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Ist Nationalität "Erbrecht", "Gebrutsrecht" oder "freigestellt"?

Ist Nationalität "Erbrecht", "Gebrutsrecht" oder "freigestellt"?

Wenn man sich weltweit die Definition von Nationalität in den verschiedenen Ländern anschaut, stellt man fest, dass es mehrere Definitionen von dieser gibt.

US-Amerikaner und Franzosen sehen pauschal jeden unter "ihrer Flagge" geborenen Säugling als den ihren an, die Ursprungsnationalität spielt dabei - wenn überhaupt - nur noch eine untergeordnete Rolle, so als Mode-Accessoire.

Deutschland und - was uns betrifft - eigentlich alle Balkanstaaten sehen die Nationalität als ererbte Tatsache an, was auf dem Papier steht ist egal, als was sich der betreffende Mensch selber sehen will, ist meistens auch egal, sie bleiben als was sie geboren wurden, wobei wir in Deutschland ja so langsam den Trends zur freigestellten Nationalität sehen, dank Regelung zur deutschen Staatsbürgerschaft und EU-Doppelstaatlichkeiten.

Wie seht ihr das?

Gerne können wir das ganze auch bezogen auf Minderheiten diskutieren, wie den Romas in Süd-Ost-Europa.
 

Bqsz

Spitzen-Poster
Kein Wunder dass die Franzosen das so sehen.

image-79011-panoV9free-lrun.jpg
 

Leo

Gesperrt
Ein Stück Papier macht dich zu keinem Deutschen. Ich würde sagen in aller erster Linie ist es Sprache und Mentalität. "Blut" ist immer problematisch
angesichts des ethnischen Gangbangs in der Geschichte. Allerdings ist der Stellenwert der Nation so eine Sache. Die Idee einer Nation ist erst
200 Jahre alt. Vorher war Tribalismus(zumindest bei uns) Identiätsfaktor Nummer eins.
Heute teile ich das. Ich bin Bürger dieses Landes,aber kein Deutscher. Ich bin Albaner,weil meine Eltern Albaner sind und mich auf albanisch erzogen
und mir die albanische Mentalität (der Begriff ist ziemlich abstrakt schon klar) nahegelegt haben.

Problematisch wird es bei der Religion. Ich kenne genug Menschen die ich gerne als Kulturkatholiken, oder -muslime bezeichnen. Kreuz und Koranzitate
auf der Brust,die Glaubensbrüder natürlich immer unterstützen,aber die Lehre,die Religion, die Bindung an Gott bleibt eigt oft aus. Als ob das ein Club wäre,dem man beitritt.

Sagen wir so ich bin Allahs Schöpfung,Sohn meines Vaters und Bürger dieses Landes.
 

Bambi

Schwiegermütterschreck
Sprache und eigenes Zugehörigkeitsempfinden, unabgängig irgendwelcher Blut-und-Boden-Ideologien.
 
Ein Stück Papier macht dich zu keinem Deutschen. Ich würde sagen in aller erster Linie ist es Sprache und Mentalität. "Blut" ist immer problematisch
angesichts des ethnischen Gangbangs in der Geschichte. Allerdings ist der Stellenwert der Nation so eine Sache. Die Idee einer Nation ist erst
200 Jahre alt. Vorher war Tribalismus(zumindest bei uns) Identiätsfaktor Nummer eins.
Heute teile ich das. Ich bin Bürger dieses Landes,aber kein Deutscher. Ich bin Albaner,weil meine Eltern Albaner sind und mich auf albanisch erzogen
und mir die albanische Mentalität (der Begriff ist ziemlich abstrakt schon klar) nahegelegt haben.

Problematisch wird es bei der Religion. Ich kenne genug Menschen die ich gerne als Kulturkatholiken, oder -muslime bezeichnen. Kreuz und Koranzitate
auf der Brust,die Glaubensbrüder natürlich immer unterstützen,aber die Lehre,die Religion, die Bindung an Gott bleibt eigt oft aus. Als ob das ein Club wäre,dem man beitritt.

Sagen wir so ich bin Allahs Schöpfung,Sohn meines Vaters und Bürger dieses Landes.

Aber bist du wirklich Albaner? Reicht ein jährlicher Besuch in Albanien, damit du mit der Mentalität dort mithalten kannst?

Ich persönlich denke nicht, dass Sprache und Erziehung ausreichende Merkmale sind.

- - - Aktualisiert - - -

Kein Wunder dass die Franzosen das so sehen.

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Die Türken sehen das genauso, wie die Franzosen ... usw. usw ...
 

moonchild

Gesperrt
Naja in den USA gibt es auch nicht die eine Leitkultur, die ihre eigene Geschichte oder son blabla hat. Wobei die gibt es schon, also die Indianer aber die stellt im Gegensatz zu anderen Ländern nicht mehr die dominierende Kultur dar.

Aber ich glaube je mehr sich die Völker mit der Zeit vermischen und mehr Wanderung betrieben wird, dass sich die/das Bedeutung/Verständnis des Wortes auch hier verändern wird.
 
Y

Yunan

Guest
Meiner Meinung nach Gefühlssache und eine Frage der kulturellen Zugehörigkeit. Nationen sind künstliche Gebilde die vor 200 Jahren geschaffen wurden und viel unnötiges Leid verursacht haben.
 
Naja in den USA gibt es auch nicht die eine Leitkultur, die ihre eigene Geschichte oder son blabla hat. Wobei die gibt es schon, also die Indianer aber die stellt im Gegensatz zu anderen Ländern nicht mehr die dominierende Kultur dar.

Aber ich glaube je mehr sich die Völker mit der Zeit vermischen und mehr Wanderung betrieben wird, dass sich die/das Bedeutung/Verständnis des Wortes auch hier verändern wird.

Das Wort Leitkultur ... sowas wie Leitkultur gibt es nicht.

In den USA gibt es ausreichend Identifikationsmerkmale, die ein US-Amerikaner befolgen kann, sehe da keinen Unterschied zu Deutschland, oder den Balkanstaaten.

Ich stimme dir jedoch zu und gehe noch einen Schritt weiter, Nationalität wird es irgendwann nicht mehr geben.
 

Roni123

Top-Poster
Ich glaub das ist so ein Mix , es hängt von jeder Person selber ab , als was man sich sieht , ich geh mal davon aus , dass sch die meisten hier im Forum für ihr Herkunftsland interessieren , denn sonst waren sie nicht hier. 100% albener , Serben usw werden wir eh nicht werden können , da uns einfach vieles fehlt , aber 100% deutsch wirst du auch nicht. Ich finde man kann aber beide Seiten Vervielfältigen und sich perfekt integrieren , aber trotzdem seine Nationalität beibehalten.
 
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