F21
evolutionärer Humanist
Kirchenbeitrag und Konkordat – Wie viele Privilegien braucht die Kirche?
Es werde Licht | TV - Episode 7
Bischofskonferenz in Österreich: Die Finanzen der Kirche stehen zunehmend im Fokus der Aufmerksamkeit. Foto: Thomas Beranek
Finanzen – Die katholische Kirche steht in der Öffentlichkeit oft für Wohltätigkeit und wird für ihr karitatives Engagement geschätzt. Viele meinen daher, dass es ihr zustehe, von staatlicher Seite finanziell unterstützt zu werden. Andere religiöse Organisationen pochen auf Gleichberechtigung und profitieren ebenfalls von Zuschüssen aus den Steuertöpfen.
Doch was und wie viel bekommt die Kirche eigentlich in Form von Subventionen und steuerlichen Befreiungen bzw. Vergünstigungen von Staatsseite – und somit von allen Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern?
Was leistet sie im Gegenzug dazu tatsächlich für das Gemeinwohl? Hat die Kirche überhaupt selbst einen Überblick über ihr Vermögen und die Staatsleistungen, die sie kassiert?
Die Vorrechte der Katholischen Kirche sind vertraglich im Konkordat verankert, das 1933 in Österreich zwischen dem faschistischen Regime unter Engelbert Dollfuß und dem Heiligen Stuhl geschlossen wurde. Ist diese Vereinbarung noch als zeitgemäß zu betrachten und kann sie grundsätzlich aufgelöst werden?
Ganz allgemein wirft sich die Frage auf, ob die staatliche Anerkennung bzw. Privilegierung bestimmter Religionsgemeinschaften – in Österreich sind es derzeit 14 an der Zahl – nicht automatisch die anderen diskriminiert.
Welche Sonderstellungen und Vorzüge die Kirche sonst noch genießt, ob man sie rechtfertigen kann und warum eine saubere Trennung von Staat und Kirche zu befürworten ist: Darüber diskutieren Sabina Grömmer und Jorit D. Posset in der neuen Episode mit dem Publizisten und Unternehmer Niko Alm, Mitbegründer der Laizismus-Initiative sowie Mitorganisator und Sprecher des Volksbegehrens gegen Kirchenprivilegien.
An der Diskussion nimmt außerdem Wolfgang Renzl, Jurist und Rechtsanwalt in eigener Praxis mit den Spezialgebieten Medienrecht und Unternehmensgründung, teil. Er vertrat zahlreiche Mandanten in Rechtsstreitigkeiten mit der katholischen Kirche. Er stellt unter anderem fest: “Wir haben hier Rechtspersönlichkeiten, die nicht rechenschaftspflicht sind. Sie bekommen laufend Geld und wir wissen nicht, was damit passiert.”
EWL Episode 7 Teil 1: Kirchenbeitrag und Konkordat - wieviele Privilegien braucht die Kirche? - YouTube
EWL Episode 7 Teil 2: Kirchenbeitrag und Konkordat - wieviele Privilegien braucht die Kirche? - YouTube
wissenrockt.de » Kirchenbeitrag und Konkordat
Es werde Licht | TV - Episode 7
Finanzen – Die katholische Kirche steht in der Öffentlichkeit oft für Wohltätigkeit und wird für ihr karitatives Engagement geschätzt. Viele meinen daher, dass es ihr zustehe, von staatlicher Seite finanziell unterstützt zu werden. Andere religiöse Organisationen pochen auf Gleichberechtigung und profitieren ebenfalls von Zuschüssen aus den Steuertöpfen.
Doch was und wie viel bekommt die Kirche eigentlich in Form von Subventionen und steuerlichen Befreiungen bzw. Vergünstigungen von Staatsseite – und somit von allen Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern?
Was leistet sie im Gegenzug dazu tatsächlich für das Gemeinwohl? Hat die Kirche überhaupt selbst einen Überblick über ihr Vermögen und die Staatsleistungen, die sie kassiert?
Die Vorrechte der Katholischen Kirche sind vertraglich im Konkordat verankert, das 1933 in Österreich zwischen dem faschistischen Regime unter Engelbert Dollfuß und dem Heiligen Stuhl geschlossen wurde. Ist diese Vereinbarung noch als zeitgemäß zu betrachten und kann sie grundsätzlich aufgelöst werden?
Ganz allgemein wirft sich die Frage auf, ob die staatliche Anerkennung bzw. Privilegierung bestimmter Religionsgemeinschaften – in Österreich sind es derzeit 14 an der Zahl – nicht automatisch die anderen diskriminiert.
Welche Sonderstellungen und Vorzüge die Kirche sonst noch genießt, ob man sie rechtfertigen kann und warum eine saubere Trennung von Staat und Kirche zu befürworten ist: Darüber diskutieren Sabina Grömmer und Jorit D. Posset in der neuen Episode mit dem Publizisten und Unternehmer Niko Alm, Mitbegründer der Laizismus-Initiative sowie Mitorganisator und Sprecher des Volksbegehrens gegen Kirchenprivilegien.
An der Diskussion nimmt außerdem Wolfgang Renzl, Jurist und Rechtsanwalt in eigener Praxis mit den Spezialgebieten Medienrecht und Unternehmensgründung, teil. Er vertrat zahlreiche Mandanten in Rechtsstreitigkeiten mit der katholischen Kirche. Er stellt unter anderem fest: “Wir haben hier Rechtspersönlichkeiten, die nicht rechenschaftspflicht sind. Sie bekommen laufend Geld und wir wissen nicht, was damit passiert.”
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