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Kroatische Filme und Koproduktionen

Smockil

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Reflections of War

Kroatischer Kriegsfilm

[h=3]Kurzbeschreibung[/h]Zweiter Weltkrieg, 1943. Jugoslawienkrieg, 1993. 50 Jahre liegen zwischen beiden Kriegen, doch im Prinzip hat sich nichts geändert: Feind gegen Feind, Mann gegen Mann und sinnloses Blutvergießen.

Im Bosnien des Jahres 1993 belauern sich kroatische und serbische Einheiten. Beide stehen gleichzeitig auch unter ständiger Bedrohung durch Milizen der Moslems. Greueltaten an der Zivilbevölkerung sind an der Tagesordnung. Es herrscht Krieg. Die kroatischen Soldaten warten auf ihre Ablösung. Viel Zeit, um über den Sinn der Kämpfe nachzudenken und Parallelen zu ziehen. Zu Großvaters Zeiten, denn viele der jungen Soldaten haben oder hatten Großväter, die bereits im Zweiten Weltkrieg kämpfen. Die Truppen damals standen vor ganz ähnlichen Situationen wie ihre Enkel fünfzig Jahre später. Und genau diese Tatsache macht einige der Männer in der Truppe nachdenklich. In dem Krieg, für den sie heute kämpfen, stehen sich auf bosnischem Boden Kroaten und Serben gegenüber – wie schon vor 50 Jahren. Hat man aus der Geschichte nichts gelernt? Ist die Wiederholung von Fehlern unabwendbares Schicksal?


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Reflections of War (Originaltitel: The living and the dead ist ein überzeugendes und nahe gehendes Kriegsdrama aus dem Jahre 2007. Regisseur Kristijan Milic liefert in seinem Debüt einen beeindruckenden und schockierenden Film ab, der auf neun verschiedenen Filmfestivals mit Preisen nur so überhäuft wurde. 16 international anerkannte Auszeichnungen waren es insgesamt. Die Produktion aus Kroatien, Bosnien und Herzogowina lief unter anderem auf dem Brothers Manaki International Film Festival, dem Lecce Festival of European Cinema und dem Pula Film Festival. Auf diesen Festivals erhielt er auch einige der Preise: Die Golden Camera 300, den Audience Award und die Golden&Big Golden Arena. Zurecht verdiente Preise, denn das Kriegsdrama überzeugt mit realistischen Kampfszenen und überzeugenden Darstellern. Es spielen: Filip Sovagovic, Velibor Topic, Slaven Knezovic, Marinko Prga, Borko Peric, Miro Barnjak und Bozidar Oreskovic. Der Film schlägt einen Bogen von der älteren in die jüngere Vergangenheit und zeigt schonungslos den Irrsinn kriegerischer Konflikte. Er zieht geschichtliche Fakten und auch die Philosophie heran, um Parallelen zwischen dem Zweiten Weltkrieg und dem Jugoslawienkrieg deutlich zu machen. In Kroatien wurde der Film erwartungsgemäß hochgelobt, die serbische Kritik fiel eher negativ aus. Wie auch immer – Reflections of War ist ein gut gemachter (Anti)Kriegsfilm. Als Jugoslawienkrieg, auch Balkankonflikt genannt, wird eine Serie von Kriegen auf dem Gebiet des ehemaligen Jugoslawien bezeichnet (1991-2001). Folge war der Zerfall des Staates. Im Einzelnen handelte es sich um den 10-Tage-Krieg in Slowenien (1991), den Kroatienkrieg (1991-1995), den Bosnienkrieg (1992-1995) und den Kosovokrieg (1999). Nach Volksabstimmungen erklärten im Juni 1991 Slowenien und Kroatien ihre Unabhängigkeit. Es folgten Mazedonien im November 1991 und Bosnien und Herzegowina im März 1992.
 
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