäftling: "Der Krieg hat der Islamischen Republik geholfen, ihr Überleben zu sichern"
Der iranisch-österreichische Doppelstaatsbürger Massud Mossaheb spricht drei Jahre nach seiner Freilassung über die Haftbedingungen im Iran damals und heute, den katastrophalen Krieg und den Wert der Freiheit

Am 3. Juni feiert Massud Mossaheb, wie er dem STANDARD sagt, so etwas wie seinen "zweiten Geburtstag". Denn es ist der Tag seiner Rückkehr nach Wien vor drei Jahren, nachdem der iranisch-österreichische Doppelstaatsbürger jahrelang in einer iranischen Zelle gefangen war. Im Interview spricht der Ex-Generalsekretär der Österreichisch-Iranischen Gesellschaft angesichts der immer schlimmer werdenden Haftbedingungen und der immer häufigeren Hinrichtungen im Iran über seine Haftzeit und die Folgen des US-israelischen Kriegs.

STANDARD: Die aktuellen Berichte aus den Gefängnissen im Iran sind schrecklich. Können Sie uns von Ihren Haftbedingungen erzählen?

Mossaheb: Ich war fast fünf Monate in Einzelhaft. Jeden Morgen holten sie mich zu Verhören ab. Ich trug eine Augenbinde und musste mit dem Gesicht zur Wand sitzen. Wie so oft spielte einer den "guten Polizisten" und der andere den "bösen". Sie stellten mir stundenlang Fragen und fügten mir Verletzungen zu, um Geständnisse zu erzwingen. An meinem rechten Bein sind bis heute Brandnarben von Zigaretten. Einmal trat mir einer mit einem schweren Stiefel auf den rechten großen Zeh. Selbst heute, nach mehreren Jahren, sind der Nagel und der Zeh noch immer nicht vollständig verheilt. Ein anderer sehr großer und kräftiger Mann verlangte eines Tages während des Verhörs den Namen einer Person, die ich überhaupt nicht kannte. Als ich verneinte, drückte er mit voller Kraft auf meinen Oberschenkelmuskel – so stark, dass die Stelle etwa eine Woche lang blau und schmerzhaft blieb. Danach tat er dasselbe mit meiner Schulter. Bis heute leide ich unter chronischen Schmerzen in der Schulter.

 
Neue Angriffe in Golfregion
In der Nacht auf Mittwoch hat es in der Golfregion die schwersten Angriffe seit Beginn der Waffenruhe Anfang April zwischen den USA und Iran gegeben. Die iranische Revolutionsgarde feuerte ballistische Raketen und Drohnen auf Kuwait und Bahrain. Das US-Militär meldete Angriffe auf eine iranische Militäreinrichtung auf der Insel Keschm in der Straße von Hormus. In Kuwait gibt es nach einem Angriff laut Außenministerium mindestens einen Toten. Das Gesundheitsministerium meldete 63 Verletzte.

Laut Außenministerium seien „wichtige und zivile Infrastruktur“ wie der internationale Flughafen von Kuwait beschädigt worden. Die Angriffe hätten auch Schäden an diplomatischen Vertretungen verursacht.

Infolge eines iranischen Drohnenangriffs auf den internationalen Flughafen von Kuwait habe es „erhebliche materielle Schäden“ und mehrere Verletzte gegeben, so die kuwaitische Armee. Der Flugverkehr wurde ausgesetzt. Nach Angaben der kuwaitischen Luftfahrtbehörde habe bisher nur die Luftfahrtgesellschaft Kuwait Airways den Betrieb wieder aufgenommen.

Der internationale Flughafen von Kuwait war im Verlauf des Iran-Krieges mehrfach angegriffen worden. Erst am Montag hatte er den Betrieb vollständig wieder aufgenommen.

Centcom meldet „Selbstverteidigungsschläge“
Nach Angaben des für den Nahen Osten zuständigen US-Regionalkommandos (Centcom) seien als Reaktion auf iranische Angriffe „Selbstverteidigungsschläge“ auf Keschm durchgeführt worden. Später seien iranische Drohnen mit dem Ziel von US-Militäreinrichtungen in Kuwait abgewehrt worden.

 
Flughafen schwer getroffen
Eskalation mit Angriff auf Kuwait
Bei der bisher wohl schwersten Eskalation seit Beginn der Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA sind Dutzende Zivilistinnen und Zivilisten verletzt worden. Nach einem iranischen Angriff auf den internationalen Flughafen von Kuwait-Stadt meldeten die kuwaitischen Behörden am Mittwoch über 60 Verletzte und einen Toten.

