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Klimakrise, Coronakrise, Ukrainekrise ... wohin wird das führen?

Wird Europa die vielen Krisen meisten können?


  • Umfrageteilnehmer
    7
.... dann gibt es ja auch noch die Schuldenkrise, der Fachkräftemangel, Pflegenotstand, Rentenkrise ..... welche alle im Untergrund noch brodeln.


Alles halb so wild? Wird sich "das System" wieder fangen und wir kommen irgendwie schon durch?

Oder steuern wir hier in Europa auf eine Katastrophe zu?
Ich hoffe doch, dass wir da durchkommen. Es werden wieder vernünftige Menschen in Regierungsverantwortung kommen und die Arschlöcher hoffentlich für immer aus solchen Positionen entfernt.
 
Natürlich kommen wir da durch. Gab es denn irgendwann einmal ein Zeit, in der es keine Krise gab? Kann sich jemand an eine Zeit erinnern, wo er sich gesagt hat: "Es geht uns unglaublich gut, wir haben keinerlei Probleme, Es könnte gar nicht besser sein..."

Natürlich ist Schwere und Dauer von Krisen relativ. Krieg vor der Haustür oder gar im Land gehört natürlich zum Schlimmsten. Todesfälle in der eigenen Familien durch Krankheit oder Unfall ist vergleichbar schlimm. Was kratzt einem da ein Fachkräftemangel?

Im Normalfall geht eine Person oder eine Gesellschaft gestärkt aus einer Krise heraus. Die meisten Innovationen entstehen in einem Mangelsystem. "Not macht erfinderisch!"

Wenn man das Morden der russischen Armee (aktuell, aber nicht nur in der Ukraine) ausblendet, so ist der derzeitige Krieg ein Segen in erster Linie für die Umwelt und auch für die europäische Wirtschaft. Wir können uns schneller als gedacht von den klimazerstörenden fossilen Brennstoffen verabschieden. Die Erzeugung grüner Energien wird ganz massiv durchstarten. Natürlich werden wir die Öl- und Gasenergie nicht zu 100% ersetzen können. Brauchen wir auch gar nicht. Die Energieeffizienz praktisch aller Elektrogeräte oder Heizsysteme im Wohnbau sind noch längst nicht ausgereizt. Grob geschätzt ist da mind. 30 % Einsparpotenzial vorhanden. Die europäische Industrie wird das liefern (müssen).
Vielleicht kommen wir ja sogar auf die Idee, uns von so manchem chinesischem Konsumschrott einfach ersatzlos zu befreien. Wenn manche Dinge 4 oder 5 Mal so teuer ist wie heute, werden wir uns öfter die Frage stellen: "Brauche ich das wirklich?". Müssen unsere Lebensmittel und Getränke wirklich zu 90% in Plastik (ein Erdölprodukt) verpackt sein? Hat sich schon jemand die Frage gestellt, warum z.B. winzige Speicherkarten oder kleine LED Lampen in massivem Plastik verschweisst sein müssen und diese Art der Verpackung ohne Hilfsmittel oder Werkzeug gar nicht zu öffnen sind und dabei sogar Verletzungsgefahr besteht?

Warum haben wir in Europa fast nirgend wo mehr sauberes Trinkwasser? Warum müssen unsere Äcker und Wiesen mit Chemiedünger (aus Russland und der Ukraine) vergiftet werden? Warum gelangen über 30% der Obst- und Gemüseproduktion nicht einmal in den Handel, weil sie geringste optische Mängel haben und von dem was über den Ladentisch geht noch einmal 10-20% weggeworfen werden?

Hätten wir eine Schuldenkrise, wenn jeder von uns täglich in der Früh sein Hirn einschalten würde? Sehr vieles Andere ist im Grunde keine Krise, sondern aufgestaute Inkompetenz weiter Teile unserer Gesellschaft. Ivo würde sagen: "Zu viele Leute haben einfach zu viel Pech beim Denken!". :)
Sehe ich genau auch so…. 👍🏽
 
Vor welcher Entwicklung hast Du konkret Angst?
Also mir persönlich macht die "heimliche" Inflation Angst. Ich verdiene nicht einmal schlecht, allerdings ist es brutal, wie Strom, Wasser, Öl, Miete und Lebensmittel steigen. Der einzelne Euro ist immer weniger wert. Für einen Ottonormalarbeiter ist das Erwerben einer Immobilie in Deutschland praktisch unmöglich geworden. Gleichzeitig haben wir eine der höchsten Abgabenlasten weltweit. Politik, um diesen politischen Entwicklungen entgegen zu steuern, sehe ich nicht.
 
