In einem Punkt muss ich dir ganz fest recht geben: Es sind tatsächlich meistens Leute, die selber etwas irgendwo nicht hinkriegen.
* So zum Beispiel unterhielt ich mich über Chili (Scharfes Essen) und über die "gefährlichen" Proteine ausgerechnet mit Leuten, die 1.) rauchten und 2.) einen Bier-Ranzen hatten und sich sooo was von ungesund ernähren und allgemein ungesund leben.
* Oder über Beziehungsformen. Du kennst mich ja ein wenig hier, und evtl. weisst du, dass es mir wurst war, wie viele Männer eine Frau vor mir im Bett hatte, ob sich mal als Stripperin gearbeiet hat oder sonst was. Für mich zählen (für eine glückliche Beziehung) ganz andere (für mich rein logisch betrachtet: viel wichtigere) Dinge. Und komischerweise musste ich mich gerade von jenen Kollegen "Belehrungen" anhören, die immense Beziehungsprobleme haben, oder gar geschieden sind, wo Streit, Eifersucht, Kontrolle und Komplexe an der Tagesordnung waren. Und komischerweise solchen Leuten muss ich immer wieder erklären, wieso ich mir keine jungfräuliche, junge, orthodoxe Serbin genommen habe und wieso ich nun mal nicht die gleichen Kriterien bei der Partnersuche befolgte wie sie. Und immer wieder denke ich mir dabei: "Mensch. Lass es. Du hast ja dein Leben und Liebesleben ganz und gar nicht im Griff".
* Oder der Klassiker war, als ich mich relativ spät für ein Studium entschied. Natürlich hatte ich auch Kollegen, die gut gebildet waren, ja gar studierten oder Studium abgeschlossen hatten. Von denen kam kein Einwand. Aber einer meiner besten Kollegen (sonst eigentlich ein netter Typ), der mit 22 geheiratet hat, damals 2, heute 4 Kinder hat, mässgen Job hat, Frau ungelernt und als Hausfrau hat, der, der sich das letzte Geld zusammenkratzt um überhaupt im Sommer in die Heimat in die Ferien fahren zu können (ja, Kinder in der Schweiz sind extrem teuer, und noch viel teurer vor einer möglichen Ausbildung/Karriere), ja... der mir eigeredet hat, ob ich mir das wirklich gut überlegt habe mit dem Studium, und ob ich nicht zu alt wäre, ich sollte auch heiraten,...etc. (klar, mit Mitte-Ende 20 bei den Eltern wohnen war halt scheisse). Und er war ja nicht der einzige. Klar, für manche mag es zwar spät erscheinen, mit 25 ein Studium anzufangen, aber diese "lass den Scheiss, geh heiraten, Kinder machen"-Mentalität, gerade von Leuten, die wenig im Leben erreicht haben (wie du sagst), war schon immens. Und auch der Satz: Familie ist viel wichtiger als jeder Reichtum und Karriere... Den Satz habe ich X mal gehört, und kann sein, dass er auch stimmt. Aber ich denke, jeder sollte selber entscheiden, wann er welchen Schritt im Leben macht. Ich erinnere mich dann immer an dieses Bild hier:
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