Laut Kuwait waren zwei Dutzend Krankenwagen im Einsatz, um die Opfer zu versorgen und in Spitäler zu bringen. Im Passagierbereich des Terminals eins gab es kuwaitischen Angaben zufolge auch schwere Sachschäden. Aufnahmen nach dem Angriff zeigten eine zerstörte Halle des Flughafens sowie dichten Rauch und Feuer.

Die kuwaitische Behörde für zivile Luftfahrt teilte mit, dass alle für Mittwoch geplanten Flüge ausgesetzt oder an andere Flughäfen umgeleitet worden seien. Nach Stunden wurde der Betrieb auf dem Flughafen teilweise wiederaufgenommen, wie die Luftfahrtbehörde mitteilte – zunächst allerdings nur von Terminal vier. Der Flughafen werde „sehr bald“ wieder öffnen, sämtliche Flüge werden wieder normal laufen, sagte der Vorsitzende der staatlichen Fluggesellschaft Kuwait Airways, Abdelmohsen al-Fakan, gegenüber einem katarischen Fernsehsender.

 
Iran: Weiter Kontakte mit USA
Inmitten von Spekulationen über ein Ende der Verhandlungen zwischen der USA und dem Iran betont der iranische Außenminister, dass weiter Kontakte bestehen. Die Gespräche mit den USA seien nicht abgebrochen, sagte Abbas Araktschi dem libanesischen Sender al-Majadin, der der Hisbollah-Miliz nahesteht, in einem Interview, das auch in iranischen Medien veröffentlicht wurde.

Es gehe in den Verhandlungen jedoch erst voran, wenn der Krieg gegen den Iran sowie im Libanon beendet sei, sagte er weiter. In den vergangenen Tagen hatten iranische Medien unter Berufung auf Verhandlungskreise berichtet, Gespräche zwischen den Kriegsparteien seien abgebrochen worden.

US-Präsident Donald Trump widersprach Araktschi und sagte gestern in Washington, die Verhandlungen liefen „sehr gut“, und womöglich gebe es eine Einigung am Wochenende. Zur iranischen Bedingung, dass Israel seine Angriffe im Libanon einstelle, sagte Trump, er würde das Thema Libanon gerne „getrennt“ behandeln.

Kuwait-Angriffe bestritten
Für weitere Verwirrung sorgen Aussagen aus dem Iran zu den schweren Angriffen auf einen Flughafen in Kuwait in der Nacht. Nach offiziellen Angaben wurden dabei ein Mensch getötet und mehr als 60 verletzt.

 
Repräsentantenhaus mit Warn-Votum für Trump zu Iran-Krieg
Im Iran-Krieg hat US-Präsident Donald Trump eine innenpolitische Niederlage erlitten: Das US-Repräsentantenhaus in Washington beschloss gestern mehrheitlich eine sogenannte Kriegsbefugnis-Resolution, die Trumps Macht einschränken und den Krieg beenden soll. Damit sie in Kraft tritt, müsste auch der Senat zustimmen. Die Entschließung gilt als symbolisch, da Trump sie mit einem Veto stoppen könnte.

Im Repräsentantenhaus stimmten vier republikanische Abgeordnete mit den Demokraten, die den Text eingebracht hatten. Im Kongress gibt es Unmut, weil Trump den Militäreinsatz gegen den Iran Ende Februar ohne parlamentarische Zustimmung begonnen hatte. Laut US-Verfassung hat aber der Kongress „die Befugnis (…), Krieg zu erklären“.

 
IAEA: Iran blockiert Atominspektoren den Zugang
Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) fordert unverzüglich Zugang zu mehr als einem Dutzend Nuklearanlagen im Iran. Teheran habe in den vergangenen Monaten nur die Inspektion einer einzigen Nuklearanlage zugelassen, wie IAEA-Chef Rafael Grossi gestern in einem Bericht festhielt. Weitere Überprüfungen des Atomprogramms seien „unabdingbar“, so Grossi.

Die IAEA sei derzeit nicht in der Lage zu überprüfen, ob der Iran sein Programm zur Urananreicherung eingestellt habe, und wie viel angereichertes Uran derzeit in der Islamischen Republik vorhanden sei, hieß es in dem nicht öffentlichen Dokument der IAEA in Wien, das der dpa vorlag.

Wegen des Kriegs zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten sowie Israel hat Teheran seine Kooperation mit den Inspektoren der IAEA weitgehend auf Eis gelegt. Wenige Tage vor Grossis Bericht und vor einer Tagung des IAEA-Gouverneursrates nächsten Montag ließ der Iran diese Woche eine Inspektion seines Atomkraftwerks in Buschehr zu. Insgesamt verfügt das Land über 22 Nuklearanlagen, die zu einem großen Teil in dem Krieg angegriffen worden sind.

 
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