Also mir persönlich macht die "heimliche" Inflation Angst. Ich verdiene nicht einmal schlecht, allerdings ist es brutal, wie Strom, Wasser, Öl, Miete und Lebensmittel steigen. Der einzelne Euro ist immer weniger wert. Für einen Ottonormalarbeiter ist das Erwerben einer Immobilie in Deutschland praktisch unmöglich geworden. Gleichzeitig haben wir eine der höchsten Abgabenlasten weltweit. Politik, um diesen politischen Entwicklungen entgegen zu steuern, sehe ich nicht.
Die allgemeine Teuerung, insbesondere in den letzten 3 Monaten (das hat schon lange vor dem Ukraine-Krieg begonnen) ist tatsächlich ein Problem. In vielen Bereichen unseres Konsumlebens hat aber vermutliche Jeder erhebliches Sparpotenzial, ohne nennenswerte Komforteinbußen hinnehmen zu müssen. Gerade bei Strom, Wasser, Öl/Benzin, Auto und Lebensmitteln. Bei manchen Bereichen ist man allerdings machtlos, z.B. Miete. Da würde in letzter Konsequenz nur eine Verlegung des Wohnsitzes, möglicherweise auch des Arbeitsplates helfen.

Dass es einem Arbeiter praktisch nicht mehr möglich ist, Wohnungseigentum oder sonstige Immobilien zu kaufen, ist allerdings schon seit mindestens 20, eher 30 Jahren so. Der absolute "Killer" war "Basel 3" im Jahr 2010. Dies ist ein Regularium aus den Folgen der Bankenkrise 2008, welches den Banken extrem strenge Kreditvergaberichtlinien und Eigenkapitalquoten vorgibt. Dies führte dazu, dass eine Kreditbesicherung ein sehr hohes Ausmaß annahm. Vereinfacht gesagt - Kredit bekommt nur mehr jemand, der ohnehin schon soviele Eigenmittel vorweisen kann, dass er eigentlich gar keinen Kredit bräuchte.

Ich habe Anfang der 90er Jahre mein Einfamilienhaus errichtet und mangels Erbschaften als damals 25 Jähriger ca. 1 Mio. Schilling (heute lächerliche 75.000 €) Kredite aufgenommen. Mit extremer Eigenleistung und gelegentlicher Mithilfe von Verwandten ist es mir dennoch gelungen, ein Haus mit 150 m² Wfl. innerhalb 2 1/2 Jahren fertig zu stellen und nach 25 Jahren abbezahlt zu haben. Sehr viel geholfen haben mir dabei meine erlernten Handwerksberufe und die Freude an handwerklicher Arbeit. Die ersten 10 Jahre war ich Alleinverdiener und wir hatten damals schon zwei Kinder.

Wenn ich mir heutige "Häuselbauer" ansehe, dann würde ich Angst bekommen. Die kaufen Häuser schlüsselfertig inkl. Pool und machen keinen Finger krumm. Technische Kenntnisse sind nur mehr sehr selten vorhanden. Der Preis dafür ist, dass Beide Partner ein Einkommen haben MÜSSEN und mindestens ein Gehalt nur für die Schuldentilgung drauf geht. Den Leasing BMW müssen sie oft schon nach einem Jahr wieder zurück geben.

Eigene Lebensmittelproduktion (Brot, Nudeln, Gemüse, Obstt, Konserven,...) hat keine Tradition mehr. Zumeist fehlt auch das Wissen dafür und der Wille, sich dieses Wissen an zu eignen. Viele hätten zwar die Möglichkeit irgendwo ein kleines Gartengrundstück zu mieten oder zu kaufen, wollen sich aber die Arbeit nicht antun. Und dass ist dann auch schon der Punkt: Viel zu viele Menschen wollen einfach nicht mehr körperlich arbeiten. Sie müssen sich ALLES kaufen und jammern dann, weil ALLES so teuer ist.
 
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