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Kosovo ein failed state mitten in europa?

John Wayne

Gesperrt
Der weit verbreitete Witz im Kosovo, dass ein Politiker, Geschäftsmann und Polizist ein und dieselbe Person ist, wird schon beim Grenzübertritt mit unserem Reisebus augenscheinlich. Während ein anderer Bus problemlos und flott die Grenze von Albanien in den Kosovo passiert, sitzen wir fest. Unser mazedonischer Fahrer, auf das Phänomen angesprochen, erwiderte lapidar: "Die haben bezahlt!" Obwohl bereits aufgrund brütender Hitze viele Wasserflaschen von uns an die Zöllner verteilt wurden, um die Amtshandlung in Fluss zu halten, hörten wir von diesen ein mantraartiges "coffee!", das Codewort für Geld, das auch bei den zahlreichen Polizeikontrollen gerne ausgesprochen wird. Um unseren nächsten Termin - bei der Kosovarischen Zollbehörde in Prishtina - pünktlich einhalten zu können, sammelten wir im Bus "Kaffeegeld", und wie durch Zauberhand waren wieder alle Pässe bei uns.

Kosovo ist ein Schleusenland, und das nicht nur im übertragenen Sinn. Während es im Süden offizielle bilaterale Grenzen und Grenzübergänge gibt, wie wir sie von vor 1989 kennen, gibt es diese im Norden nicht. Da das "Mutterland" Serbien den Kosovo nicht als eigenstaatlich anerkennt, gibt es im Norden keine Grenzübergänge im üblichen Sinn. Organisierte Kriminalität, Menschenhandel, Handel mit Drogen, Waffen und Treibstoff gehören zum Tagesgeschäft. Auffällig die Dichte des Tankstellennetzes, das weit jenseits des täglichen Bedarfs liegt und auf hintergründige Geschäfte abseits der Mineralölindustrie schließen lässt.

Laut Wirtschaftskammer Österreich liegen die Herausforderungen für internationale Investoren für den Kosovo, aber auch für die gesamte Region zum einen darin, die viel zitierte Schattenwirtschaft und Korruption zu überwinden. Zum anderen gibt es viele Defizite, die mit internationaler Unterstützung bearbeitet werden sollen: mangelnde Rechtssicherheit durch hinausgezögerte Verfahren, Unsicherheiten bei Grundbucheintragungen, hohe Bürokratien. Auch die in vielen Bereichen mangelhafte Infrastruktur schreckt Investoren ab. Solange der Kosovo nicht als sicherer Verhandlungspartner gilt, werden internationale Kooperationspartner zögern, Investitionen zu tätigen.


Ein freier Staat auf Raten - Wiener Zeitung Online

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die jugos haben über 40 jahre lang versucht den albanern auf dem kosovo eine funktionierende müllabfuhr und abwasserwirtschaft zu bringen und sind daran gescheitert... warum meint die eu es besser zu können????
 
S

Shan De Lin

Guest
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die jugos haben über 40 jahre lang versucht den albanern auf dem kosovo eine funktionierende müllabfuhr und abwasserwirtschaft zu bringen und sind daran gescheitert... warum meint die eu es besser zu können????

ja wie zivilisiert ihr seid hat man in den 90ern gesehen als ihr euch gegenseitig abgeschlachtet habt ::lol:
 
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